gartentipps.com

gartentipps.com Feed abonnieren
Auf Gartentipps.com findest du viele tolle Tipps für deinen Garten. Lies dich durch unsere Ratgeber und die vielen kleinen hilfreichen Gartentipps!
Aktualisiert: vor 4 Minuten 56 Sekunden

Teichfolie: Materialien, wichtige Qualitätsmerkmale & Tipps zum Verlegen

Mi, 01/17/2018 - 12:03

Wird der Traum vom Gartenteich endlich wahr, müssen Sie sich zunächst einmal Gedanken über die Teichfolie machen. Denn diesbezüglich gibt es einiges zu beachten.

© Jeantrekkeur – Fotolia.com

Für viele Menschen ist der eigene Garten eine wahre Oase der Ruhe. Hier zieht man sich nach der Arbeit und am Wochenende zurück, um dem Stress des Alltags zu entfliehen. Viele können erst bei der Gartenarbeit so richtig abschalten. Die Gartengestaltung ist ein wichtiger Faktor dafür, ob man sich im Grünen so richtig wohlfühlt. Besonders idyllisch ist ein eigener Teich im Garten. Egal ob man sich für ein kleines Biotop mit entzückenden Seerosen und anderen Wasserpflanzen sowie Goldfischen und Fröschen entscheidet oder im kleinen See im eigenen Garten auch schwimmen gehen möchte, wichtig ist beim Anlegen des Gewässern einige Punkte zu beachten. Nur ein perfekt abgedichteter Teich bringt nämlich über Jahre Freude.

Wozu braucht man eine Teichfolie?

Als Teichfolie bezeichnet man eine ganz spezielle Folie, die für die Abdeckung von Gartenbiotopen verwendet wird. Auch bei Bade- und manchen Fischteichen kommen diese Modelle zum Einsatz. Um ein kleines oder größeres Gewässer abzudecken, sollten Sie jedoch nicht einfach irgendeine Plane bestellen oder im Gartenfachmarkt kaufen. An die Teichfolie werden nämlich ganz besondere Anforderungen gestellt.

Andere Planen werden dazu hergestellt, um Möbel, Autoreifen oder andere im Freien gelagerte Gegenstände wie Fahrräder vor der Witterung zu schützen. Sie müssen Regen, Schnee und Kälte aushalten. Da es allerdings nicht jeden Tag regnet, ist zwar Spritzschutz auch bei diesen Modellen sehr wichtig, eine Teichfolie liegt jedoch tagaus tagein im Wasser und muss absolut dicht sein. Die Folie bildet eine Schutzschicht zwischen dem Wasser und dem unter dem Teich liegenden Untergrund. Wenn Sie den Grund des Gewässers mit hochwertigen Modellen wie z.B. mit Planenstoffen von planenlager.de auslegen, können Sie sich ausgezeichneter Qualität sicher sein.

Welche Eigenschaften muss eine Teichfolie aufweisen?

Schon bei der Planung sollte sich jeder Teichbauer mit dem Thema Folien beschäftigen. Wer einen Blick in das Internet wirft, wird entdecken, dass es viele verschiedene Ausführungen, Stärken und Materialien gibt, die alle denselben Zweck erfüllen sollen. Auf welche Kriterien sollte man jedoch besonders achten? Vor allem auf:

  • Absolute Wasserdichtheit
  • Flexibilität – die Folie muss sich der Beschaffenheit des Grundes anpassen
  • Frostsicher – selbst bei großer Kälte dürfen keine Risse entstehen
  • Verträglichkeit für Pflanzen und Tiere

Am besten vergleichen Sie verschiedene Produkte und achten dabei genau auf die Angaben des Herstellers. Es lohnt sich in jedem Fall, bei der Teichfolie etwas mehr Geld zu investieren. Wer ein günstiges Modell kauft, riskiert dass die Folie nach einigen Monaten undicht wird. Dann stehen große Umbauarbeiten an: die Pflanzen und Tiere müssen aus dem Gewässer entfernt, das Wasser ausgelassen werden und Sie müssen im Grunde genommen beim Bau wieder fast von vorne anfangen.

Welche Materialien kommen zum Einsatz? ❍ PVC-Teichfolie:

Für welches Material Sie sich entscheiden, hängt nicht nur vom Budget, sondern auch von der Beschaffenheit des Untergrunds ab. Als Standardvariante wird meistens eine PVC-Teichfolie angeboten. Modelle in diesen Materialien sind in verschiedenen Farben, darunter in grün, schwarz oder blau erhältlich. Zur Anpassung der Folie an die Teichgröße verwendet man Heißluft oder ein Quellschweißmittel. Damit fügt man einfach mehrere Streifen PVC-Teichfolie aneinander.

❍ PE-Teichfolie:

Als Alternative bieten sich PE-Teichfolien aus Polyethylen an. Sie sind aufgrund ihrer sehr guten Elastizität sehr gut für große Gewässer geeignet. Polyethylen ist darüber hinaus leichter als PVC, somit fallen der Transport und das Verlegen leichter. Wenn Sie bei der Wahl der Teichfolie an den Umweltschutz denken, sind Sie mit einer PE-Folie ebenfalls besser beraten, weil bei der Herstellung keinerlei Weichmacher verwendet werden. Aus diesem Grund ist PE allerdings auch steifer als PVC und passt sich relativ schlecht an Unebenheiten am Grund des Teiches an. Da PE-Folien resistent gegen Chemikalien sind, finden sie sogar in Kläranlagen Einsatz.

❍ EPDM-Folien:

Außerdem gibt es EPDM-Folien aus synthetischem Kautschuk, die mit besonders langer Lebensdauer punkten. Der Vorteil bei einer PVC-Folie ist, dass Löcher relativ gut repariert werden können. Dazu flickt man die gerissene Fläche mit einem Stück neuer Teichfolie, die man mit einem dauerelastischen Kraftkleber befestigt. Für das Stopfen von Rissen in einer Kautschuk-Teichfolie benötigen Sie hingegen einen speziellen Komponenten-Kleber.

Welche Vorarbeiten sind vor dem Verlegen nötig?

Eine Grube ausheben, die Folie hineinlegen, mit Wasser befüllen und der Teich ist fertig? So einfach ist das Anlegen eines eigenen Gartenteichs nun auch wieder nicht. Schließlich möchten Sie ja lange Freude mit dem kleinen Gewässer in der eigenen Oase im Grünen haben. Daher ist zu empfehlen, sich für die Anlage des Biotops Zeit zu nehmen und folgende Punkte zu beachten:

  • nach dem Ausheben der Grube Wurzeln, spitze Steine und Unebenheiten entfernen
  • auf dem Teichboden eine Sandschicht auftragen, um Unebenheiten auszugleichen
  • mit einem Vlies für zusätzlichen Schutz sorgen
  • auf die Temperatur achten: bei kühlem Wetter unter 15 Grad sind PVC-Folien weniger flexibel, bei jedem Wetter lassen sich EPDM-Folien anpassen, die bis -40 Grad unverändert bleiben

Beim Anlegen eines Teiches heißt es also nichts übereilen. Sie dürfen nicht vergessen, welch hohe Last mit dem Wasser auf den Unterboden drückt. Eine gründliche Reinigung und Vorbereitung der Grube schützt also vor Beschädigungen der Folie.

Was muss man beim Kauf von Teichfolie beachten?

Am einfachsten ist eine Folie aus einem einzigen, genau auf die Grube passenden Stück zu verlegen. Bei kleineren Teichen ist das relativ leicht zu bewerkstelligen. Wichtig ist, vor dem Kauf die richtigen Maße zu ermitteln. Dafür sind folgende Formeln sinnvoll:

❍ Für die Breite:
Man multipliziert die Breite des Teiches mit der doppelten Teichtiefe und gibt rund einen Meter für die Randzone dazu.

❍ Für die Länge:
Man multipliziert die Länge des Teiches wiederum mit der doppelten Tiefe. Auch hier sind 100 Zentimeter als Puffer einzuplanen.

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, der kann beispielsweise auch online unter www.blitzrechner.de die richtige Teichfoliengröße berechnen. Mit diesen Größenangaben erhalten Sie dann im Gartenmarkt verschiedene Folien, die für Teiche entwickelt wurden. Noch mehr Auswahl bieten die zahlreichen Online-Shops, die sich auf Gartenprodukte und teilweise sogar auf Teiche und Biotope spezialisiert haben. Hier können Sie Folien in verschiedenen Stärken und aus unterschiedlichen Materialien bestellen. Zwar können Sie sich nicht mit eigenen Augen von der Qualität der Produkte überzeugen, allerdings sind die Beschreibungen bei den meisten Anbietern so genau, dass Sie sich einen guten Überblick verschaffen können.

In den meisten Online-Shops können Sie die gewünschte Länge und Breite auswählen. Vor dem Abschicken der Bestellung sollten Sie sich allerdings wie bei jedem Online-Shop über die Versandkosten informieren. Schließlich wird die Teichfolie nach Hause geliefert und dafür ist in der Regel extra zu bezahlen. Gerade wenn Sie eine große Folie bestellen, kann es sich um ein schweres Paket handeln. Es lohnt sich also durchaus, nicht nur die Artikelpreise, sondern auch die Versandkosten zu vergleichen. Wichtig ist auch, sich schon vor der Bestellung über die Rückgabebedingungen zu informieren, sollte die Folie nicht den Erwartungen entsprechen oder gar defekt sein.

Tipps für das Verlegen der Teichfolie ❶ Teichfolie im Trockenen zuschneiden:

Sie sparen viel Zeit, wenn Sie die Folie bereits im Trockenen auf das richtige Maß zuschneiden. Wichtig davor ist natürlich, die genaue Größe zu ermitteln.

❷ Anschlüsse rechtzeitig planen:

Schon während des Planungsprozesses des Teiches ist zu überlegen, wo sich später die Anschlüsse für den Bodenablauf und die Pumpe befinden werden.

❸ Teichvlies unter Teichfolie verlegen:

Bevor Sie die Folie in die ausgehobene Grube legen, müssen Sie ein Teichvlies verlegen und dieses am Ufer des Gewässers mit Steinen oder Sand befestigt. Das Vlies sorgt dann für eine gleichmäßige Oberfläche und schützt die Folie vor Steinen und anderen Unebenheiten. Während im nächsten Schritt die Folie ausgerollt wird, sollte das Vlies nicht verrutschen.

❹ Teichfolie auf Dichtheit prüfen:

Nach getaner Arbeit sollten Sie den Teich noch nicht ganz mit Wasser füllen, sondern nur zum Teil. Somit prüfen Sie, ob die Folie wirklich wasserdicht ist. Tritt kein Wasser aus, können Sie den Gartenteich fertig füllen. Nun geht es an die Gestaltung mit Wasserpflanzen.

Korbmarante – Pflanzen, pflegen & vermehren

Mi, 01/17/2018 - 09:15

Die tropische Korbmarante ist eine attraktive Zimmerpflanze mit farbenfrohen Blüten. Bei der Pflege stellt sie Hobbygärtner allerdings vor einige Herausforderungen.

© whiteshadow18 – Fotolia.com

Bei dieser Zimmerpflanze handelt es sich um ein sogenanntes Pfeilwurzgewächs. Die Korbmarante, deren Name in der Fachsprache Calathea lautet, kann besonders mit ihren eleganten Blättern auf sich aufmerksam machen. Denn die ausgefallenen Musterungen und unterschiedlichen Färbungen der Blätter machen die Blattschmuckpflanze zu einem echten Hingucker in nahezu jedem Raum.

In den tropischen Regionen, in denen diese Pflanzen beheimatet sind, wurden die Pflanzen in der Vergangenheit auch im Freien eingesetzt, was ihnen den Namen Calathea eingebracht hat. Schließlich war die Korbmarante beim Flechten von schmucken Körben, sowie als dekorative Dachabdeckung vor allem in der Vergangenheit äußerst beliebt.

Der Name „Calathea“ leitet sich im Übrigen aus dem Griechischen ab und bedeutet übersetzt in der Tat „Korb.“ Wer sich eine typische Urwaldpflanze in die eigenen vier Wände holen möchte, wird mit der Korbmarante viel Freude haben. Allerdings gilt es zu bedenken, dass nicht jede Unterart der Korbmarante auch blüht. Zum Glück sind bereits die Blätter der Pflanze allein eine echte Augenweide. Wer sich daran möglichst lange erfreuen möchte, sollte jedoch wissen, dass die Korbmarante als relativ pflegeaufwendig gilt.

Steckbrief zur Korbmarante

Heimisch ist die Korbmarante in Ecuador, Brasilien sowie auch in Kolumbien, wo entsprechend höhere Temperaturen vorherrschen. Hierzulande sollte die Korbmarante hingegen nur als Zimmerpflanze kultiviert werden. Die auch als Maranta und Pfeilwurz bezeichnete Pflanze wächst ausdauernd und krautig, kann jedoch abhängig von der jeweiligen Art mit verschiedenen Wuchsformen bestechen. Dabei werden Wuchshöhen von 15 bis 30 Zentimetern erreicht, so dass sich die Maranta wunderbar auf dem heimischen Fensterbrett unterbringen lässt.

Die unterschiedlichen Grüntöne, sowie die mehrfarbigen Blattzeichnungen machen die Korbmarante neben der Blüte im Frühjahr oder Sommer aus. Abhängig von der jeweilige Sorte (und ob diese überhaupt blüht), kann der Pfeilwurz von den folgenden Blütenfarben gekennzeichnet sein:

  • weiß
  • gelb-orange

Die Blüten der Korbmarante haben entweder eine zapfen- oder korbähnliche Form. Während rund 270 Arten zu der Gruppe der Marantengewächse gehören, ist die Maranta sicherlich die bedeutendste und hierzulande auch am weitesten verbreitetste Pflanze dieser Gattung. Dies hat das Gewächs vor allem seinen besonderen Blättern zu verdanken. Immerhin sehen diese nicht nur attraktiv aus, sondern rollen sich gegen Abend auch zusammen. Gleichzeitig sind knisternde Geräusche von einer relativ leisen Lautstärke zu vernehmen. Erst am Morgen öffnen sich die Blätter der Korbmarante dann wieder. Noch dazu gibt es einige Maranta-Sorten, deren Wurzeln sowie Blüten sogar für den Verzehr geeignet sind.

Korbmarante pflanzen – Anforderungen für ein gesundes Wachstum Welchen Standort bevorzugt die Korbmarante?

In ihrer südamerikanischen Heimat ist die Maranta als Bodendecker sowie als Kletter- oder Hängepflanze vor allem im Unterholz des örtlichen Regenwaldes anzutreffen. Demnach handelt es sich dabei um einen eher schattigen Standort. Auch wenn die Korbmarante hierzulande als Zimmerpflanze gehalten wird, sind die neuen Besitzer nun dazu aufgefordert für Bedingungen zu sorgen, die dem Tropenklima in der Heimat des Gewächses in Bezug auf folgende Punkte möglichst ähnlich sind:

  • Standort
  • Luftfeuchtigkeit
  • Temperatur

Ein warmer Standort, der frei von Zugluft ist, ist demnach ideal. Darüber hinaus verträgt die Korbmarante kein direktes Sonnenlicht und ist an einem halbschattigen Ort weitaus besser aufgehoben. Selbst die direkte Wintersonne bekommt der Pflanze nicht. Sie lässt ihren Besitzer dann auch deutlich spüren, wenn sie zu viel Sonne bekommen hat. Dies ist zum Beispiel an den Blättern der Maranta, die sich dann zur Seite hin einrollen, gut zu erkennen. Daher bietet sich ein Nordfenster als der ideale Standort für die Korbmarante an. Wer der Zimmerpflanze dies nicht bieten kann, greift wahlweise auf zusätzliche Beschattungsmöglichkeiten zurück.

Eine spürbar erhöhte Luftfeuchtigkeit trägt ebenfalls zum prächtigen Gedeihen der Korbmarante bei. Diese sollte im Idealfall zwischen 70 und 80 Prozent betragen. Eine regelmäßige Überprüfung der tatsächlich vorherrschenden Luftfeuchtigkeit ist daher sinnvoll, wenn es um das Gedeihen der Maranta geht. Mindestens von März bis in den Monat September hinein sollten die eben genannten Werte unbedingt erreicht werden. Schließlich handelt es sich bei diesem Zeitraum um die Wachstumsphase der Korbmarante. Temperaturen von 18 bis 25 Grad Celsius werden von der Pflanze bevorzugt. Selbst im Winter dürfen keine niedrigeren Temperaturen auftreten, sofern es der tropischen Zimmerpflanze gutgehen soll.

Welcher Boden ist für diese Zimmerpflanze ideal?

Wenn es um das optimale Substrat für die Korbmarante geht, stellt die Pflanze folgende Ansprüche:

  • humos
  • faserig
  • luftdurchlässig

Die Verwendung einer hochwertigen Blumenerde mit möglichst viel Humus ist zum Beispiel sinnvoll. Um das Substrat noch durchlässiger zu machen und seine Wasserspeicherfähigkeit gleichzeitig spürbar zu verbessern, können alle Hobbygärtner auch auf Perlit oder auf kleine Styroporkugeln zurückgreifen, die dem Substrat ganz einfach untergemischt werden. Ein Substrat auf Torfkultur- oder Torfbasis ist zudem ideal. Wer eine eigene Erdmischung für die Korbmarante herstellen möchte, greift einfach auf die nachfolgenden Zutaten zurück:

  • Kompost- oder Lauberde zu drei Teilen
  • ein Teil Torf

Auch bei dem pH-Wert des Substrats für die Maranta gilt es strenge Regeln einzuhalten. Dieser sollte sich immer zwischen Werten von 4,5 bis 5,5 bewegen. Eine regelmäßige Kontrolle des pH-Werts ist zu empfehlen, damit die Korbmarante immer die perfekten Bodenbedingungen vorfindet.

So pflegen Sie dich Korbmarante richtig © Peredniankina – Fotolia.com

Auch wenn es sich bei der Korbmarante um eine sehr anmutige Pflanze handelt, bringt ihre Pflege durchaus die eine oder andere Herausforderung mit. Nicht nur der perfekte Standort ist für das Gedeihen der Korbmarante unerlässlich. Vielmehr sind die nachfolgenden Pflegehinweise unbedingt zu beachten. Damit ist nicht nur das gewissenhafte Umtopfen alle zwei bis drei Jahre gemeint.

Gießen:

Die Korbmarante ist von einem relativ deutlichen Wasserbedarf gekennzeichnet. Besonders von April bis in den Monat September hinein muss die Tropfenpflanze regelmäßig gegossen werden. Dazu bietet sich kalkarmes, wohl temperiertes Wasser an. Noch besser ist es, die Maranta gleich mit kalkfreiem Wasser zu gießen, wofür sich die Pflanze dann auch mit einem prächtigen Wuchs erkenntlich zeigt.

Während die Korbmarante während ihrer Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst auf keinen Fall austrocknen darf, bekommt ihr zu viel Nässe gar nicht. Staunässe ist zu vermeiden, während das Substrat immer leicht feucht sein sollte. Bevor die Pflanze erneut gegossen wird, darf das Substrat gerne oberflächlich antrocknen, während ein Austrocknen des Substrats auf jeden Fall zu vermeiden ist. Das wäre sonst Gift für die hübsche Zimmerpflanze.

Luftfeuchtigkeit:

Sofern die Korbmarante von trockenen Blattspitzen gekennzeichnet ist, weist dies darauf hin, dass in der Umgebung der Pflanze eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit vorherrscht. Die Luftfeuchtigkeit kann jedoch verhältnismäßig einfach erhöht werden, indem die Zimmerpflanze in regelmäßigen Abständen besprüht wird. Handwarmes Wasser ist dazu ideal. Alternativ können alle Hobbygärtner aber auch auf einen zusätzlichen Luftbefeuchter zurückgreifen. Dieser sollte zu der Größe des Raumes passen und nicht in allzu großer Entfernung von der Korbmarante aufgestellt werden. An einem warmen Standort muss die Maranta besonders häufig mit Wasser aus einer praktischen Sprühflasche bestäubt werden.

Kalkfreies Wasser ist auch in diesem Zusammenhang klar zu bevorzugen. Schließlich könnte einfaches Leitungswasser zu der Bildung von Kalkflecken auf den hübschen Blättern der Pflanze beitragen. Wer dennoch Leitungswasser als günstige Alternative zu kalkfreiem Wasser verwenden möchte, sollte ausschließlich Wasser nutzen, was bereits einen oder mehrere Tage abgestanden ist. Darüber hinaus ist auch ein Entstauben der Korbmarante sinnvoll. Denn bei der Zimmerpflanze verstauben die Blätter recht schnell, wobei sich dieses Problem mit einem feuchten Tuch sehr gut beheben lässt. Auch hier ist die nötige Sorgfalt geboten, damit die Blätter nicht beschädigt werden.

Düngen:

Zur optimalen Pflege der Korbmarante gehört auch die korrekte Düngung. Zum Glück ist der Nährstoffbedarf der Pflanze jedoch nicht einmal annähernd so hoch wie der Wasserbedarf des Tropengewächses. Während der Hauptwachstumsphase ist es völlig ausreichend, wenn die Maranta im Abstand von vier Wochen gedüngt wird. Ein Flüssigdünger, wie z.B. diesen hier, der dem Gießwasser kinderleicht beigemischt werden kann, bietet sich in diesem Zusammenhang an. Allerdings ist dieser maximal in der halben Konzentration zu verwenden.

Außerdem ist es wichtig, dass der Anteil an Fluor bei dem gewählten Dünger möglichst niedrig ausfällt, da er der Korbmarante sonst schaden könnte. Zu viel Salz sollte der Dünger für die Zimmerpflanze ebenfalls nicht enthalten. Dennoch müssen die Hobbygärtner nicht extra auf einen teuren Spezialdünger für ihr Tropengewächs zurückgreifen. Grünpflanzendünger, die speziell für Zimmerpflanzen gedacht sind, reichen meist völlig aus. Auch die Verwendung eines Langzeitdüngers ist durchaus denkbar. Die entsprechenden Düngerstäbchen sind im Gartenfachhandel ohne Probleme erhältlich.

Umtopfen:

Die Maranta ist von einem eher starken Wachstum ihrer Wurzeln gekennzeichnet. Dies bedeutet, dass die Zimmerpflanze spätestens im Abstand von zwei bis drei Jahren umgetopft werden sollte. Dann, wenn die Wurzeln bereits oben aus dem Topf herausragen, ist es höchste Zeit, dass die Korbmarante einen neuen, entsprechend größeren Pflanztopf erhältlich. Bei der tropischen Zimmerpflanze handelt es sich übrigens um einen Flachwurzler. Dies bedeutet, dass die Pflanzgefäße für die Korbmarante nicht sonderlich hoch, dafür aber umso breiter sein müssen.

Am besten wird die Pflanze übrigens im Frühjahr umgetopft. Denn dabei handelt es sich ohnehin um die Jahreszeit, in der die Korbmarante von sich aus neue Triebe bildet. Wenn die Pflanze aus dem Topf genommen wird, um sie umzutopfen, ist äußerste Vorsicht geboten. Die Wurzeln des Tropengewächses dürfen auf gar keinen Fall beschädigt werden. Gleichzeitig gilt es den Wurzelballen genau auf die folgenden Dinge hin zu untersuchen:

  • kranke Wurzeln
  • Wurzelteile, die von Fäulnis betroffen sind
  • Beschädigungen des Wurzelballens

Nicht mehr einwandfreie Wurzelteile sind zu entfernen. Außerdem kann es durchaus passieren, dass der Wurzelballen recht stark verfilzt daherkommt. Das kann auf die zu engen Bedingungen im bisherigen Pflanztopf der Korbmarante zurückzuführen sein. Dann sind die Hobbygärtner dazu aufgefordert, den Wurzeln durch ein vorsichtiges Auseinanderziehen mit den Händen mehr Platz zu verschaffen. Dies trägt zudem dazu bei, dass sich die Pflanze in ihrem neuen Topf besser einwurzeln kann.

Der neue Topf sollte zudem nicht ohne die passende Drainage auskommen, damit die Korbmarante das Umtopfen möglichst gut übersteht. Perlite sowie Kies bieten sich für diese Zwecke an. Auf die Drainage-Schicht wird dann die bereits angesprochene Substratmischung gegeben. Mittig im Topf wird anschließend die Maranta platziert. Anschließend gilt es den Topf mit Erde aufzufüllen – und zwar bis circa zwei Zentimeter unterhalb des Topfrandes. Nun die Erde noch behutsam etwas andrücken. Zum Schluss muss die frisch umgetopfte Korbmarante selbstverständlich gut angegossen werden.

Rückschnitt:

Der Aufwand für den Rückschnitt der Korbmarante hält sich im Vergleich zu vielen anderen Pflanzen in Grenzen. Nur Blätter, die bereits vertrocknet oder verwelkt sind, sind unmittelbar im Bereich der Basis der Pflanze, sprich direkt über dem Boden zu entfernen. Sofern es sich um eine Maranta handelt, die ihren Besitzer mit einer Blüte erfreut, sollten alle Blütenstände, die inzwischen verwelkt sind, gleichermaßen abgeschnitten werden.

Vermehrung: ❍ Vermehrung per Aussaat

Die Korbmarante lässt sich zum Beispiel per Aussaat vermehren. Dabei sind Torfquelltöpfe eine sehr gute Wahl. Diese Töpfe müssen zunächst in Wasser gegeben werden, um dort aufquellen und so ihre Maximalgröße erreichen zu können. Dein Torftopf ist auch deshalb eine gute Wahl, da er später samt der gekeimten Samen verpflanzt und umgetopft werden kann. Somit werden die Wurzeln der jungen Korbmarante gar nicht erst beschädigt. Wer hingegen nicht auf einen Torfquelltopf zurückgreifen möchte, kann die folgenden Hilfsmittel ebenso für die Aussaat dieser Tropenpflanze verwenden:

  • reguläres Aussaatsubstrat aus dem Fachhandel
  • ein Minigewächshaus

Um die Samen in einem Torfquelltopf auszusäen, sollte ein Pikierstab verwendet werden, um die Töpfe mit Löchern zu versehen. Dort werden dann die Korbmarante-Samen platziert. Die kleinen Torftöpfe gilt es dann in einem Folienbeutel, der verschließbar und lichtdurchlässig ist, zu platzieren. Ein Druckverschlussbeutel ist für die genannten Zwecke ideal. Dann so viel kalkarmes Wasser mit einem Düngertropfen in den Beutel geben, bis das Wasser nur noch wenige Millimeter übersteht, sobald sich der Topf vollgesogen hat. Nun erst den Druckverschlussbeutel verschließen.

An einem halbschattigen Ort können die Samen, die nun nicht mehr gegossen werden müssen, dann keimen. Die Umgebungstemperatur sollte während der Keimphase unbedingt warme 24 bis 28 Grad Celsius betragen. Nur nachts sind Temperaturen am unteren Ende dieser Skala kein Problem. Erst wenn die Korbmarante-Sämlinge kräftig und groß genug sind, geht es an das Umtopfen in einen größeren Topf (sprich einen Tropf, der hauptsächlich breiter ist).

❍ Vermehrung durch Stecklinge

Ebenso ist auch die Anzucht durch Stecklinge möglich. Die Korbmarante-Stecklinge können zwischen Februar und März abgeschnitten werden. Jeder Steckling sollte zwei bis sechs Blätter haben und mit einem scharfen, sauberen Messer sorgfältig von der Mutterpflanze abgetrennt werden. Dies passiert unmittelbar auf Bodenhöhe. Dann gilt es die Stecklinge gleich in einen Topf mit dem passenden Anzuchtsubstrat zu stecken. Auch Torfquelltöpfe können in diesem Zusammenhang genutzt werden.

Das Substrat unbedingt befeuchten und feucht halten, damit der Korbmarante die Anwurzelung möglichst leicht fällt. Über das Ganze sollte dann eine lichtdurchlässige Folientüte gestülpt werden. Außerdem ist ein warmer, halbschattiger Ort neben Umgebungstemperaturen von 23 Grad Celsius für das Anwachsen der Maranta-Stecklinge ideal. Eine besonders hohe Luftfeuchtigkeit von 85 bis 90 Prozent ist wünschenswert. Die Folie sollte täglich kurz zum Lüften entfernt werden, damit sich kein Schimmel bilden kann. Es dauert in etwas sechs bis acht Wochen, bis die Stecklinge umgepflanzt werden können.

❍ Vermehrung durch eine Wurzelteilung

Durch eine Teilung der Wurzeln kann die Korbmarante ebenso vermehrt werden. Dies geschieht am besten dann, wenn die Pflanze ohnehin gerade umgetopft wird. Den Wurzelballen dazu von loser Erde befreien und darauf achten, dass jedes Teilstück des geteilten Wurzelballens eine knollenähnliche Verdickung aufweisen kann. Die Wurzelknollen werden dann in ihrem eigenen Substrat ähnlich wie die Korbmarante-Stecklinge auch angepflanzt. Allerdings reichen Temperaturen von 18 Grad Celsius in diesem Fall völlig aus, um neue Maranta-Pflanzen heranwachsen zu lassen. Nach sechs bis acht Wochen darf wieder umgetopft werden.

Überwintern

Eine Winterruhe ist der Korbmarante kein Begriff. Dennoch ist es von Oktober bis in den Februar hinein durchaus so, dass die tropische Zimmerpflanze auch kühlere Temperaturen tolerieren kann. Kälter als 18 Grad Celsius sollte es jedoch nicht sein, um einem eventuellen Eingehen der Pflanze vorzubeugen. Zugluft ist weiterhin zu vermeiden und für eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit muss gesorgt werden.

Dies ist angesichts der trockenen Heizungsluft in der kalten Jahreszeit umso wichtiger. Schließlich geht dieser Umstand auch mit einer erhöhten Anfälligkeit der Maranta für einen Schädlingsbefall einher. Daher ist es besonders im Winter extrem wichtig, dass die Zimmerpflanze ausreichend oft mit kalkfreiem Wasser besprüht wird, damit Schädlinge kaum eine Chance haben. Allerdings sollte die Pflanze bis zum Frühjahr nicht mehr gedüngt und weniger gewässert werden.

Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Zu viel Nässe und zu viel Salz können die Existenz der Korbmarante bedrohen, da Wurzelfäule oft die logische Folge ist. Diese widrigen Bedingungen gilt es daher unbedingt zu vermeiden. Absterbende, vergilbte Blätter weisen deutlich auf das Vorliegen von Wurzelfäule hin. Dann kann die Pflanzen nur noch ausgetopft werden, um die faulen Korbmarante-Teile zu entfernen und den Rest der Zimmerpflanze in frischem, trockenem Substrat erneut anzupflanzen.

Ein Befall mit Thripse zeigt sich hingegen an hellen Sprenkeln an den Blättern der Korbmarante. Um diesem Problem Herr zu werden, sollte die Pflanze abgebraust werden. Außerdem gilt es die Maranta mit einer Lösung, die aus Spiritus (ein Esslöffel) und Seifenlauge hergestellt wird, mehrmals zu spritzen. Dann lässt sich ein Thrispe-Befall relativ leicht in den Griff kriegen.

Spinnmilben, die sich mit Hilfe von weißen Gespinsten bemerkbar machen, werden für die Korbmarante hingegen vor allem im Winter zum Problem. Die Pflanze sollte in solch einer Situation gründlich abgebraust werden, um sie von den Spinnmilben zu befreien. Den Topf sowie die Erde dabei bitte abdecken. Anschließend die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Auch Raubmilben können im Kampf gegen Spinnmilben verwendet werden.

Kirschfruchtfliege bekämpfen – So werden Sie Maden in Kirchen wieder los

Di, 01/16/2018 - 09:48

Frische Kirschen vom eigenen Baum sind äußerst lecker, aber bitte ohne Maden. Damit diese die Kirschen nicht ungenießbar machen, gibt es einige Möglichkeiten zur Bekämpfung.

© feuerpferd1111 – Fotolia.com

Die Kirschfruchtfliege ist ein Schädling, der vielen Hobbygärtnern Jahr für Jahr die Kirschernte vermiest. Denn wenn man Kirschen vom Baum pflückt und herzhaft in diese hinein beißt, möchte man nicht unbedingt einen weißen Wurm bzw. eine weiße Made sehen, die sich am Kern der Kirsche entlang schlängelt.

Die Kirschfruchtfliege legt Ihre Eier in die reifenden Kirschen. Diese schlüpfen dann und die Maden fressen sich durch die Kirsche bis zum Kern vor. Das Innere der Kirschen wird dadurch zu einem eher bräunlichen Brei an den Stellen, an denen die Maden sich gütlich getan haben. Chemische Mittel gegen die Kirschfruchtfliege sind in Deutschland in heimischen Gärten inzwischen nicht mehr zulässig – und so stellt sich die Frage, wie man die lästigen Fliegen loswerden und den Kirschbaum vor dem Befall durch die Fruchtfliege schützen kann.

Übrigens: Die Kirschfruchtfliege hat Ähnlichkeiten mit der Stubenfliege von der Optik her. Wenn man aber genauer hinsieht, erkennt man schnell die Unterschiede. Mit einer Länge von rund 5 mm kommt die Kirschfruchtfliege mit bräunlich quergebänderten Flügeln, grünen Facettenaugen und einem auffälligen trapezförmigen gelben Rückenschild daher. Insofern kann man die Kirschfruchtfliege im Garten durchaus erkennen.

Das Problem ist, dass die Zahl der Fliegen in aller Regel so groß ist, dass einfache Bekämpfungsmaßnahmen oftmals nur unzureichenden Erfolg zeigen. Wer die Kirschfruchtfliege wirklich aus seinem Garten verbannen möchte, der muss einen Mix der unten aufgeführten Tipps und Ratschläge anwenden. Denn nur wenn man die einzelnen Methoden kombiniert, kann man wirklich dauerhaften Erfolg bei der Bekämpfung der Kirschfruchtfliege haben.

3 Methoden zur Bekämpfung der Kirschfruchtfliege

Prinzipiell gibt es drei Arten an die Sache heranzugehen, wenn man den eigenen Garten vor der Kirschfruchtfliege schützen möchte bzw. wenn man Kirschen ohne Maden essen möchte. Diese sind einfach und kurz zusammengefasst:

  • Die Vorsorge schon bei der Anpflanzung von Kirschbäumen,
  • die direkte Bekämpfung der Kirschfruchtfliege in alten Baumbeständen und
  • nach dem Pflücken der nachträgliche Versuch, die Maden loszuwerden.

Je nachdem ob Sie bereits einen Kirschbaum haben oder sich noch einen oder mehrere Anpflanzen möchten oder ob Sie womöglich in diesem Jahr gar nichts gegen die Kirschfruchtfliege getan haben und erst bei der Ernte feststellen, dass Ihre Kirschen unter Madenbefall leiden, müssen Sie für sich festlegen, wie Sie genau reagieren möchten.

Tipps bei der Pflanzung eines neuen Baumes

Die Kirschfruchtfliege ist vor allem Ende Mai, Anfang Juni aktiv. Und sie legt Ihre Eier in Kirschen, die zu diesem Zeitpunkt zu reifen beginnen – die also nicht mehr grün sind, sondern langsam von einer gelblichen in eine rötliche Färbung übergehen. Es gibt aber auch Kirschsorten, die von Kirschfruchtfliegen von vorn herein weitgehend verschont bleiben. Einfach, weil die Früchte dieser Bäume zu der Zeit, da die Kirschfruchtfliege die Gärten in Deutschland unsicher macht, längst über dieses Reifestadium hinaus sind. Frühkirschen sind daher deutlich weniger anfällig für den Befall durch Kirschfruchtfliegen, als die normal blühenden oder die Spätkirschen. Wenn man also einen neuen Kirschbaum pflanzen möchte, lohnt es sich darüber nachzudenken, eine Frühkirsche zu pflanzen.

Ein weiterer Punkt ist die bewusste Reduzierung der Größe des Kirschbaumes. Sei es durch gezielte Beschneidung des Baumes oder dadurch, dass man von vorn herein eine Unterlage wählt, in welcher der Kirschbaum eher schwach wächst. So bleiben die Fruchtbäume länger in einer Größe, die man problemlos mit einem entsprechenden Insektenschutznetz vor dem Zugriff durch Kirschfruchtfliegen bewahren kann.

Möglichkeiten die Kirschfruchtfliege aus Baumbeständen fernzuhalten

Es gibt unterschiedliche Herangehensweisen. Auf jeden Fall sollte man sich hinreichend über die Kirschfruchtfliege informieren, wenn man wirklich wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ergreifen möchte. Zu den Dingen, die man wissen sollte, gehört zum Beispiel der Umstand, dass die eingepuppten Kirschfruchtfliegen, die sich erst einmal im Boden befinden, Ende Mai – Anfang Juni schlüpfen und dann in einem Zeitraum von rund 14 Tagen Ihre Eier in die neuen Kirschen legen. Das ist der Zeitraum, in dem Gegenmaßnahmen gegen die Kirschfruchtfliege ergriffen werden müssen. Wer schon deutlich früher, zum Beispiel in der Blüte der Kirschbäume, irgendwelche Maßnahmen gegen die Kirschfruchtfliege ergreift, kann keinen Erfolg haben – einfach, weil die Tiere zu dieser Zeit noch nicht da sind.

Im Folgenden wollen wir einmal einige Möglichkeiten der Bekämpfung der Kirschfruchtfliege vorstellen und auch die jeweiligen Erfolgsaussichten kurz darstellen. Manche angeratenen Maßnahmen eignen sich nur unter bestimmten Umständen – andere können immer und bei jedem Kirschbaum angewandt werden.

Gelbtafeln als Fallen für die Kirschfruchtfliegen

Die Kirschfruchtfliege wird von der Farbe Gelb magisch angezogen. Kein Wunder, legt sie ihre Eier doch in der Regel dann in die Kirschen, wenn diese gelblich bis hellrot schimmern. Wer in der Hauptflugzeit der Kirschfruchtfliegen sogenannte Gelbtafeln an der Südseite seines Kirschbaumes aufhängt, wird schnell die mit Leim versehenen Stellen der Gelbtafeln mit Kirschfliegen besetzt haben. Das hält auf jeden Fall eine Menge von den Schädlingen von Ihrem Baum ab – aber in der Regel nicht alle. Nur bei wirklich kleinen Kirschbäumen kann es ausreichen, Gelbtafeln in den Baum zu hängen und die Kirschfruchtfliegen an diesen verenden zu lassen. Bei größeren Bäumen taugen Gelbtafeln bestenfalls als Indikator dafür, wie viele Kirschfruchtfliegen in diesem Jahr unterwegs sind und ob bereits die Zeit der Aktivität dieser Fliegen angefangen hat. Hier müssen darüber hinaus weitere Maßnahmen ergriffen werden.

Insektennetze über die Bäume spannen

Ebenfalls ein Mittel, dass sich nur für kleinere Bäume oder aber für Teilabschnitte eines Kirschbaumes eignet: Das Schützen der Früchte mit Hilfe eines entsprechenden Netzes. Netze, die für den Schutz vor der Kirschfruchtfliege geeignet sind, findet man in jedem Baumarkt mit einer guten Gartenabteilung. Allerdings muss man darauf achten, dass die Maschen dabei nicht zu breit angelegt sind. Die Maschenstärke sollte nicht mehr als 1,8 mm betragen – in manchen Obstbauernbetrieben werden sogar Netzte mit einer Maschenstärke von weniger als 1 mm verwendet. Bei breiteren Löchern im Netz besteht die Gefahr, dass die Kirschfruchtfliege einfach durch die Maschen hindurchschlüpft und ihre Eier trotzdem in die Kirschen ablegt. Das Netz ist im Übrigen auch ein guter Schutz gegen Vögel.

Wie erwähnt eignet sich ein solches Netz hervorragend für kleinere Kirschbäume. Bei alten Baumbeständen, die teilweise die Höhe eines Hauses übersteigen und sehr ausladende Äste haben, wird es schwer mit einem Netz die komplette Baumkrone zu schützen. Hier lohnt es sich kleinere Teile des Baumes mit einem solchen Netz zu schützen – die Menge an Kirschen die an den geschützten Teilbereichen hängt reicht oftmals für den Verzehr im eigenen Haushalt aus.

Verhindern der Verpuppung und Vernichtung der Maden / Puppen

Die Maden der Kirschfruchtfliege lassen sich entweder von den zerfressenen Kirschen aus auf den Boden fallen oder fallen zusammen mit den Kirschen vom Baum und verkriechen sich dann in der Erde, wo sie sich verpuppen und schließlich auf das nächste Jahr warten um dann als Kirschfruchtfliegen wieder ihre Eier in die neuen Kirschen zu legen. Wenn man sichergehen möchte, dass im Folgejahr so wenige Kirschfruchtfliegen wie möglich durch den heimischen Garten streifen, gibt es eine einfache Möglichkeit das sicherzustellen. Man legt eine Plane oder ein Vlies unter den Kirschbaum, sodass alle herabfallenden Kirschen und alle Maden, die auf den Boden fallen, nicht direkt mit der Erde in Kontakt kommen, sondern auf dieser breit ausgelegten Unterlagen landen. Anschließend fegt man täglich mindestens einmal das, was sich auf der Unterlage gesammelt hat zusammen, wirft Maden und Fallobst in einen durchsichtigen und fest verschließbaren Müllbeutel und lässt diesen in der Sonne stehen. Durch die entstehende Wärme sterben die Maden ab und der Inhalt des Beutels kann nach einigen Tagen auf den Kompost gegeben werden. Noch sicherer und mit deutlich weniger Qualen für die Tiere verbunden, ist es, Fallobst und heruntergefallene Maden direkt in der Bio Tonne zu entsorgen. So verringert man die Population der Kirschfruchtfliegen im eigenen Garten erheblich und kann im nächsten Jahr davon ausgehen, dass Gelbfallen ausreichen, um die meisten Kirschen von einem Befall der Kirschfruchtfliege zu bewahren.

Und wenn die Maden bereits in den Kirschen sind?

Mancher Kirschliebhaber ekelt sich, wenn er eine Kirsche öffnet und eine Made kriecht durch das Fruchtfleisch der Kirsche. Andere sagen, dass das ein ganz natürlicher Vorgang ist und letztlich ein Madenbefall ein Zeichen dafür ist, dass im Garten keine unnötige Chemie verwendet wird. Essen möchte man die Made der Kirschfruchtfliege trotzdem nicht unbedingt mit, wenn man eine Schale Kirschen genießt. Es gibt nicht viele Möglichkeiten Kirschen, die von Maden befallen sind, von diesen zu befreien. Natürlich kann man die Kirschen jeweils öffnen, die Made und den Kern entfernen und dann die entkernte Kirsche essen. Das ist aber recht umständlich.

Die einzige echte Alternative ist ein Wasserbad der Kirschen. Wenn Kirschen für mehr als zehn Minuten im kalten Wasser liegen, fangen sie an das Wasser in sich aufzunehmen. Wenn sich Kirschen mit Wasser vollsaugen, ist das für die Made in der Kirsche alles andere als angenehm – die Folge ist, dass die Made die Kirsche verlässt. Schon nach kurzer Zeit werden Sie, wenn Sie es ausprobieren, eine ganze Menge kleiner Maden an der Wasseroberfläche schwimmen sehen. Diese können Sie abschöpfen und in die Biotonne werfen. Allerdings muss man festhalten, dass mit dieser Methode nicht zwangsläufig alle Kirschen wirklich wurm- oder Madenfrei werden. Manche Made ist hartnäckiger als andere und bleibt einfach in der Kirsche. Ein echtes Patentrezept gibt es hier nicht. Aber wenn man nicht die komplette Ernte wegwerfen will, weil man eben von außen nicht sehen kann, welche Kirschen von Maden befallen sind und welche nicht und wenn man bereits festgestellt hat, dass die meisten Kirschen einen Bewohner haben, dann ist es auf jeden Fall einen Versuch wert. Der Erfolg liegt bei mehr als 75 Prozent.

Fazit:
Wenn der Kirschbaum von Kirschfruchtfliegen befallen ist, ist das nichts womit man sich einfach abfinden muss. Viel mehr gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, wie man die Kirschfruchtfliege und Ihre Maden wieder loswerden kann. Angefangen von kluger Voraussicht bei der Pflanzung eines Kirschbaumes, bis hin zu effektiven und sinnvollen Maßnahmen zur Vermeidung eines Madenbefalls des bestehenden Kirschbaumbestandes.

Wettervorhersage im Garten – Diese Pflanzen sagen das Wetter voraus

Mo, 01/15/2018 - 08:35

Der Wettervorhersage kann man nicht immer trauen. Verlässlichere Ergebnisse bekommen Sie aus Ihrem eigenen Garten, vorausgesetzt Sie haben die richtigen Pflanzen.

© Pixelmixel – Fotolia.com

Das Wetter ist eine Sache, die wir nicht direkt beeinflussen können, von der wir in unserer täglichen Planung aber enorm abhängig sind. Gerade im Sommer, wenn die Zeit des Jahres Einkehr hält, in der weite Teile des Lebens draußen in der freien Natur oder zumindest im heimischen Garten stattfinden, würde man sich manchmal wünschen, dass Wetter besser vorhersagen zu können. Zumal der Wetterbericht oft genug irrt. Und wenn man sich im Internet auf die Suche nach einer zuverlässigen Wetter App macht, wird man schnell feststellen, dass vier verschiedene Apps vier verschiedene Wettervorhersagen für denselben Tag anbieten. Letztlich kann man sich aussuchen, welche Vorhersage einem selbst am ehesten zusagt – am Ende muss man sich doch überraschen lassen, was das Wetter wirklich für uns bereithält.

Aber, ist das wirklich so? Gerade im heimischen Garten gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich schnell einen Überblick über die Wettererwartungen in den nächsten Stunden zu machen. Denn eine Vielzahl der Pflanzen, die man in deutschen Gärten findet, kann man als Wettervorhersagestation verwenden – mit dem Unterschied zu Prognosen und Hochrechnungen die auf Winden und möglichen Wolkenbewegungen basieren, dass diese Blumen das Wetter zu 100 Prozent korrekt vorhersagen. Dafür aber eben nur für die nächsten Stunden.Wenn sich also das nächste Mal die Frage stellt, ob der Grill angeworfen werden kann oder nicht, sollten Sie einen Blick auf eine der folgenden Pflanzen werfen – dann wissen Sie genau, was Sie in den nächsten Stunden erwartet.

» Übrigens: Es gibt sogar Pflanzen die verhältnismäßig zuverlässig ankündigen, ob in einem Jahr frühzeitig mit Schneefall zu rechnen ist oder nicht. Womit die Natur wieder einmal eindrucksvoll beweist, dass sie dem Menschen weit voraus ist.

Pflanzen als Wetterboten – Wie genau geht das?

Es gibt zwei Arten, wie Blumen und andere Pflanzen Regen oder Sonnenschein ankündigen können. Das eine ist eine offensichtliche Veränderung an der Pflanze selbst. Wenn sich die Blüte verändert, die Pflanze sich bewegt oder ihr Bild auf andere Art und Weise verändert, sieht man auf den ersten Blick, was für ein Wetter in den nächsten Stunden zu erwarten sein wird – vorausgesetzt man weiß worauf man achten muss,

Aber es gibt auch Pflanzen, die deutlich subtiler einen Wetterwechsel ankündigen. So gibt es beispielsweise eine ganze Reihe Pflanzen, die einen deutlich intensiveren Geruch entwickeln, wenn die Luft feuchter und wärmer wird. Liegt ein Gewitter in der Luft und Sie haben eine solche Pflanze im Garten, wird der Garten von dem Duft dieser Pflanze erfüllt sein. Allein an diesem Geruch können Sie dann schon ablesen, was am heutigen Tag mit hoher Wahrscheinlichkeit noch passieren wird.

Letztlich muss man aber ein Auge für die kleinen Wunder der Natur haben. Denn nur wer weiß, auf welche Pflanzen man achten muss und welche Gerüche wirklich interessant sind, wird wirklich eine zuverlässige Prognose für die nächsten Stunden aus den Veränderungen im heimischen Garten ableiten können.

Was sind das für Pflanzen, die das Wetter „vorhersagen“?

Diese sehr allgemeine Frage lässt sich nicht einfach beantworten. Es gibt Blumen, Stauden, Bäume, Gemüsepflanzen und allerlei andere Pflanzenarten, die durch mehr oder weniger auffällige Charakteristiken auf einen bevorstehenden Wetterwechsel oder eben auf Regen oder Sonne hinweisen. Hier einmal eine kleine Liste von Pflanzen, auf die dies zutrifft:

  • die Silberdistel
  • Ringelblumen
  • die Vogelmiere
  • Königskerzen
  • Sauerklee
  • Sonnenblumen
  • die wilde Möhre
  • Kapmargeriten
  • die Gazanie
  • der Storchschnabel
  • Tannenzapfen
  • Waldmeister
  • Birken
  • Lindenblüten

Diese Liste ist sicherlich nicht abschließend. Aber anhand der hier genannten Pflanzen wollen wir einmal aufzeigen, wie man im eigenen Garten einen Überblick über das bevorstehende Wetter gewinnen kann.

Und so funktioniert die Wettervorhersage im Garten

Generell ist ein Wetterumschwung immer mit einer Veränderung der Luftfeuchtigkeit, der Temperaturen und der Luftzusammensetzung verbunden. Was Menschen nicht sofort bemerken oder zuweilen einfach nur als einen schwülen Tag abtun, ist für Pflanzen und für viele Tiere ein untrügliches Zeichen für einen bevorstehenden Wetterwechsel. Manche Pflanzen reagieren tatsächlich auch erst dann, wenn die ersten Tropfen fallen. In aller Regel nehmen die Pflanzen ihre „Informationen“ bezüglich des bevorstehenden Wetters aber aus der Luftfeuchtigkeit – und liegen damit zumeist komplett richtig. Es lohnt sich also, sich vielleicht mindestens eine der oben genannten Pflanzen im heimischen Garten anzupflanzen. Worauf man bei den einzelnen Pflanzen tatsächlich achten muss, haben wir in der Folge einmal zusammengefasst.

Pflanzen und ihre Anzeichen Die Silberdistel

Charakteristisch für die Silberdistel ist ihre weiß-gräuliche Blüte, die schon fast silbern schimmert. Und genau diese Blüte ist es auch, die anzeigt was man am Tag vom Wetter noch erwarten darf. Ist die Blüte weit geöffnet, kann man für die nächsten Stunden mit strahlendem Sonnenschein rechnen. Nur, wenn die Blüte sich schließt, liegt Regen in der Luft. Sollte die Blüte sich schließen, obwohl die Sonne scheint, kann sogar ein Gewitter im Anmarsch sein.

Die wilde Silberdistel gehört übrigens zu den streng geschützten Pflanzenarten – im Fachhandel kann man allerdings Zuchtvarianten für den heimischen Garten kaufen.

Ringelblumen

Als Heilpflanzen sind Ringelblumen allgemeinhin bekannt, doch die gelb bis orangefarbenen Blumen können mehr, als nur gute Salben oder Tees abgeben. Auch Ringelblumen eignen sich wunderbar als Wetterpropheten im eigenen Garten. Denn, ebenso wie die Silberdistel, schließt die Ringelblume ihre Blüte, wenn Regen droht.

Die Vogelmiere

Von vielen Hobbygärtnern als Unkraut abgetan und regelmäßig aus dem Garten entfernt, kann die Vogelmiere einfach und schnell anzeigen, wie das Wetter wird – wenn man eben mehr in dieser Pflanze sieht, als ein schnell wucherndes Unkraut. Auch hier werden die Blüten geschlossen, wenn Regen droht.

» Übrigens: Die Vogelmiere eignet sich auch wunderbar zur Bepflanzung als Bodendecker. So werden Bodenbereiche nicht nur vor Erosion geschützt, sondern auch vor dem Austrocknen. Und man hat seinen eigenen kleinen Wetterfrosch im Garten immer in Sichtweite.

Königskerzen

Königskerzen werden gern auch als Wetterkerzen bezeichnet, einfach weil diese Pflanze noch einmal einiges mehr kann, wenn es um das Thema Wettervorhersage geht, als die meisten anderen Pflanzen. Zum einen ist schon die Art und Weise, wie sich die Königskerze verändert, wenn das Wetter wechselt sehr interessant. Es bedarf allerdings eines guten Auges und eines gewissen Fachwissens, um die Veränderungen an der Pflanze richtig zu deuten. So sollte man beispielsweise die Himmelsrichtungen im heimischen Garten bestimmen können. Denn wenn sich die Königskerze in Richtung Westen neigt, wird es regen. Geht die Neigung gehen Osten, scheint die Sonne.

Aber die Königskerze kann auch noch eine ganz andere Vorhersage abgeben. So sind sich Experten einig, dass Königskerzen anhand ihres Wachstums ein klares Zeichen dafür abgeben, ob und wenn ja wann im Winter Schnee fallen wird. Bildet die Königskerze eine Blattrosette, deren untere Blätter sehr eng beieinander liegen, bedeutet das, dass in diesem Winter früh mit Schneefall zu rechnen ist. Wenn die Blätter im oberen Teil der Blume eng beieinander sitzen, ist mit Schneefall erst spät im Winter, in der Regel erst im Folgejahr zu rechnen.

Sauerklee

Wenn der Sauerklee den Kopf hängen lässt, droht Regen. Der Sauerklee ist eine Pflanze, die sogar ihren eigenen Regenschirm aufspannt – allerdings erst unmittelbar bevor es anfängt zu regnen oder wenn die ersten Tropfen schon fallen. So stellt der Sauerklee seine Blattstiele aufrecht und faltet die Blätter zusammen, um die Blüte vor zu viel Wasser zu schützen.

Sonnenblumen

Sonnenblumen tragen ihren Namen nicht nur, weil sie mit ihren großen gelben Blüten Ähnlichkeiten mit der Sonne aufweisen. Die Blüten klappen sich nur komplett auf, wenn die Sonne scheint und das in den nächsten Stunden auch so bleiben wird. Will die Blüte der Sonnenblume sich trotz Sonnenschein nicht so recht öffnen, liegt das in aller Regel daran, dass in den nächsten Stunden Schauer zu erwarten sind.

Die wilde Möhre

Die wilde Möhre gilt als einer der Vorfahren der heutigen Gemüsemöhre, wie wir sie kennen und zuweilen auch gern im heimischen Garten anpflanzen. Bei der wilden Möhre muss man auf die Samendolden achten. Krümmen sich diese nach innen, droht Regen. Sind sie weit und gerade aufgerichtet, wird auch für die nächsten Stunden die Sonne scheinen.

Kapmargeriten

Kapmargeriten oder Kapkörbchen, wie diese Pflanze zuweilen auch genannt wird, schließen ebenfalls ihre Blüten, bevor der Regen kommt. Bei dieser Pflanze liegt allerdings in aller Regel nicht allzu viel Zeit zwischen dem Schließen der Blüten und dem tatsächlichen Beginn des Regens. Wenn es also soweit ist, dass die Blüten zugehen, sollte man schnell reagieren.

» Übrigens: Wer Kapmageriten im Garten einpflanzen möchte, sollte dies unbedingt erst nach den Eisheiligen machen – vorher ist die Gefahr zu groß, dass die Blumen in der noch einmal drohenden Kälte eingehen.

Die Gazanie

Mittagsgold wird die Gazanie auch genannt, die ihre Ursprünge in den Weiten der afrikanischen Steppe hat. Das hat den Hintergrund, dass diese Pflanze ihre Blüten nur öffnet, wenn die Sonne scheint. Bleiben die Blüten geschlossen ist mit Sonnenschein nicht zu rechnen, auch wenn es dann nicht unbedingt regnen muss. Auch bei bewölktem Himmel bleiben hier die Blüten geschlossen.

Storchschnabel

Der Storchschnabel, der teilweise recht übelriechend daherkommt, kann tatsächlich als eine Art Wetterstation herhalten. Um festzustellen, wie sich das Wetter in den nächsten Stunden entwickeln wird, muss man den Samen durch ein Loch in einem Stück Pappe schieben, sodass der Samenfortsatz etwas am anderen Ende des Loches herausschaut. Beginnt der Samenfortsatz sich im Uhrzeigersinn zu drehen ist das ein Zeichen für eine vergleichsweise hohe Luftfeuchtigkeit und für anbahnenden Regen.

Tannenzapfen

Eine Pflanze, die das ganze Jahr über als Wetterfrosch herhalten kann, ist die Tanne. Denn ein Tannenzapfen gibt eine Menge Auskünfte über die anstehende Wetterentwicklung. Sind die Schuppen des Tannenzapfens geöffnet, ist mit gutem Wetter zu rechnen. Ist der Zapfen fest geschlossen, wird das Wetter eher unfreundlich.

Waldmeister, Birken und Lindenblüten

Diese drei Pflanzen haben eines gemeinsam – wenn es wärmer und feuchter in der Luft wird, entwickeln sie einen deutlich stärkeren Geruch. Anhand des Geruchs einer Birke, einer Linde oder der Waldmeisterpflanze kann man also erkennen, ob Regen in der Luft liegt oder, wenn der Geruch ganz besonders intensiv wird, vielleicht sogar ein Gewitter bevorsteht.

Auch wenn der Wetterbericht aus Fernsehen, Rundfunk, Printmedien und dem Internet nicht immer der zuverlässigste ist – die Wettervorhersage aus dem heimischen Garten ist sehr zuverlässig. Wenn man sie richtig zu deuten weiß. Auf jeden Fall lohnt es sich, die eine oder andere der oben genannten Pflanzen im eigenen Garten zu integrieren. Und das nicht nur, weil sie anzeigen können, wie sich das Wetter entwickelt, sondern einfach weil die meisten der aufgeführten Pflanzen zusätzlich auch noch eine echte Augenweide sind.

Christusdorn schneiden – Tipps zu Technik und Zeitpunkt

So, 01/14/2018 - 10:02

Der Christusdorn gehört zu den pflegeleichtesten Zimmerpflanzen und beglückt uns zudem im Winter mit seinen dekorativen Blüten. Mit regelmäßigen Schnittmaßnahmen sorgen Sie für ein perfektes Aussehen.

© etfoto – Fotolia.com

Der Christusdorn ist zwar keine Pflanze, die einen regelmäßigen Formschnitt benötigt und ansonsten nach kurzer Zeit unansehnlich wird, Schnittmaßnahme werden aber gut vertragen und können bei Bedarf, bzw. bei Notwendigkeit ganzjährlich durchgeführt werden.

Wann sollte der Christusdorn geschnitten werden?

Sofern die Pflanze ganzjährlich bei Zimmertemperatur gehalten wird, können Schnittmaßnahmen jederzeit durchgeführt werden. Ein Schnitt wird vorrangig durchgeführt, damit die Pflanze die gewünschte Form bekommt, bzw. behält. Ganzjährliche Schnittmaßnahmen werden auch erforderlich sein, wenn durch den Befall mit Krankheiten geschädigte Pflanzenteile zu entsorgen sind. Hat die Pflanze an Wuchs zugelegt und sollte in ihrer Größe gestutzt werden, bietet sich das Frühjahr an. Achten Sie darauf, dass die Pflanze zu diesem Zeitpunkt noch nicht neu ausgetrieben hat.

» Tipp: Die bei einem Rückschnitt der gesunden Pflanze anfallenden Pflanzenteile können als Stecklinge für die Vermehrung des Christusdorns verwendet werden.

Christusdorn zurückschneiden – So wird’s gemacht
  1. scharfes und keimfreies Schneidwerkzeug verwenden
  2. Pflanze bereitstellen
  3. Handschuhe tragen
  4. Mitteltrieb kürzen für einen buschigeren Wuchs
  5. Verjüngungsschnitt kann 2/3 umfassen
  6. Schnittstelle behandeln
  7. Pflanze wie gewohnt weiter kultivieren

Der beste Zeitpunkt für gezielte Schnittmaßnahmen ist der Frühlingsbeginn. Dann erwacht die Pflanze aus ihrer Winterruhe und hat noch nicht mit dem Neuaustrieb begonnen. Um den Christusdorn so wenig wie möglich zu verletzen und glatte Schnittkanten zu erzielen, sollten Sie zu einem scharfen Messer greifen, das sie vorab mit Alkohol desinfiziert haben.

Damit die Pflanze buschig wächst, ist der Mitteltrieb am Ansatz zu kürzen. Beim Verjüngungsschnitt lassen sich etwa 2/3 der Pflanze entfernen, ohne dass der Christusdorn Schaden nimmt. Die entstandenen Schnittstellen können Sie mit Holzkohleasche versorgen oder ein Stück Küchenkrepp als Pflaster auflegen.

Vorsicht geboten – der Christusdorn als Giftpflanze

Der Christusdorn besitzt Stacheln, die nicht übersehen werden können. Ein Kaktus ist die Pflanze deshalb aber noch lange nicht. Viel enger verwandt ist die Tropenpflanze mit dem Weihnachtsstern. In seiner Heimat Madagaskar bevölkert der Christusdorn ganze Dornbuschsteppen. Als Zimmerpflanze ist das Wolfsmilchgewächs recht einfach zu kultivieren. Dabei sollten Sie sich aber immer bewusst sein, dass es sich um ein Wolfsmilchgewächs und damit um eine Giftpflanze handelt.

Den Christusdorn zu schneiden, bringt Ihnen einige Vor- und Nachteile:

table#t140 { border-collapse: collapse; border-width: 0px; border-style: outset; margin: 20px 0; line-height: 2.0em; text-align: left; vertical-align: top;width: 100%;border-top: 1px solid #EEEEEE;border-bottom: 1px solid #EEEEEE;border-right: 1px solid #EEEEEE;box-shadow: 0 2px 3px rgba(0, 0, 0, 0.4); } table#t140 thead tr { } table#t140 thead tr th.t140 { color: #333333; background: none repeat scroll 0 0 #FFFFFF; font-size: 1.5em; letter-spacing: 0; line-height: 2.0; padding: 4px; text-transform: none; text-align: left;border-bottom: 1px solid #EEEEEE;border-left: 1px solid #EEEEEE; } table#t140 thead tr th#t140.start { } table#t140 thead tr th#t140.end { } table#t140 tbody tr { background: none repeat scroll 0 0 #FFFFFF; } table#t140 tbody tr.table-alternate { background: none repeat scroll 0 0 #FDFDFD; } table#t140 tbody tr td#n1 { width: 50%; }table#t140 tbody tr td#n2 { width: 50%; } table#t140 tbody tr td { padding: 5px; border-width: 0px; font-size: 1.0em; border-top: medium none;border-bottom: 1px solid #EEEEEE;border-left: 1px solid #EEEEEE; text-align: left; line-height: 1.2; vertical-align: top; } } table#t140 tfoot tr { } table#t140 tfoot tr td { background: none repeat scroll 0 0 #FCFCFC; padding: 4px; border-width: 0px; color: #7a7a7a; font-size: 1.0em; border-top: medium none; text-align: left;border-left: 1px solid #EEEEEE; } VorteileNachteile Durch einen Rückschnitt können Sie die Form der Pflanze bestimmen.Der austretende Pflanzensaft ist für Menschen und Haustiere giftig.Die gewonnenen Pflanzabschnitte können zur Stecklingsvermehrung genutzt werden.Offene Wunden mit austretendem Milchsaft können zur Gefahr für Kleinkinder und Haustiere werden. Die Pflanze ist sehr gut schnittverträglich und verzeiht auch spontane Schnittmaßnahmen auf Grund von Krankheiten.

Bereits kleinste Verletzungen am Christusdorn führen zum Austritt des giftigen Milchsaftes. Dieser führt zu Hautreizungen und reizt die Schleimhäute. Um sich und andere zu schützen, beherzigen Sie folgende Ratschläge.

❶ Tragen Sie beim Schneiden Handschuhe und einen Augenschutz.
❷ Führen Sie die Schnittmaßnahmen möglichst im Freien durch.
❸ Behandeln Sie alle entstandenen Wunden und decken sie ab.
❹ Halten Sie Kinder und Haustiere von den frisch geschnittenen Pflanzen fern.
❺ Entsorgen Sie die beim Schnitt entstandenen Pflanzabschnitte.

Der krankheitsbedingte Rückschnitt

Schnittmaßnahmen am Christusdorn können nicht nur bei Bedarf durchgeführt werden, manchmal müssen Sie auch bei dieser Pflanze zum Messer greifen. Sind bestimmte Pflanzenteile von Krankheiten befallen, ist es ratsam, möglichst radikal zurückzuschneiden und nur die gesunden Pflanzenteile zu erhalten.

» Tipp: Lässt sich die Pflanze nicht mehr retten, versuchen Sie, einige gesunde Stecklinge zu gewinnen und ziehen den Christusdorn neu heran.

Das ein Schadbild vorliegt, ist meist am Zustand der Blätter ersichtlich. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

» Die Blätter erscheinen wie mit einer klebrigen Schicht überzogen:
Dieses Schadbild kommt sehr selten vor. Es handelt sich dabei um Honigtau, die Ausscheidungen diverser Schädlinge. Da die meisten Schädlinge auf Grund des giftigen Pflanzensaftes Abstand vom Christusdorn nehmen, ist mit dem Verkleben der Blätter kaum zu rechnen.

» Die Blätter erscheinen wie mit einer mehligen Schicht überzogen:
Hierbei handelt es sich um einen Befall mit Mehltau, begünstigt durch feucht-warme Luft während des Winterhalbjahres. Die Pflanzen mögen keine hohe Luftfeuchtigkeit und kommen sehr gut mit trockener Heizungsluft zurecht. Eine Bekämpfung gestaltet sich recht schwierig, da die Pflanzen nicht eingesprüht werden sollten. Bei dieser gängigen Methode der Schädlingsbekämpfung würde der Christusdorn noch mehr geschädigt. Schneiden Sie stattdessen alle befallenen Pflanzenteile zurück und verwenden ggf. ein chemisches Schädlingsbekämpfungsmittel.

» Die Blätter erscheinen welk und braun:
Dies ist ein besonders häufig vorkommendes Schadbild, hervorgerufen meist durch Pflegefehler, wie zu trockener Boden oder den abrupten Wechsel des Standortes, wenn die Pflanze zum Beispiel im Sommer nach Draußen darf und ohne Eingewöhnungsphase in der prallen Sonne platziert wird. Werden die betroffenen Blätter entfernt und die Pflegefehler behoben, erholt sich der Christusdorn in der Regel schnell und treibt frisch aus.

» Die Blätter erscheinen gelb:
Bei zu intensiver Sonneneinstrahlung kann es zum Vergilben der Blätter kommen. Auch Pflanzen können von einer Gelbsucht betroffen sein. Diese Chlorose kann auftreten, wenn die Pflanzen kein kalkhaltiges Wasser vertragen.

» Tipp: Gießen Sie regelmäßig mit Regenwasser und die Chlorose tritt trotzdem auf, könnte auch Staunässe die Ursache darstellen.

Entfernen Sie die gelben Blätter und schneiden die Pflanze ggf. leicht zurück.

Kirschbaum vor Staren schützen – 6 Möglichkeiten vorgestellt

Sa, 01/13/2018 - 09:32

Stare lieben Kirschen. Damit die Ernte nicht in Gefahr gerät, muss der Baum vor den Vögeln geschützt werden. Unterschiedliche Möglichkeiten stellen wir Ihnen hier vor.

© Katarzyna – Fotolia.com

Für viele Hobbygärtner ist die Zeit der Kirschernte mit die schönste Zeit des Jahres. Kein Wunder, denn die mal süßen, mal säuerlichen Früchte haben nicht nur einen wunderbar frischen Geschmack, sie sind, wenn man sie im normalen Handel kaufen möchte, auch verhältnismäßig teuer. Wer hingegen einen gut gewachsenen Kirschbaum im Garten hat, hat jedes Jahr mehrere Kilo Kirschen für den privaten Gebrauch zur Verfügung, die bis auf ein paar Stunden Arbeit beim Pflücken der Früchte keine Kosten verursachen. Wenn allerdings die Zeit der Kirschernte beginnt und der Hobbygärtner feststellt, dass weite Teile der Kirschernte durch hungrige Vögel zerstört wurde, kann die Vorfreude schnell in herbe Enttäuschung umschlagen. Dabei gibt es einfache Mittel und Wege, Stare und andere Vogelarten aus dem heimischen Garten fernzuhalten.

Dabei ist es in erster Linie wichtig zu wissen, was die Vögel überhaupt gerade in den Kirschbaum zieht. Zum einen ist es natürlich die auffällige Signalfarbe der Kirschen. Das knallige Rot mit dem Früchte in der Sonne leuchten, zieht Stare und andere Vögel geradezu magisch an. Dazu kommt, dass Kirschen eine verhältnismäßig leichte Beute sind. Die Früchte hängen hoch oben in der Baumkrone und an den verschiedenen Ästen, sind leicht zugänglich und für Vögel, die sich auf den Ästen des Kirschbaumes niederlassen, schnell und einfach zu erreichen. Außerdem liefern Kirschen eine Menge Nährstoffe und sind dazu auch noch ungemein lecker – auch für den Geschmack von Staren. Und natürlich können Stare, wenn nicht gerade ein Mensch in der Nähe ist, den Kirschbaum in der Regel ungehindert plündern – denn natürliche Feinde hat der Star rund um den Kirschbaum nicht zu befürchten. Das alles macht Kirschen für Stare und andere Vögel auf Futtersuche zu einem gern gewählten Ziel.

» Übrigens: Wenn Ihr Baum bislang vom Vogelfraß verschont geblieben ist, müssen Sie nicht unbedingt vorsorgend tätig werden. Aber wenn ein Baum das erste Mal von einem Schwarm Vögel „entdeckt“ wurde, besteht die Gefahr, dass diese Vögel jedes Jahr wieder kommen um den Baum wieder abzuernten.

Was genau gilt es zu beachten, wenn man seinen Kirschbaum vor Staren schützen möchte?

Wer seinen Kirschbaum vor Staren schützen möchte, sollte dabei einige Punkte unbedingt beachten. Zum einen sind auch Stare Lebewesen und Tierquälerei ist in Deutschland verboten. Auch wenn man als stolzer Besitzer eines Kirschbaumes durchaus eine gewisse Wut verspüren kann, wenn Vögel sich an der Kirschernte zu schaffen machen, muss man doch bei der Wahl der Mittel, die man gegen die Vögel verwenden möchte, darauf achten, dass die Tiere dabei nicht zu Schaden kommen. Außerdem entsteht nicht jeder Schaden am Kirschbaum automatisch durch Vogelfraß. Auch überreife Früchte, die aufgrund des hohen Feuchtigkeitsgehalts aufplatzen, können die Ernte ruinieren. Darüber hinaus besteht immer auch die Gefahr, dass sich die Kirschfruchtfliege über Ihren Baumbestand hermacht und Ihre Kirschen madig werden. Es gilt also erst einmal zu schauen, ob die Schäden an der Kirschernte wirklich durch Vögel verursacht wurden, ehe man überlegt, welche Gegenmaßnahmen die sinnvollsten sind.

Außerdem muss man verschiedene Möglichkeiten, Stare vom eigenen Kirschbaum fernzuhalten, erst einmal austesten. Denn die Tiere verbindet zwar der gemeinsame Instinkt, das heißt aber noch lange nicht, dass alle Tiere in jeder Situation auch gleich reagieren. Eine Maßnahme, die für eine Weile funktioniert, muss die Vögel nicht zwangsläufig für immer fern halten. Es ist also wichtig folgende Dinge im Auge zu behalten:

  • Zuerst sollte man prüfen, was genau die Ernteschäden verursacht hat
  • Waren es wirklich Vögel, dürfen die Vögel durch evtl. Gegenmaßnahmen nicht zu Schaden kommen
  • Nicht alle Vögel reagieren auf jede Methode der Abschreckung gleich
  • Ob Ihre Methode funktioniert, sollten Sie zwischendurch immer wieder überprüfen
  • Manchmal muss man auch zwei oder drei gängige Methoden kombinieren, um wirklich Erfolg zu haben
Erfolgsversprechende Maßnahmen gegen Stare

Es gibt sechs Möglichkeiten, Stare effektiv und möglichst schonend vom eigenen Garten bzw. vom Kirschbaum fern zu halten. Diese wollen wir in der Folge einmal näher vorstellen:

Die Vogelscheuche

Was der Bauer auf dem Feld macht, funktioniert zum Teil auch im heimischen Kirschbaum. Stare sind durchaus schreckhafte Vögel, die sich durch andere Tiere im Baum abschrecken lassen. Als Vogelscheuche sind dabei alte Kuscheltiere oder eben klassische kleine Vogelscheuchen aus Stroh mit entsprechender Kleidung und einem Hut bestens geeignet. Das Problem dabei – eine oder mehrere Vogelscheuchen im Baum sind keine Garantie dafür, dass die Vögel auch dauerhaft fern bleiben. Denn manche Vögel sind durchaus lernfähig und „verstehen“, dass von den Vogelscheuchen keine Gefahr ausgeht. Wenn es soweit ist, kehren die Tiere einfach zurück und ignorieren die Vogelscheuchen.

Bunte Bänder

Das mit dem Ignorieren fällt Vögeln und vor allem Staren bei bunten Bändern, die im Baum hängen, schon deutlich schwerer. Denn diese lenken die, wie erwähnt, durchaus schreckhaften Vögel schnell ab, sodass sie eher damit beschäftigt sind, die Bänder im Auge zu behalten, als sich den Kirschen zu widmen. Vor allem der Umstand, dass Bänder im Wind ihre Form schnell verändern und immer in Bewegung sind, macht diese kleinen Hilfsmittel effektiver als eine in der Regel weitgehend bewegungslose Vogelscheuche.

Glitzernde Gegenstände

Noch mehr abgelenkt werden die Vögel, wenn nicht nur bunte Bänder, sondern auch glitzernde Spiegel oder spiegelnde Gegenstände wie alte CD´s im Baum hängen. Das Licht, dass sich in den spiegelnden Gegenstände reflektiert, stört die Vögel ungemein und verhindert ein ruhiges Festmahl in Ihrem Kirschbaum. Viele Stare werden durch das funkeln und Glitzern derart abgeschreckt, dass sie sich Ihrem Baum gar nicht erst nähern werden. Dabei ist dieser Methode von den drei bisher genannten die wohl effektivste, weil das Blitzen des Lichtes nichts ist, woran sich die Stare gewöhnen. Solange die Spiegel oder CD´s blank genug sind, um einfallendes Licht, und sei es noch so schwach, effektiv zu spiegeln, werden sie Ihren Baum auch effizient vor Vogelschwärmen schützen.

Raubvogelattrappe

Auch Stare haben Respekt vor größeren Raubvögeln. Wenn Sie die Attrappe eines solchen Raubvogels in Ihrem Kirschbaum anbringen, wird das eine Menge Vögel fernhalten. Allerdings funktioniert auch diese Maßnahme nur so lange, wie die Vögel nicht bemerkt haben, dass es sich um leblose Figuren handelt. Wenn Sie Ihre Raubvogelattrappe durchgehend am gleichen Ast befestigt lassen oder die Attrappe womöglich bei leichtem Wind schon umkippt und vom Ast herabhängt, wird sie kaum eine wirklich abschreckende Wirkung auf räuberische Vögel haben, die Ihren Kirschbaum als Erntegebiet auserkoren haben.

Akustische Störgeräusche

Im Fachmarkt finden Sie zum Teil Gerätschaften, die auf Bewegungen im Baum mit Störgeräuschen Reagieren. Andere sind mit einer Zeitschaltuhr verbunden und geben zu bestimmten Zeiten entsprechende Störgeräusche ab. Je nach eingestelltem Geräusch und programmierter Lautstärke kann das im Garten Sie selbst oder aber Ihre Nachbarn auch stark stören. Wenn Sie sich zu einem solchen Mittel entscheiden, sollten Sie auf jeden Fall einen Ton wählen, der natürlich daherkommt und wenig störend wirkt – der Warnruf der Stare ist beispielsweise ein Einspielmelodie, die gut funktioniert um Stare loszuwerden und dabei noch eine natürlichere Note hat, als irgendeiner hochfrequenter Ton, der die Tiere ebenso verscheucht, wie Sie und Ihre Nachbarn.

Vogelnetze

Wer sich so effektiv wie Möglich der Stare erwehren möchte, der kommt nicht umhin seinen Kirschbaum einzunetzen. Allerdings gilt es gerade bei dieser Art der Vogelabwehr darauf zu achten, dass keine Vögel oder andere Tiere zu Schaden kommen. Aus diesem Grund darf das Netz keinesfalls zu grobmaschig sein. So ist eine Maschenweite von mehr als 30 mm nicht empfehlenswert, da bei zu groben Maschen die Gefahr besteht, dass sich Vögel in dem Netz verfangen und elendig verenden. Reicht das Netz beispielsweise bis auf den Boden hinab, können sich beispielsweise Maulwürfe oder Igel in dem Netz verfangen und dabei ebenso verenden wie Vögel, die sich im Netz verfangen. Am sinnvollsten ist es also, das Netz so anzubringen, dass bei kleineren Bäumen die gesamte Baumkrone eingenetzt ist und bei größeren Bäumen, einzelne Baumteile wie ausladende Äste beispielsweise. Besonders sinnvoll ist es dabei, die Maschenweite des Netzes so zu wählen, dass das Netz nicht nur vor Vögeln sondern auch vor schädlichen Insekten schützt – dazu ist eine Maschenweite von weniger als 1,8 mm notwendig. Bei einem solchen Netz besteht auch keinerlei Gefahr, dass sich Vögel oder andere Tiere im Netz verfangen könnten.

Außerdem muss man bei der Auswahl eines Vogelnetzes auf die Qualität achten. Es bringt wenig sich für ein sehr günstiges Modell zu entscheiden, dass schon nach wenigen Tagen die ersten Löcher aufweist, da der Schutz dann nur sehr bedingt gegeben ist. Wenn ein Vogel das Netz schnell und einfach durchdringen kann, wird es auch größere Vogelschwärme nicht lange abhalten. Insofern sollte man, wenn man sich für die Variante Vogelnetz entscheidet, auf jeden Fall auf ein hochwertiges Netz setzen.

Fazit:
Es gibt eine ganze Reihe guter und günstiger Methoden, um Stare aus Ihrem Kirschbaum fernzuhalten. Achten Sie dabei nur darauf, dass die Vögel nicht unnötig zu Schaden kommen und behalten Sie Ihren Kirschbaum immer zwischendurch im Auge. Wenn Sie feststellen, dass die Methode für die Sie sich entschieden haben nicht funktioniert, sollten Sie einfach etwas neues ausprobieren. Wenn Sie Ihren Kirschbaum einmal für eine komplette Erntesaison Vogelfrei gehalten haben, stehen die Chancen gut, dass die Tiere so schnell nicht wieder kommen, sondern nach anderen Futterplätzen Ausschau halten, wo sie einfacher an ihre Nahrung kommen.

Weidentipi bauen – Schritt für Schritt Anleitung für ein Indianerzelt

Fr, 01/12/2018 - 14:07

Ein Weidentipi ist ein perfektes Versteck für Kinder und ein toller Platz für Abenteuer. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie eines selber bauen können.

© Alena Yakusheva – Fotolia.com

Ein Weidentipi ist ein wichtiger Ort für kleine Indianer und Abenteurer. Kleine Kinder spielen gerne in Höhlen und verstecken sich an den verschiedensten Orten. Ein Weidentipi ist eine tolle Möglichkeit, kleinen und großen Kindern einen eigenen Rückzugsort zu schaffen. Ob kleine Kinder Indianer spielen oder große Kinder sich zum Lesen zurückziehen, spielt dabei keine Rolle. Das Weidentipi im eigenen Garten ist in wenigen Stunden aufgebaut und hält äußeren Einflüssen lange Stand. Verwenden Sie frisch geschnittene Äste, schlagen diese meist schnell Wurzeln. Das Weidentipi wird so zu einem wichtigen Bestandteil im heimischen Garten.

Das benötigen Sie für den Bau eines Weidentipis

Das wichtigste Material, um ein Weidentipi zu bauen, sind genügend dicke Äste und Zweige. Mindestens 10 stabile Äste mit einer Länge von 10 Metern werden benötigt und viele kleinere biegsame Äste. Um die Äste auf die gewünschte Länge zu bringen ist eine Akku-Säge von Vorteil. Ein Spaten, um die Äste einzugraben und ein Pflock, um die Grundfläche auszumessen, sind ebenfalls notwendig. Außerdem sind ein Seil, eine Leiter und Arbeitshandschuhe empfehlenswert. Möchten Sie das Weidentipi verschönern, können Sie noch einige Efeupflanzen bereitstellen. Kurz zusammengefasst benötigen Sie:

  • dicke Äste
  • biegsame Zweige
  • Akku-Säge
  • Spaten
  • Pflock
  • Leiter
  • Seil
  • Pflanzen
Anleitung für den Bau eines Weidentipis

Das Weidentipi ist sehr schnell aufgebaut. Sie benötigen dafür nur etwa einen Nachmittag Zeit. Auch Kinder können beim Aufbau helfen. Das macht nicht nur Spaß, sondern die Kinder lernen auch, mit Werkzeug umzugehen. Später werden die Kleinen sehr stolz darauf sein, dass sie ihr eigenes Tipi gebaut haben und entsprechend gerne darin spielen und Zeit verbringen. Es sind auch nur wenige Schritte notwendig, um das Weidentipi von Grund auf zu bauen.

Schritt 1 – Grundfläche ausmessen:

Um das Weidentipi zu bauen, wird ein Kreis mit einem Durchmesser von etwa 2 Metern benötigt. Messen Sie dazu zuerst das Seil aus. Dieses sollte eine Länge von mindestens 1,5 Metern aufweisen. Um einen schönen Kreis als Fläche zu erhalten, sollten Sie nun einen Pflock in den Boden schlagen. An diesem Pflock anschließend das Seil festbinden. Nun können Sie das Seil spannen und den Boden am Ende des Seils markieren. Der Pflock und das Seil sind nun also eine Art Zirkel. Setzen Sie am besten mehrere Markierungen rund um den Pfahl. So ist sichergestellt, dass das Weidentipi später eine schöne Form hat und groß genug ist, dass mehrere Kinder darin Platz finden. Den Boden können Sie zum Beispiel mit einem farbigen Spray oder Sand markieren.

Schritt 2 – Graben ausheben:

Haben Sie den Kreis gekennzeichnet, können Sie mit dem Spaten einen kleinen, kreisförmigen Graben mit etwa 40 Zentimeter Tiefe ausheben. Wichtig ist hierbei, dass Sie den Eingang für das Tipi frei lassen und dort keinen Graben ausheben. So können die Kinder später problemlos ein- und ausgehen. Heben Sie den Graben aus, hat das den Vorteil, dass Sie die Äste später gut in die Erde eingraben können.

Schritt 3 – Grundform bauen:

Sind Sie mit dem Graben fertig, können Sie die stabilen Äste zurechtschneiden. Es werden etwa 10 Äste mit je drei Metern Länge benötigt. Diese Äste sollten Sie anschließend in einem Abstand von etwa 60 Zentimetern in den Graben stellen. Damit diese Halt finden, sollten Sie die Äste an der oberen Spitze aneinanderlehnen. Schon jetzt können Sie die typische Tipi-Form erkennen. Um die Äste zu stabilisieren, müssen Sie diese unterhalb der Spitze mit einem Seil zusammenbinden. Schon ist die Grundform des Tipis fertig.

Schritt 4 – Tipi bauen:

Nun benötigen Sie die biegsamen Zweige. Diese werden in das Grundgeflecht eingewebt. Die dünnen, biegsamen Zweige dabei waagerecht zwischen den großen, stabilen Ästen durchschlingen. Je nachdem wie blickdicht das Tipi werden soll, werden unterschiedlich viele biegsame Zweige benötigt. Um das Tipi stabil zu bauen, sollten Sie nach dem Webmuster vorgehen. Das bedeutet, dass der schmale Zweig einmal über dem breiten Ast und einmal unter dem breiten Ast hindurch gewebt wird. Ähnlich wie wenn Sie einen Teppich weben. Zwischen den waagrechten Zweigen sollten maximal 20 Zentimeter Abstand liegen. Möchten Sie das Tipi blickdichter gestalten, können Sie die Zweige näher aneinander schieben. Wichtig ist, dass Sie den Eingang auslassen. Dieser sollte etwa 70 Zentimeter breit sein, sodass Kinder noch problemlos ein- und ausgehen können.

Schritt 5 – Graben schließen:

Haben Sie das Tipi so gebaut, wie Sie es gerne hätten, müssen Sie den Graben wieder zuschaufeln. Wichtig ist, dass Sie die Erde festdrücken, sodass die dicken Äste einen guten Halt in der Erde bekommen. Sind alle Äste eingegraben und die Erde festgedrückt, steht das Weidentipi fest in der Erde und kann verschönert werden.

Schritt 6 – Weidentipi verschönern:

Nun können Sie oder Ihre Kinder das Tipi noch verschönern. Sie können zum Beispiel mehrere Efeuranken an den Ästen befestigen. Besitzen die Efeuranken noch Wurzeln, können Sie diese in die Erde eingraben. Das hat den Vorteil, dass Sie den Efeu gießen können und er so immer weiter wächst. Das Tipi wird dadurch blickdicht und bleibt das ganze Jahr über grün.

Viele Kinder hängen auch gerne Flaggen und Wimpeln an das Tipi, um es etwas bunter zu gestalten. Wie Kinder das Tipi verschönern möchten, bleibt den Kleinen selbst überlassen. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Tipps, um das Weidentipi lange Instand zu halten

Ein Weidentipi sieht sehr schön aus und hält viele Jahre. Wichtig ist, dass die Weidenäste gut in die Erde eingegraben sind. So können diese schnell Wurzeln schlagen. Und auch den Efeu sollten Sie gut eingraben, sodass dieser schnell wächst. Wichtig ist zudem, dass Sie die Äste jedes Jahr schneiden, damit das Tipi stets seine Form behält und die Äste lange gesund bleiben.

Um das Weidentipi lange behalten zu können, müssen Sie es auch regelmäßig gießen. Im Sommer benötigt das Weidenholz sehr viel Wasser. Nur so verhindern Sie, dass es nicht morsch wird. Im Winter müssen Sie das Weidentipi hingegen nur sehr selten mit Wasser versorgen. Der umliegende Schnee gibt genug Wasser ab. Das Tipi können Sie im Winter aber mit einer Plane schützen, sofern Sie es ohne Efeu aufgebaut haben. Der Efeu bleibt nämlich auch im Winter grün, sodass das Tipi das ganze Jahr über in einer satten, grünen Farbe leuchtet.

Übrigens:

Aus Weide können Sie noch viel mehr schöne Sachen für den Garten bauen. Beispielsweise etwa einen lebenden Sichtschutz (Anleitung für einen lebenden Sichtschutz aus Weide), dekorative Kugeln (Anleitung für Kugeln aus Reb- oder Weidenzweigen) oder Rankhilfen (Anleitung für Rankhilfen aus Weidenruten).

Schachbrettblume pflanzen – Anleitung und Tipps zu Standort und Boden

Do, 01/11/2018 - 10:55

Die Natur lässt sich wirklich die faszinierendsten Dinge einfallen. Die Schachbrettblume ist zum Beispiel so ein Phänomen. Sie ist optisch ein echter Hingucker.

© ulkas – Fotolia.com

Im Jahre 1993 wurde die Schachbrettblume zur Blume des Jahres gekürt. Sie gehört den Liliengewächsen an und lässt eine enge Verwandtschaft zur Kaiserkrone erkennen. Die schachbrettartige Musterung der glockenförmigen Blüten ist das Markenzeichen dieses immer seltener werdenden Frühblühers. Das natürliche Verbreitungsgebiet der auch als Kiebitzei bezeichneten Pflanze liegt in Frankreich, dem Alpenvorland oder dem Balkanraum. In Mitteleuropa scheinen die Pflanzen nicht ihren natürlichen Ursprung zu haben, sondern haben sich durch Verwilderung oder Auspflanzung vermehrt. Leider ist die Schachbrettblume im heimischen Garten zu einem wahren Exoten geworden, weshalb jedem Pflanzenfreund nur nahegelegt werden kann, durch die Pflanzung der Schachbrettblume zum Erhalt der filigranen Pflanze mit ihren erhabenen Blüten beizutragen.

Vorsicht!
Trotz ihres filigranen und zarten Erscheinungsbildes sind die Pflanzen giftig. Dies betrifft nicht nur die Zwiebeln, sondern auch alle übrigen Pflanzenteile. Die meisten Giftstoffe befinden sich in den Zwiebeln. Diese sind vor Kindern und Haustieren sicher zu verwahren. In Beet oder Kübel sollten Sie darauf achten, dass Kinder nicht in Kontakt mit der Pflanze kommen und diese abpflücken.

Den passenden Standort finden

Bei der Wahl des Standortes lohnt ein Blick auf das natürliche Verbreitungsgebiet der Schachbrettblume. Das Vorkommen erstreckt sich von Westeuropa über die Normandie bis nach Rumänien. Auch in Deutschland kommen die Pflanzen vereinzelt vor. Die Schachbrettblume ist vor allem auf Feuchtwiesen in Brandenburg und dem fränkischen Raum anzutreffen. Weitgehend beschränkt sich das Vorkommen auf Naturschutzgebiete.

Bei der Standortwahl kommt es vorrangig auf einen feuchten Boden an. Teichränder oder natürliche Bachläufe sind dabei ideal. Auch wenn die Pflanzen nasse Füße bevorzugen, zum Auftreten von Staunässe darf es aber nicht kommen. Daher müssen Sie für eine gute Durchlässigkeit des Bodens sorgen.

Sehr gut macht sich die Schachbrettblume auch im Steingarten oder als Unterpflanzung von Gehölzen. Gruppenpflanzungen bringen die Vielfalt der Blütenfarben dabei besonders intensiv zum Ausdruck. Auf einen Quadratmeter können Sie dabei bis zu 15 Zwiebeln der Schachbrettblume setzen. Direkte Pflanznachbarn mögen Schachbrettblumen allerdings weniger. Viel lieber stehen sie für sich allein. Frühblüher wie Schneeglöckchen oder Märzenbecher machen sich aber gut in Gesellschaft von Schachbrettblumen. Sie sollten dennoch einen Pflanzabstand von etwa einem halben Meter einhalten.

Der ideale Standort in Stichworten:

  • halbschattig
  • feucht
  • Alleinstellung oder Gruppenpflanzungen
Das ideale Substrat auswählen

Eine gleichmäßige Feuchtigkeit ist für das Gedeihen der Schachbrettblumen sehr wichtig. Es darf jedoch keine Staunässe entstehen. Kann das Gießwasser nicht abfließen, greift dies die Zwiebeln an, welche letztlich zu faulen beginnen. Sorgen Sie deshalb dafür, dass der Boden gut durchlässig ist. Das erreichen Sie indem Sie dem Boden Lehm und groben Sand beimischen.

Schachbrettblumen kommen generell gut mit einem neutralen Boden zurecht. Sie vertragen aber auch ein leicht saures Milieu. Karge Böden sollten Sie bereits vor der Pflanzung mit Kompost aufwerten, damit die Schachbrettblume von Beginn an genügend Nährstoffe erhält, um gut anwachsen zu können.

Das passende Substrat in Stichworten:

  • gut durchlässig
  • nährstoffreich
  • locker
  • neutral bis leicht sauer
  • feucht
Wann ist die beste Pflanzzeit?

Da die Zwiebeln der Schachbrettblume nur schlecht anwurzeln, ist der Spätsommer der ideale Zeitpunkt für die Pflanzung. So können die Pflanzen vor dem Winter noch ein stabiles Wurzelsystem ausbilden. Alternativ dazu können Sie die Schachbrettblume auch im Frühling pflanzen.

Wie ist der Boden vorzubereiten?

Lockern Sie zunächst das Substrat und befreien Sie es von Unkraut, Steinen und alten Wurzelresten. Da die Schachbrettblume ein nährstoffreiches Substrat benötigt, sollten Sie das Erdreich entsprechend aufwerten. Durch die Zugabe von Kompost, Guano oder Hornspänen ist für einen reichhaltigen Langzeitdünger gesorgt und die Pflanzen können entsprechend gut anwachsen.

Tipp: Sand bietet einen guten Untergrund für Pflanzung der Blumenzwiebel.

Was ist bei der Pflanzung zu beachten?

Bei der Pflanzung sollten Sie zügig vorgehen. Die Zwiebeln der Schachbrettblume trocknen an der Luft nämlich schnell aus. Die Pflanztiefe beträgt etwa acht Zentimeter. Als Faustregel gilt, das Pflanzloch, proportional zur Länge der Blumenzwiebel, doppelt so tief anzulegen. Nach der Pflanzung erfolgt zügig eine ausreichende Bewässerung.

Tipp: Bei Gruppenpflanzungen beträgt der Pflanzabstand etwa 30 Zentimeter.

Pflanzanleitung
  1. Standort auswählen.
  2. Substrat lockern und aufbereiten.
  3. Pflanzlöcher anlegen.
  4. Blumenzwiebeln zügig einsetzen.
  5. Pflanzlöcher schließen.
  6. Boden gut angießen.
Wie ist nach der Pflanzung zu verfahren?

Wichtig ist, dass Sie den Boden gleichmäßig feucht halten. Das Substrat sollte sich immer feucht anfühlen und darf auch oberflächlich nicht austrocknen. Pflanzen Sie die Schachbrettblume im August, setzt im September das Wachstum der Wurzeln ein. Es ist also etwas Geduld gefragt, bis die Blumenzwiebeln ihre Wurzeln ausgebildet haben.

Gartenteich vor Fischreihern schützen – 8 effektive Tipps vorgestellt

Mi, 01/10/2018 - 08:21

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um einen Gartenteich vor Fischreihern zu schützen. Letztendlich müssen Sie entscheiden, welche Variante die beste für Ihren Gartenteich ist.

© Karl Allen Lugmayer – Fotolia.com

Für viele Liebhaber von Zierfischen und Zuchtfischen ist der Gartenteich eine willkommene Alternative zum Aquarium. Und gerade wer sich Koi-Karpfen halten möchte, kommt um einen Gartenteich von einer gewissen Größe nicht herum. Nun sind manche Zuchtfische aber nicht nur schön anzusehen, sondern auch durchaus wertvoll und teuer in der Anschaffung. Umso ärgerlicher, wenn ein natürlicher Räuber Ihnen den Spaß an Ihren Fischen nehmen will. Natürlich, auch ein Fischreiher muss sich ernähren und seine Nahrung sind nun einmal Fische. Aber diese muss er ja nicht unbedingt aus einem Gartenteich fischen. Auch wenn gerade einheimische Zierfische aus Gartenteichen eine gern gewählte Beute sind. Doch keine Angst: es gibt genügend effektive Mittel, den eigenen Gartenteich sicher gegen Reiher zu präparieren.

Dabei sollten Sie nur niemals außer Acht lassen, dass vor allem der graue Fischreiher unter Naturschutz steht. Somit können Sie natürlich nicht alle möglichen Maßnahmen gegen den Räuber ergreifen – aber es gibt dennoch genügend effektive Möglichkeiten, um Fischreiher davon abzuhalten, Ihren Gartenteich regelmäßig zu besuchen. Wir raten dabei ausdrücklich von Maßnahmen ab, die in die Richtung der Tierquälerei gehen könnten. So haben einige Teichbesitzer in der Vergangenheit bereits kleine Elektrozäune installiert, um Fischreiher loszuwerden. Es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten, die deutlich weniger extrem daherkommen und dennoch gute Ergebnisse erzielen. Denn bei allem Ärger über den Verlust von Fischen – auch ein Fischreiher ist ein Tier mit einem ausgeprägten Schmerzempfinden.

Wie jagt ein Fischreiher eigentlich?

Um zu verstehen, wie Sie einen Fischreiher am leichtesten los werden, müssen Sie erst einmal verstehen, wie Fischreiher überhaupt jagen. Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass die Gefahr, die von Fischreihern für die heimischen Fische ausgeht, im Frühjahr am größten ist. Das liegt einfach daran, dass Fischreiher im Frühjahr ihre hungrigen Jungen füttern müssen. Der Fischreiher sondiert dabei aus sicherer Höhe die Gegend unter sich nach einer passenden Futterstelle aus. Er sucht zum Beispiel nach einem Bachlauf, einem See oder eben einem Teich. Hat er eine vielversprechende Stelle gefunden, setzt der Fischreiher zur Landung an. Dafür benötigt er eine ganze Menge Platz. Und wenn er dann einmal gelandet ist, stellt er sich direkt an den Uferrand oder ins seichte Wasser und wartet, bis er einen Fisch vor den Schnabel bekommt.

Schon diese Eigenarten des Fischreihers bieten wichtige und interessante Anhaltspunkte, wie es am besten gelingen kann, Fischreiher dauerhaft vom heimischen Teich fern zu halten. Insgesamt gibt es 8 Möglichkeiten, die teilweise gut und teilweise sehr gut funktionieren. Allerdings muss man auch sagen, dass Fischreiher unterschiedlich sind. Also nicht jede Methode wirkt bei jedem Tier gleichermaßen.

8 Möglichkeiten, um einen Gartenteich effektiv vor Fischreihern zu schützen

Wie erwähnt gehören Fischreiher oder Graureiher zu den geschützten Tierarten, sodass es nicht ohne weiteres erlaubt ist Fallen aufzustellen, den Tieren anderweitig zu schaden oder sie gar zu töten. Das ist aber auch gar nicht notwendig. Es gibt viel bessere Mittel und Wege Fischreiher aus dem heimischen Garten fernzuhalten, ohne dass Sie dem Tier in irgendeiner Weise schaden müssen.

❶ Fischreiherattrappe:

Die wohl einfachste und günstigste Art, den heimischen Gartenteich vor Fischreihern zu schützen, ist das Aufstellen eines Plastikvogels. Wie erwähnt sondieren Fischreiher aus den Lüften die Gegend unter ihnen auf der Suche nach einer Futterstelle. Grundsätzlich werden Sie aber niemals zwei Fischreiher nebeneinander an einem Ufer stehen sehen. Wasserstellen, die bereits von anderen Fischreihern „besetzt“ sind, werden von den Reihern in der Regel gemieden. Die einzige Ausnahme: Wenn wirklich echte Not herrscht und der Futterbedarf besonders groß ist. Dann kann es zu Revierkämpfen kommen. Ein Fischreiher stellt dann schnell fest, dass sich Ihre Attrappe im Garten nicht bewegt und sich auch nicht wehrt. Wenn Sie also eines schönen Tages zu Ihrem Teich kommen und der Fischreiher, den Sie dort als eine Art Vogelscheuche abgestellt haben, im Gras liegt, können Sie davon ausgehen, dass auch der eine oder andere Fisch fehlen könnte. Aus diesem Grund macht es Sinn, die Fischreiherattrappe (z.B. erhältlich bei Amazon.de) mit einer der weiteren Abwehr-Möglichkeiten zu kombinieren.

❷ Fischreiherschreck:

Der Fischreiherschreck ist eine Kombination aus einem Gartenschlauch und einem Bewegungsmelder (z.B. bei Amazon.de erhältlich). Kommt ein Objekt, wie beispielsweise ein Fischreiher, in den Sensor des Bewegungsmelders, wird ein Wasserstrahl in die Richtung abgegeben. Das können Fischreiher gar nicht leiden und ziehen sich in aller Regel sehr schnell wieder zurück. Alternativ gibt es den Fischreiherschreck auch mit einem akustischen Signal statt einem Wasserstrahl. Beide Varianten sind gleichermaßen effektiv – gehen aber natürlich auch los, wenn sich ein Mensch oder ein deutlich kleinerer Vogel dem Teich nähert. Dafür vertreibt der Fischreiherschreck aber auch automatisch gleich fremde Katzen aus dem Garten. Lesetipp: Katzen aus dem Garten vertreiben – 5 effektive Tipps.

❸ Spiegelpyramide:

Fischreiher scheuen alles was blitzt und glitzert, wenn sie auf die Jagd gehen. Eine glatte Wasseroberfläche ist noch in Ordnung. WEenn aber auf dem Wasser beispielsweise eine kleine Pyramide schwimmt, die mit mehreren Spiegeln versehen ist und die das Sonnenlicht in alle Richtung zurückstrahlen, verliert der Fischreiher schnell die Lust an der Jagd in Ihrem Garten. Denn ein Fischreiher braucht beim Jagen Ruhe. Das Blitzen und Glitzern lenkt ihn nur ab.

Natürlich können Sie so eine Pyramide kaufen. Sie können das Objekt aber auch leicht selbst bauen. Dazu einfach Spiegelfolie von außen auf einen wasserdichten Körper, der die Form einer Pyramide hat, kleben und schon haben Sie Ihre eigene kleine Fischreiherscheuche gebaut.

❹ Fischreiher Landemöglichkeit nehmen:

Wie erwähnt, braucht ein Fischreiher Platz für die Landung. Dazu kommt, dass der storchenähnliche Vogel immer direkt am Wasser landet. Sie werden niemals erleben, dass ein Fischreiher irgendwo in Ihrem Garten zur Landung ansetzt und dann durch Ihren Garten zum Teich spaziert. Wenn Sie also die Fläche in direkter Nähe zu Ihrem Teich so gestalten, dass der Fischreiher dort nicht landen kann, wird er sich ein anderes Jagdrevier suchen. Das geht beispielsweise indem Sie runde Steine um den Teich herum legen, auf denen der Fischreiher keinen Halt findet. Auch Porzellan- oder Steinfiguren eignen sich wunderbar als Dekoration rund um den Teich herum und gleichzeitig auch als Stolperfallen für einen Fischreiher, der zur Landung ansetzen möchte.

❺ Einflugschneise blockieren:

Ein Fischreiher fliegt im Bogen zur Erde und nähert sich dann nahe am Boden seinem Ziel. Wenn der Garten rund um den Teich so aufgebaut ist, dass eine Landung hier möglich wäre, dann kann es Sinn machen, den Einflugbereich zu blockieren. Das geht beispielsweise durch das Pflanzen hoher Büsche in nicht zu großem Abstand zum Teich. Oder aber Sie hängen ein Vogelnetz bzw. Laubschutznetz in den Bereich, in dem ein Fischreiher Ihren Teich anfliegen würde. Allerdings müssen Sie bei dieser Variante darauf achten, dass sich gegebenenfalls auch andere kleinere Vögel in dem Netz verfangen könnten. Sollte das der Fall sein, müssen Sie das Netz schnellstmöglich wieder entfernen.

❻ Fischreiher Möglichkeit zum Stehen nehmen:

Wenn ein Fischreiher Jagd, steht er direkt am Wasser oder im seichten Uferwasser und wartet darauf, dass ein Fisch sich nähert. Wenn Sie über einen Teich verfügen, der entsprechend seichte Randbereiche hat, dann sollten Sie so vorsorgen, dass ein storchenähnlicher Vogel wie der Fischreiher mit seinen 80 cm langen dünnen Beinen dort nicht stehen kann. Das können Sie auf mehreren Wegen erreichen. Zum Beispiel durch entsprechende Bepflanzung dieses Teichbereiches (Lesetipp: Teich bepflanzen – Darauf sollten Sie achten). Oder aber durch das Spannen eines Netzes über den seichten Bereichen.

❼ Draht über dem Teich spannen:

Eine der aufwendigsten, aber auch die wohl erfolgreichste Methode ist das Spannen von dünnen Drähten über dem Teich. Hierzu können Sie Blumendraht oder auch Angelschnur verwenden. Wenn Sie ein solches Gitter spannen möchten, sollten Sie in die eine Richtung Drähte im Abstand von 30 cm spannen und dann im rechten Winkel dazu weitere Drähte alle 50 cm darauf legen. So entsteht ein sehr grobmaschiges Netz das zwar keine Tiere fängt, aber dem Fischreiher jegliche Möglichkeit nimmt im Wasser Stellung zu beziehen oder selbst an die Wasseroberfläche heran zu kommen. Wenn Sie sich hierbei für Angelschnur entscheiden, haben Sie zusätzlich noch den positiven Effekt, dass der Draht in der Sonne glitzern, was Fischreiher zusätzlich noch einmal abschreckt.

❽ Fischen ein Versteck bieten:

Auch Fische haben Instinkte und bemerken, wenn ein Fischreiher in der Nähe ist. Eine wunderbare Möglichkeit eine der oben genannten Maßnahmen zu ergänzen und abzurunden, ist das Ablegen eines Plastikrohres im Teich. Das Rohr sollte vom Durchmesser her groß genug sein, damit mehrere Fische hineinschwimmen können. Und es sollte auch keinesfalls zu kurz sein. Wenn der Teich groß genug ist empfiehlt sich hier ein einfaches Plastikrohr aus dem Baumarkt mit einer Länge von rund 2 Metern. Nähert sich ein Fischreiher, werden die Fische im Teich schnell Reißaus nehmen und versuchen sich in Sicherheit zu bringen. In besagtem Rohr sieht der Reiher Ihre Fische nicht mehr und kommt auch nicht mehr an diese heran.

Lavendelheide pflegen – Hinweise zum Gießen, Düngen, Schneiden und Überwintern

Di, 01/09/2018 - 15:14

Als immergrüner Strauch sorgt die Lavendelheide ganzjährlich für Bewunderung. Allerdings aber nur, wenn Sie die Lavendelheide richtig pflegen.

© Peter – Fotolia.com

Bereits im Spätsommer werden die Blütenglöckchen ausgebildet. Im darauffolgenden Frühling erscheint dann die Blüte in voller Pracht. Lavendelheide lässt sich dabei sowohl als Hecken anpflanzen wie auch im Kübel (Anleitung Lavendelheide pflanzen). Dabei kommt es vor allem auf die richtige Pflege an. Beachten Sie die nachfolgenden Hinweise, wird Ihnen das Schattenglöckchen viel Freude machen und in Beet oder Kübel alles andere als ein Schattendasein führen.

Einige Lavendelheide-Arten im Überblick ❍ Japanische Lavendelheide:

Die Japanische Lavendelheide wächst zwei bis drei Meter hoch. Die Blüten erscheinen weiß bis leicht rosa und zeigen sich bereits im März. Besonders attraktiv ist die rote Herbstfärbung des Laubes. Die winterharte Pflanze ist sehr beliebt in Steingärten oder Schattengärten.

❍ Rosmarinheide:

Die Rosmarinheide wird gern mit dem Schattenglöckchen verwechselt, sie wächst allerdings nur etwa 30 Zentimeter in die Höhe. Zwischen Mai und August erscheinen die rosa Blüten. Die Pflanzen sind extrem winterhart und lieben als Moorpflanzen ein feuchtes Milieu.

❍ Formosa-Lavendelheide:

Die Formosa-Lavendelheide stammt, wie die übrigen Vertreter der Pflanzengattung, aus Asien. Der stattliche Strauch kann bis fünf Meter hoch wachsen. Die weißen Blüten erscheinen im Frühsommer. Im Winter verträgt die Pflanze Temperaturen bis -10 Grad und sollte bei strengen Frösten einen entsprechenden Winterschutz erhalten.

So pflegen Sie die Lavendelheide richtig gießen:

Lavendelheide bevorzugt einen feuchten Standort. Dies setzt eine regelmäßige Bewässerung der Pflanze voraus. Der Boden darf nicht austrocknen. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt. Verwechseln Sie feucht nicht mit nass, denn Staunässe bekommt der Pflanze überhaupt nicht. Wurzelfäule wäre hier die Folge. Ein durchlässiges Substrat ist also die beste Voraussetzung dafür, dass die Flüssigkeit gut abfließen kann. Schwere Böden sollten Sie deshalb auf jeden Fall mit grobem Sand oder Kies vermischen. Bei Kübelpflanzen ist der Flüssigkeitsbedarf höher als im Freiland. Achten Sie hier besonders auf die Durchlässigkeit des Bodens. Eine Drainage aus Tonscherben schützt zum Beispiel vor Staunässe.

Die Lavendelheide verträgt keinen Kalk. Gießen Sie die Pflanze deshalb nicht mit frischem Leitungswasser, sondern lieber mit Regenwasser. Wer kein Regenwasser zur Verfügung hat, sollte zumindest abgestandenes Leitungswasser verwenden. Der Kalkgehalt reduziert sich dadurch merklich. Sie können Leitungswasser aber auch mit destilliertem Wasser vermischen.

düngen:

Die Bodenqualität lässt sich optimieren, indem Sie Rindenmulch oder Torf unter das Substrat mischen. Um Wachstum und Blütenbildung anzuregen, können Sie Rhododendrondünger verwenden. Ziehen Sie organischen Dünger auf jeden Fall mineralischen Düngemitteln vor. Hier ein Artikel zum Thema Organischer Dünger und seine Vorteile für den Garten.

schneiden:

Die Schnittverträglichkeit der Lavendelheide ist ganz gut. Sie müssen aber nicht ständig zur Schere greifen, denn die Pflanze wächst recht langsam. Auslichten reicht aus. Das können Sie auch während der Blütezeit machen. So bleibt gewährleistet, dass alle Triebe mit genügend Licht versorgt sind. Schneiden Sie dabei aber nicht direkt bis zur Knospe zurück. Halten Sie einen Abstand von mindestens einem Zentimeter ein. Verwelkte Blüten sollten Sie hingegen umgehend entfernen. So fördern Sie das Wachstum und den Neuaustrieb.

Haben Sie die Lavendelheide als Hecke gepflanzt, sollten Sie die Triebe unmittelbar nach der Blüte kürzen. Die Schnittfläche sollte schräg und von der Knospe weg verlaufen. So sorgen Sie für einen dichten und kompakten Wuchs.

Wichtig:
Verwenden Sie für den Schnitt immer ein scharfes und möglichst keimfreies Messer. Dickere Äste lassen sich sauberer und schneller mit einer kleinen Säge entfernen.

überwintern: ❍ im Beet:

Im Freiland zeigt sich die Lavendelheide gut winterhart. Dabei verträgt das Schattenglöckchen Temperaturen von bis zu -20 Grad ohne zusätzlichen Winterschutz. Ein geschützter Standort ist dabei von Vorteil, damit die Wintersonne keinen Schaden an den Blättern anrichtet.

Die Erde darf auch im Winter nicht komplett austrocknen. Deshalb sollten Sie den Boden an frostfreien Tagen kontrollieren. Fühlt er sich trocken an, sollten Sie die Pflanze leicht bewässern. Decken Sie die Erdschicht mit Laub oder Reisig ab, ist die Pflanze besser geschützt und das Erdreich trocknet nicht so schnell aus.

❍ im Kübel:

Steht die Lavendelheide im Kübel, müssen Sie im Winter einige Dinge beachten. Die Kübelpflanze kann zwar im Freien verbleiben, Sie müssen sie aber etwa ab Oktober, wenn die Nächte kälter werden, mit einem Schutz versehen. Den Pflanztopf dazu mit Gartenvlies, einem Jutesack oder einer alten Decke umwickeln. Frost kann aber auch von unten in das Pflanzgefäß gelangen und die dünnen Haarwurzeln angreifen. Das können Sie verhindern, indem Sie den Pflanztopf auf einer Unterlage aus Styropor oder Holz positionieren. Der Winterschutz sollte, je nach Standort und Wetterlage, bis Februar oder Anfang März an der Lavendelheide verbleiben.

Während der Wintermonate müssen Sie die Pflanze regelmäßig kontrollieren. An frostfreien Tagen immer leicht bewässern, damit der Boden nicht austrocknet. Erfrorene Pflanzenteile können Sie bei dieser Gelegenheit gleich entfernen.

Schneeforsythie – Pflanzen, pflegen und schneiden

Mo, 01/08/2018 - 11:02

Die gelb blühende Forsythie kennen wir wohl alle. Aber kennen Sie auch die Schneeforsythie? Sie ist auch ein wahrer Hingucker im Garten und recht pflegeleicht.

© pics_claus – Fotolia.com

Die Schneeforsythie zählt zu den Ölbaumgewächsen und stellt dort den alleinigen Vertreter der Gattung Abeliophyllum dar. Die ursprüngliche Heimat der Schneeforsythie liegt auf der Korenaischen Halbinsel, wo die Bestände allgemein als rückläufig zu betrachten sind und teilweise als gefährdet gelten. Im Unterschied zur in unseren Breiten geläufigen gelben Forsythie, besitzt die Schneeforsythie weiße Blüten. Die Pflanzen sind recht pflegeleicht und können mit ihrer auffälligen Blüte für einen hübschen Kontrast im frühlingshaften Garten sorgen.

Pflanzenbeschreibung

Der immergrüne Strauch erreicht Wuchshöhen von etwa einem Meter. Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet. Die Blätter sind beidseitig mit feinen Härchen versehen. Die Blüten erscheinen noch vor den Blättern und verbreiten einen zarten, an Mandeln erinnernden Duft. Erstmals beschrieben wurde die Schneeforsythie von Takenoshin Nakai im Jahre 1919. Das natürliche Verbreitungsgebiet bleibt auf einige wenige Standorte im Süden Koreas beschränkt. Bevorzugt wächst die Pflanze auf felsigem Terrain und feuchten Böden.

Wann blüht die Schneeforsythie?

Die Schneeforsythie kennzeichnet eine frühe Blüte. Die Blüten erscheinen oft bereits im Januar und damit lange vor den Blättern. Bis in den April hinein kann diese Blüte anhalten. Eine Besonderheit bei der Blüte der Schneeforsythie ist ein Farbwechsel, der gelegentlich zu beobachten ist. Dabei erscheinen die ursprünglich weißen Blüten plötzlich rosa. Mögliche Ursachen hierfür sind die Bodenverhältnisse, das Alter der Pflanze und vorrangig die Witterungsbedingungen.

Einige Arten von Forsythien kurz erwähnt ❍ Forsythie Goldrausch:

Diese Sträucher können Wuchshöhen von bis zu drei Metern erreichen und in ebensolchen Ausmaßen auch in die Breite gehen. Die großen, gelben Blüten erscheinen Anfang März.

❍ Forsythie Minigold:

Diese Zwerg-Forsythie wächst in ähnlichen Ausmaßen wie die Schneeforsythie und eignet sich daher gut für mögliche Gruppenpflanzungen oder farbenfrohe Hecken. Die Forsythie Minigold wird maximal 1,5 Meter hoch und trägt goldgelbe Blüten. Eine besondere Attraktion stellt die gelbe Herbstfärbung dar.

❍ Forsythie Weekend:

Dieser breit verzweigte Strauch wird etwa zwei Meter hoch und zeichnet sich durch seinen dichten Wuchs aus. Zwischen März und Mai erscheinen die gelben Blüten. Die Pflanze ist pflegeleicht und winterhart.

Den passenden Standort finden

Die Schneeforsythie erfordert allgemein wenig Pflegeaufwand, stellt allerdings gewisse Ansprüche an ihre Umgebung. Den Standort sollten Sie z.B. möglichst sonnig auswählen. Die Pflanze versteht es jedoch, sich anzupassen und wird auch im Schatten gedeihen können. Ein windgeschützter Standort ist von Vorteil.

Aufgrund der frühen Blüte kann die Schneeforsythie zum Hingucker im noch winterlichen und eher tristen Garten werden. Es gibt dabei verschiedene Möglichkeiten der Pflanzung. Aufgrund der relativ geringen Wuchshöhe von etwa einem Meter kann die Schneeforsythie auch in kleinen Gärten beeindrucken. Dies kann in Alleinstellung, wie auch im Beet geschehen. In Kombination mit Krokussen, Narzissen und anderen Frühblühern ergibt sich ein stimmungsvolles Farbenspiel. Schneeforsythien können auch als Hecke gepflanzt werden.

Der ideale Standort in Stichworten:

  • hell
  • sonnig bis schattig
  • windgeschützt
Das ideale Substrat auswählen

Schneeforsythien bevorzugen einen durchlässigen und nährstoffreichen Boden. Das Substrat können Sie durch das Einarbeiten von grobem Sand oder Kies durchlässiger machen. So wird Staunässe vorgebeugt, welche von der Pflanze nicht vertragen wird. Karger Boden lässt sich vor der Pflanzung durch die Beimengung von Kompost oder Hornspänen aufwerten. Weniger anfreunden kann sich die Schneeforsythie mit trockenen und besonders kalkhaltigen Böden.

Das ideale Substrat in Stichworten:

  • locker
  • durchlässig
  • nährstoffreich
  • kalkarm
  • humos
Schneeforsythie pflanzen – Schritt für Schritt Anleitung

Die Schneeforsythie sollte im Frühling gepflanzt werden. Dafür sollten Sie einen trockenen und frostfreien Tag auswählen. Damit die Pflanze gut ins Erdreich eingesetzt werden kann, sollte kein Bodenfrost mehr herrschen. Gehen Sie beim Pflanzen wie folgt vor:

  • Standort auswählen.
  • Boden vorbereiten.
  • Pflanzloch in doppelter Größe des Wurzelballens ausheben.
  • Drainage gegen Staunässe einarbeiten.
  • Wurzelballen wässern.
  • Pflanze einsetzen.
  • Pflanzloch schließen.
  • Pflanze gut angießen.

Ist der passende Standort für die Schneeforsythie gefunden, sollten Sie auch den Pflanzabstand beachten, denn in Alleinstellung benötigt die Schneeforsythie viel Raum, da sie recht schnell wächst und dabei auch eine ausladende Wuchsform annehmen kann. Der Pflanzabstand sollte hierbei mindestens einen Meter betragen. Soll eine Hecke aus Schneeforsythien entstehen, wird natürlich ein dichter Wuchs angestrebt. Auf einen Meter Abstand können Sie dann zwei Pflanzen setzen.

Tipp:
In Gesellschaft mit Schneeglöckchen, Tulpen, Krokussen oder Hornveilchen kommt die Schneeforsythie besonders gut zur Geltung.

Kann die Schneeforsythie im Kübel kultiviert werden?

Schneeforsythien machen sich auch sehr gut im Kübel. So ist bereits früh im Jahr für einen Farbtupfer auf Balkon oder Terrasse gesorgt. Im Kübel zeigt sich die Pflanze allerdings etwas anspruchsvoller, benötigt regelmäßige Wassergaben, sollte mit einem Langzeitdünger versorgt werden und braucht im Winter einen Schutz.

Schneeforsythie umpflanzen – Klappt das?

Die Schneeforsythie im Freiland kann nach drei bis vier Jahren noch relativ unbedenklich umgepflanzt werden. Bei älteren Pflanzen kann es schwieriger werden und Sie sollten es sich besser nochmals überlegen. Umgepflanzt wird generell an frostfreien Tagen im Frühling. Der Laubaustrieb sollte noch nicht begonnen haben. Beim Umpflanzen sollten Sie so viel wie möglich von der Erde am Wurzelballen belassen, denn umso besser wächst die Pflanze am neuen Standort an. Anschließend bietet sich ein leichter Rückschnitt an. Steht der Strauch bereits in Blüte, können Sie bis nach der Blüte abwarten.

So pflegen Sie die Schneeforsythie richtig Gießen:

Hat sich die Schneeforsythie erst einmal gut eingewurzelt und an ihren Standort gewöhnt, kommt die Pflanze in der Regel mit dem Angebot an Regenwasser zurecht und benötigt nur bei länger anhaltender Trockenheit hin und wieder Wassergaben. Die Pflanzen vertragen dauerhaft einen leicht feuchten Boden. Zu intensiv wässern sollten Sie die Pflanze nicht, da sie keine Staunässe verträgt.

Kübelpflanzen müssen hingegen regelmäßig gegossen werden. Der Wasserhaushalt kann aufgrund des begrenzten Raumangebotes hier nämlich nicht allein über das Regenwasser reguliert werden.

Düngen:

Eine regelmäßige Düngung benötigt die Schneeforsythie nicht. Sie sollten den Boden allerdings bereits bei der Pflanzung den Bedürfnissen der Pflanze anpassen. Durch die Beigabe von Kompost oder Hornspänen lässt sich die Qualität karger Böden zum Beispiel verbessern. Zusätzliche Düngergaben sind nicht notwendig. Allein Kübelpflanzen sollten Sie während der Wachstumsphase mit Flüssigdünger für Blühpflanzen versorgen. Diesen können Sie alle zwei Wochen verabreichen.

Da die Pflanzen empfindlich auf Staunässe reagieren, müssen Sie bei der Pflanzung auch an eine Drainage denken. Durch die Beigabe von Kies oder grobem Sand können Sie den Boden beispielsweise durchlässiger gestalten. Mulchen Sie das Erdreich im Frühjahr, können Sie die Regulation des Wasserhaushaltes verbessern.

Rückschnitt:

Die Schneeforsythie wächst weniger intensiv als die herkömmliche Forsythie. Schnittmaßnahmen sollten Sie bei der Schneeforsythie dennoch nicht vernachlässigen. Ein Auslichtungs- und Erhaltungsschnitt bewahrt die attraktive Form des Zierstrauches.

Während die schnellwüchsige heimische Forsythie jährlich geschnitten wird, ist es bei der Schneeforsythie ausreichend, wenn Sie alle zwei bis drei Jahre zur Schere greifen. Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt ist unmittelbar nach der Blüte. So kann der Strauch sich auf die Bildung neuer Knospen konzentrieren. Diese wurden bereits im Vorjahr am einjährigen Holz angelegt. Die Zweige können Sie etwa ein Drittel zurückschneiden. Der Schnitt erfolgt immer bis zu einer gut ausgebildeten Knospe.

Bei Krankheit oder Verkahlung kann es vorkommen, dass ein radikaler Rückschnitt notwendig ist. Dabei werden nur einige kräftige Triebe an der Pflanze belassen. Alle übrigen Äste sollten Sie bodennah kürzen.

Tipp: Werden Schneeforsythienzweige am Barbaratag geschnitten, stehen sie am Weihnachtstag in voller Blüte.

Überwinterung:

Die Schneeforsythie ist eine sehr gut winterharte Pflanze. Im Freiland sind auch bei Minusgraden im zweistelligen Bereich keine Schutzmaßnahmen notwendig. In ungünstigen Lagen könnten jedoch Spätfröste zum Problem werden. Hier kann es hilfreich sein, wenn Sie die Erde mit Laub oder Reisig abdecken.

Kübelpflanzen benötigen dagegen einen Winterschutz. Wer die Pflanzgefäße im Freien belassen möchte, sollte sie mit Gartenvlies umwickeln und auf einer Unterlage aus Holz oder Styropor platzieren. In besonders rauen Lagen ist es für die Schneeforsythie im Kübel von Vorteil, in ein helles und frostfreies Winterquartier umzuziehen.

Schädlinge und Krankheiten erkennen und bekämpfen

Die Schneeforsythie ist robust und anpassungsfähig. Damit zählt die Pflanze zu den wenigen Exemplaren im Hausgarten, welche nicht von den üblichen Schädlingen und Krankheitsbildern heimgesucht werden. Bei entsprechender Pflege, werden Sie also lange Freude an Ihrer Schneeforsythie haben.

Einen Feind besitzt die Pflanze lediglich in Gestalt von Staunässe. Stehen die Pflanzen über einen längeren Zeitraum zu nass, kann dies die Wurzeln angreifen. Ein kurzzeitiges Defizit im Wasserhaushalt kann die robuste Pflanze jedoch ausgleichen, ohne Schaden zu nehmen.

So lässt sich die Schneeforsythie vermehren

Die Schneeforsythie ist noch ein recht seltener Gast in unseren Gärten. Angesichts der Anpassungsfähigkeit und Schönheit der Pflanze eigentlich vollkommen unverständlich. Warum also nicht bestehende Pflanzen vermehren und Gärtnerglück einfach teilen und weiterverschenken? Die Schneeforsythie können Sie prinzipiell durch Absenker und Stecklinge vermehren.

❍ Vermehrung durch Absenker:

Eine neue Pflanze lässt sich recht zuverlässig durch Absenker gewinnen. Das sollte am besten im Herbst geschehen, denn dann können Sie die Jungpflanze im nächsten Frühjahr von der Mutterpflanze trennen und separat verpflanzen. Gehen Sie bei dieser Vermehrungsmethode wie folgt vor:

Bei dieser Methode müssen Sie sich einen besonders kräftigen Trieb heraussuchen. Dieser sollte sich bis auf den Erdboden ziehen lassen. Säubern Sie den Erdboden, lockern Sie ihn auf und versehen Sie ihn mit einer Rinne. Diese Rinne dient nun der Aufnahme des Triebes. Bevor Sie den Trieb mit Erde bedecken, sollten Sie einige Stellen mit einem scharfen Messer einritzen. Dies beschleunigt die Wurzelbildung. Den Trieb anschließend, bis auf die Spitze, komplett mit Erde bedecken und mit Steinen oder ähnlichem beschweren, damit er nicht wieder aus dem Boden schnellt. Die Triebspitze nun noch senkrecht anbinden, damit die Jungpflanze eine entsprechende Wuchsform entwickelt.

❍ Vermehrung durch Stecklinge:

Die Stecklingsvermehrung ist eine geläufige Methode, welche auch bei der Schneeforsythie gute Erfolge verspricht. Die Stecklinge werden dabei nach der Blütezeit, also im Frühling, geschnitten. Der Steckling sollte eine Länge von 10 bis 15 Zentimetern besitzen und gut entwickelt sein, einige Blätter aufweisen und am unteren Ende bereits leicht verholzt erscheinen. Erfüllt der Steckling diese Voraussetzungen, kommt es schneller zur Wurzelbildung. Sind Knospen oder Blüten vorhanden, müssen Sie diese entfernen. Im unteren Bereich des Stecklings sollten Sie auch die Blätter entfernen.

Die Stecklingsermehrung sollte anschließend in einem Pflanzgefäß erfolgen. Alternativ können Sie die Stecklinge auch direkt ins Freiland setzen. Sie benötigen dann aber eine möglichst warme und konstante Witterung, die in unseren Breiten eher selten gegeben ist. Die Stecklingsvmehrung im Pflanztopf ist also sicherer, denn diesen können Sie an einem warmen Platz aufstellen. Eine Abdeckung aus Plastik oder Glas kann die Bewurzlung zusätzlich beschleunigen. Diese Abdeckungen sollten Sie allerdings regelmäßig entfernen, um zu lüften und so einen Schimmelbefall im Pflanzgefäß zu verhindern. Bis zum nächsten Frühling kann der Steckling nun im Pflanzgefäß verbleiben. Dann dürften sich ausreichend Wurzeln gebildet haben. An den ersten frostfreien Tagen kann die Jungpflanze dann direkt ins Freie umziehen.

Berg-Flockenblume pflanzen – Anleitung und Tipps zu Standort und Boden

So, 01/07/2018 - 14:46

Gartenneulinge sind mit unkomplizierten Pflanzen immer gut beraten. So z.B. auch mit der Berg-Flockenblume. Sie ist anspruchslos und sehr pflegeleicht.

© LianeM – Fotolia.com

Bei der Berg-Flockenblume handelt es sich um eine mehrjährige, krautige Pflanze, die zu den Korbblütengewächsen gehört. Die Pflanzen sind sehr gut an unser Klima angepasst und bereits seit dem Mittelalter gern gesehener Gast in Kloster- und Bauerngärten. Der Sommer im Blumengarten wird begleitet von den hübschen, filigranen Blüten, die es mittlerweile in verschiedenen farbenfrohen Züchtungen gibt.

Die robuste Pflanze ist mit Schafgarbe, Chrysantheme und Aster verwandt und fühlt sich in einer entsprechenden Gruppenpflanzung sehr wohl. Auch von Bienen und Insekten wird die Berg-Flockenblume gerne besucht. Soll die attraktive und pflegeleichte Pflanze auch bald in Ihrem Garten für Bewunderung sorgen, erfahren Sie hier, was Sie bei der Pflanzung von Berg-Flockenblumen alles beachten müssen.

Den passenden Standort auswählen

Um den passenden Standort zu finden, lohnt zunächst ein Blick auf das natürliche Verbreitungsgebiet der Pflanze. Berg-Flockenblumen sind seit Jahrhunderten in Europa heimisch und kommen in Frankreich, Belgien, Italien, Spanien, Deutschland und Österreich vor. Während das natürliche Vorkommen im Norden Deutschlands eher rar einzuschätzen ist, kommt die Berg-Flockenblume im südlichen Raum vermehrt vor und wächst dabei in den Allgäuer Alpen bis auf Höhen von 2.000 Metern.

Auch eher ungeübte Hobbygärtner werden mit der Kultivierung der Berg-Flockenblume keine Probleme haben. Die Ansprüche an den Standort sind eher gering. Allerdings beansprucht der Korbblütler einen sonnigen Standplatz. Die Pflanzen gedeihen zwar auch im Halbschatten, wenn Sie aber die ganze Blütenpracht erleben möchten, dann sollten Sie bei der Standortwahl keine Kompromisse eingehen. An einem dunklen Standort wird die Pflanze höchstwahrscheinlich zwar nicht eingehen, aber kaum wachsen und die Blüten vermissen lassen.

Tipp: Die Berg-Flockenblume macht sich sehr gut im Bauerngarten. Sie kann aber auch auf Böschungen angepflanzt werden und als Bienenweide im Blumengarten dienen.

Da sich die Berg-Flockenblume für die Gruppenpflanzung anbietet, müssen Sie bei der Standortwahl die Wirkung im Beet beachten. Diese orientiert sich vornehmlich an der Wuchshöhe. Kleine Pflanzen sollten im Vordergrund bleiben. Höhere Pflanzen bilden hingegen den Blickfang im hinteren Beetbereich. Da Berg-Flockenblumen zwischen 40 und 60 Zentimeter hoch wachsen können, bieten sie sich also eher für die mittleren bis hinteren Beetbereiche an.

Der ideale Standort in Stichworten:

  • hell
  • sonnig
  • warm
  • in Gruppenpflanzungen
Das ideale Substrat finden

An den Boden stellt die Pflanze keine besonderen Ansprüche. Für ein üppiges Wachstum und eine entsprechende Blütenbildung ist jedoch ein nährstoffreiches Substrat notwendig. Ein frischer Lehmboden wird zum Beispiel gut angenommen. Dem Substrat können Sie auch Sand beimischen. An einem vollsonnigen Standort kann der Boden übrigens etwas feuchter beschaffen sein. Steht die Pflanze im Halbschatten, bevorzugt die sie eher trockenes Substrat.

Staunässe wird von den Pflanzen generell nicht vertragen. Daher sollten Sie für eine gute Durchlässigkeit des Bodens sorgen. Dies lässt sich durch die Beimischung von grobem Sand oder Kies erreichen. Wer bei der Pflanzung eine Drainage in den Boden einbringt, sorgt ebenfalls für eine gute Bodendurchlässigkeit.

Das passende Substrat in Stichworten:

  • locker
  • frisch
  • durchlässig
  • nährstoffreich
  • humos
Berg-Flockenblumen pflanzen – Schritt für Schritt Anleitung

Berg-Flockenblumen können im Frühling und im Herbst gepflanzt werden. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  1. Standort bestimmen.
  2. Boden auflockern und säubern.
  3. Boden nun noch mit Humus, Kompost oder Hornspäne anreichern.
  4. Pflanzlöcher in doppelter Größe des Wurzelballens ausheben.
  5. Pflanzen einsetzen.
  6. Substrat auffüllen.
  7. Boden gut andrücken.
  8. Pflanze wässern.

Sollen mehrere Berg-Flockenblumen in Gruppen gepflanzt werden, können pro Quadratmeter zwischen acht und zehn Pflanzen eingesetzt werden. Der Pflanzabstand sollte somit also etwa 30 Zentimeter betragen.

Berg-Flockenblume als Kübelpflanze kultivieren

Berg-Flockenblumen wirken, in rustikale Tontöpfe gepflanzt, besonders ausdrucksvoll. So können Sie sich den Charme des Bauerngartens auch auf Balkon oder Terrasse holen. Beachten Sie jedoch immer folgende Hinweise:

Pflanzgefäß:

Das Pflanzgefäß sollte nicht zu klein sein, damit die Pflanze gut anwachsen kann. Zudem sollte das Gießwasser gut abfließen können. Ansonsten entsteht nämlich Staunässe, was wiederum für die Pflanze nicht gut ist. Dies lässt sich verhindern, indem Sie auf dem Topfboden einige Tonscherben platzieren, welche das Wasser schneller abfließen lassen.

Düngen:

Kübelpflanzen besitzen einen hohen Nährstoffbedarf. Die Pflanzenerde daher unbedingt mit Kompost oder Hornspäne aufbereiten. Mit regelmäßigen Gaben von Flüssigdünger unterstützen Sie zudem die Blütenbildung.

Überwinterung:

Den Winter übersteht die Berg-Flockenblume im Kübel unbeschadet im Freien, wenn Sie den Pflanztopf mit Gartenvlies umwickeln und das Erdreich mit Reisig oder Laub abdecken.

Schneebar bauen – Anleitung für einen tollen Hingucker auf jeder Winter-Gartenparty

Sa, 01/06/2018 - 10:47

Sie wollen im Winter eine Gartenparty veranstalten? Dann darf eine Schneebar natürlich auf keinen Fall fehlen. Hier eine Anleitung dafür.

© GioRez – Fotolia.com

Die diesjährige Silvesterparty soll etwas ganz Besonderes werden? Wenn ausreichend Schnee gefallen ist und Sie über einen etwas größeren Garten verfügen, gibt es eine wunderbare Möglichkeit für ganz besonderes Winter-Party-Flair zu sorgen: nämlich durch eine waschechte Schneebar. Für den Bau einer solchen Schneebar brauchen Sie noch nicht einmal allzu viel. Wichtig ist erst einmal, dass genug Schnee vorhanden ist. Wenn im Garten allein nicht genug liegt, lohnt es sich vielleicht, sich auf der Straße umzusehen, ob der eine oder andere Nachbar beim Schneeschieben einen etwas größeren Haufen vor seinem Haus aufgetürmt hat. Wenn Sie freundlich fragen, sollte es kein Problem sein, wenn Sie sich den Schnee dort wegholen.

Tipp:
Wenn nicht genug Schnee zur Verfügung steht, können Sie auch einen Tisch oder leere Getränkekisten als Unterlage nehmen und die Bar darauf bauen – so sparen Sie die unterste Schneeschicht und kommen mit deutlich weniger Schnee aus.

Das Wichtigste ist prinzipiell den Schnee so zu verarbeiten, dass er hart genug wird, um nicht durch Flaschen und Gläser, die abgestellt werden, direkt wieder verformt zu werden. Außerdem gilt es zu überlegen, wie Sie die Bar so beständig gestalten, dass sie zumindest den Abend der Feier übersteht – vor allem, wenn Sie die Bar mit Windlichtern und Kerzen dekorieren möchten. Doch dazu gibt es zum Glück ein ganz einfaches Mittel – denn neben genug Schnee brauchen Sie für den Bau einer Schneebar einfach auch ausreichend Wasser.

Das benötigen Sie für den Bau einer guten Schneebar

Wenn feststeht, ob eine zusätzliche Unterlage benötigt wird oder ob ausreichend Schnee vorhanden ist, geht es an die Planung. Die Liste der benötigten Materialien ist verhältnismäßig kurz. Sehen Sie selbst:

  • Schnee
  • bei zu wenig Schnee für das Fundament Tische oder leere Getränkekisten
  • mehrere Mörtelkübel mit Kantenmaßen von mindestens 40 x 20 cm
  • Gartenschlauch mit Spritzdüse, die einen feinen Wassernebel erzeugen kann

Sehr wichtig sind mehrere, am besten drei oder vier, Mörtelkübel mit einer rechteckigen Form. Die Kantenlänge sollte 40 x 20 cm nicht unterschreiten. Eine Tiefe von 20 cm reicht dabei vollkommen aus. Wenn der Mörtelkübel noch etwas breiter ist, ist das kein Problem. Dazu brauchen Sie noch eine Schaufel, Wasser und einen Gartenschlauch mit einer Düse, die im Idealfall Wassernebel erzeugen kann. Auf jeden Fall sollte die Spritzdüse den Wasserstrahl so fein wie möglich gestalten können. Hier einmal das notwendige Material im Überblick:

Schritt für Schritt Anleitung Schritt 1:

Wenn Sie loslegen wollen, müssen Sie zuerst die Mörtelkübel mit dem Schnee befüllen. Am besten benetzen Sie die Wände vorher mit einem dünnen Wassernebel. Wenn der Schnee nicht pappig ist, sondern es sich dabei um Pulverschnee handelt, müssen Sie während Sie die Mörtelkübel befüllen immer mal wieder ein wenig Wasser untermischen, damit der Schnee schön pappig wird und zusammenklebt. Dann den Schnee in den Mörtelkübeln so plattdrücken wie möglich. Anschließend ist es sinnvoll noch einmal etwas Wasser auf dem Schnee zu verteilen und den Mörtelkübel anschließend etwas in der Kälte stehen zu lassen, damit das Wasser rundherum anfrieren kann. Während in dem einen Mörtelkübel der Gefriervorgang vonstatten geht, können Sie bereits den nächsten Kübel befüllen.

Schritt 2:

Wenn der Schnee in den Mörtelkübeln durch das Wasser etwas angefroren ist, können Sie den Kübel umstürzen. Jetzt haben Sie einen fertigen Schneebaustein. Die Bausteine aus den Mörtelkübeln ordnen Sie nun in einer L- oder U-Form an, je nachdem wie die Bar eben gestaltet werden soll. Die Nähte zwischen den Schneesteinen sollten Sie nun noch mit frischem Schnee abklopfen, um so die Lücken zu stopfen.

Schritt 3:

Wenn die erste Schicht Schneesteine steht, kommt mindestens noch eine zweite Reihe Schneesteine oben drauf. Die Schneebar sollte eine Höhe von rund 1,10 erreichen. Ganz wichtig ist es dabei, dass Sie darauf achten, dass keine Kreuzfugen entstehen. Das heißt, dass Sie die Schneesteine versetzt übereinander setzen müssen. In der zweiten Reihe werden die Steine dann rechts und links am jeweiligen Ende etwas überstehen. Das ist aber kein Problem, denn überstehenden Schnee können Sie problemlos mit einer guten Schaufel abtrennen.

Schritt 4:

Wenn die Barfläche soweit steht und noch genug Schnee übrig ist, macht es Sinn vor der Bar in Richtung Gästeplätze noch einmal mindestens eine Reihe mit Schneesteinen zu setzen. Diese Reihe ist dann dafür vorgesehen, dass die Gäste hier ihre Gläser und Flaschen abstellen können, während die eigentliche Bar dann wirklich als Arbeitsplatz für den Barkeeper verbleibt.

Schritt 5:

Auf der Arbeitsfläche können Sie nun noch mit Flaschen oder großen Bechern leichte Vertiefungen in den Schnee formen. Das sind dann die Stellen, an denen Gläser oder Becher am besten stehen bleiben.

Schritt 6:

Ist nun auch dieser zweite Teil der Schneebar gestaltet, sollten Sie das ganze Konstrukt noch einmal mit Wasser übergießen. Dabei müssen Sie auf zwei Dinge achten. Erstens sollte das Wasser nicht zu warm sein, da der Schnee sonst schmilzt bevor er irgendwann wieder anfängt zu frieren. Und dass kann zu einem erheblichen Verlust an Höhe bei der Schneebar führen. Außerdem sollten Sie nicht einfach Wasser aus einem Eimer auf die Bar gießen. Denn wenn Sie Wasser in Schnee gießen, erzeugt das in aller Regel an der Stelle, an der das Wasser auf dem Schnee aufschlägt, ein Loch. Um hier unschöne Verformungen in der Schneebar zu vermeiden, ist die Düse mit Nebelfunktion notwendig.

Haben Sie die Schneebar kräftig mit eiskaltem Wasser eingenebelt, heißt es nur noch einmal ein wenig Geduld haben. Wenn das Wasser gefroren ist, haben Sie ein massives und stabiles Schneekunstwerk im Garten stehen, dass die Gäste einer jeden Winter-Gartenparty begeistern wird. Hier übrigens noch ein paar Tipps für eine Gartenparty im Winter.

Übrigens:
Sie müssen auf jeden Fall darauf achten, dass die Bar keine großen Unebenheiten aufweist, andernfalls droht am Abend mancher Barunfall. Das können Sie verhindern, indem Sie die fertige Bar mit einem Eiskratzer noch einmal komplett gerade ziehen. Sie können aber auch auf die Vertiefungen für Gläser und Flaschen verzichten und ein Brett auf die Bar legen.

Und hier die Arbeitsschritte einmal in der Kurzzusammenfassung:
  1. Die Wände der Mörtelkübel mit Wasser leicht befeuchten.
  2. Schnee in die Mörtelkübel einfüllen.
  3. Bei Pulverschnee immer wieder Wasser beimischen.
  4. Den Schnee im Kübel ausreichend festklopfen.
  5. Den Schnee noch einmal mit Wasser übergießen.
  6. Kübel umstürzen und die Schneesteine positionieren.
  7. Fugen mit frischem Schnee verdecken.
  8. Die Bar auf eine Höhe von rund 1,10 m bauen.
  9. Vor die Bar eine weitere Reihe Schnee-Ziegel als Gästetisch setzen.
  10. Mit Flaschen oder Bechern Vertiefungen im Schnee der Gästetische erzeugen.
  11. Die ganze Konstruktion mit Wasser besprühen.
  12. Wenn alles angefroren ist mit einem Eiskratzer letzte Unebenheiten entfernen.
Tipps zur Dekoration einer Schneebar ❍ Windlichter:

Windlichter erzeugen ein romantisches Kerzenlicht und sind in Kombination mit einer Schneebar ein echter Hingucker. Dabei sollten Sie unbedingt darauf achten, dass sich das Windlicht selbst nicht aufheizt, da sonst an der Stelle ein schnelles Schmelzen der Schneebar droht.

❍ Lichterketten:

Tolles Winterfeeling entsteht auch, wenn Sie Lichterketten, am besten LED-Lichterschläuche, an der Bar befestigen bzw. einfach auf die Bar legen. Diese haben auch den Vorteil, dass sie sich nicht erhitzen und somit keine Gefahr für das gefrorene Kunstwerk darstellen.

❍ Fackeln:

In ausreichendem Abstand an den Ecken und Enden der Bar aufgestellt kann Fackellicht eine solche Schneebar in ein wunderbar romantisches Licht tauchen. Der Schein, der sich im Eis der Schneebar spiegelnden Flammen, macht einen solchen Abend mit Sicherheit zu einem unvergesslichen Erlebnis.

❍ LED-Kerzen:

Eine weitere Möglichkeit eine solche Schneebar zu schmücken, sind LED-Kerzen. Ob LED-Teelichter oder richtige Kerzen – am besten kommen diese an, wenn Sie in die Bar an den Stellen, an denen die Kerzen stehen sollen, eine kleine Vertiefung gestaltet und die Kerzen dann in der Bar einfrieren lassen – dann wirken die Kerzen als wären sie in die Bar eingelassen. Vor allem solche Kerzen mit Farbwechsel erzeugen dabei eine ganz besondere Stimmung. Hier noch ein paar Beispiele für eine Gartenbeleuchtung ohne Strom.

Fazit:

Eine Schneebar ist auf jeden Fall auf jeder Winter-Gartenparty ein absolutes Highlight. Wie genau Sie Ihre Bar von der Optik her gestalten möchten, bleibt letztlich ganz Ihnen überlassen. Wichtig ist dabei jedoch, dass Sie den Bau mit Schnee-Ziegeln vornehmen. Häufen Sie einfach nur Schnee auf und klopfen diesen fest, erreicht er niemals die Härte die Sie brauchen, um den Anforderungen an eine solche Bar an einem Partyabend gerecht werden zu können. Ein solches Konstrukt wäre nicht stabil und würde schnell anfangen wegzuschmelzen. Wer aber die notwendige Zeit und die Lust an der Arbeit mit dem Schnee mitbringt, kann innerhalb einiger Stunden eine tolle Schnee-Bar zaubern. Ihre Gäste werden begeistert sein.

Lichtnelke pflegen – Alles rund ums gießen, düngen, schneiden & überwintern

Fr, 01/05/2018 - 09:13

Lichtnelken sind an sich sehr anspruchslos und pflegeleicht, dennoch benötigen sie eine gewisse Pflege. Und die kann je nach Sorte schon mal unterschiedlich sein.

© JAG IMAGES – Fotolia.com

Bei näherer Betrachtung der Lichtnelke wird die Verwandtschaft zur Nelke deutlich. Dennoch besitzen Lichtnelken einige Besonderheiten, die nicht zuletzt auf Grund des umfangreichen Artenreichtums auftreten. Lichtnelken entstammen zwar einer Pflanzenfamilie , besitzen jedoch unterschiedliche Anforderungen im Hinblick auf Standort, Boden und Pflege.

Werden die folgenden Tipps und Ratschläge zur Kultivierung der Lichtnelken beachtet, werden Sie sich an einem üppigen Blütenmeer erfreuen können und die anspruchslosen Pflanzen werden Sie durch viele Gartenjahre begleiten.

Lichtnelken richtig gießen

Die verschiedenen Lichtnelke-Arten besitzen unterschiedliche Ansprüche an den Boden und die Bewässerung. Die meisten Lichtnelken bevorzugen einen feuchten Standort und benötigen folglich viel Wasser. Einige ausgewählte Arten kommen mit wenig Flüssigkeit aus und wachsen bevorzugt auf einem trockenen Boden. Beachten Sie hierbei auch die Pflegehinweise auf den Pflanzenbeschreibungen, bzw. erkundigen sich direkt beim Gärtner.

Grundsätzlich sind Lichtnelken vor Staunässe zu schützen. Dies gelingt Ihnen, wenn Sie vor der Pflanzung eine Drainage legen und den Boden kontrollieren, bevor Sie erneut bewässern.

» Tipp: Wässern Sie die Lichtnelke immer dann, wenn die obere Bodenschicht sich trocken anfühlt.

Die Feuchtigkeitsansprüche einiger Arten im Überblick:

❍ Kronen Lichtnelke
Die Pflanzen lieben einen trockenen Boden und sollten nur dann gegossen werden, wenn es zu längeren Trockenperioden kam.

❍ Alpen-Lichtnelke
Alpen-Lichtnelken sollten nicht mit reinem Leitungswasser gegossen werden. Da die Pflanzen kein kalkhaltiges Wasser vertragen, bieten sich Regenwasser oder destilliertes Wasser, vermischt mit Leitungswasser als Alternativen an.

❍ Kuckucks-Lichtnelke
Kuckucks-Lichtnelken besitzen einen vergleichsweise hohen Feuchtigkeitsbedarf und sollten immer dann gegossen werden, wenn der Boden leicht angetrocknet ist.

Lichtnelken richtig düngen

Wird die Lichtnelke im Freiland ausgepflanzt, muss die Pflanze nicht zwingend gedüngt werden. Wurde das Substrat entsprechend den Ansprüchen der Pflanze vorbereitet und mit organischem Dünger wie Kompost oder Hornspäne aufgewertet, ist eine zusätzliche Düngung nicht notwendig.

» Tipp: Lichtnelken-Sorten, die magere, karge Böden bevorzugen, sollten keinen Dünger erhalten.

Wird die Lichtnelke im Kübel gepflanzt, ist es ratsam, die Wachstumsphase mit einem herkömmlichen Flüssigdünger für Blühpflanzen, wie z.B. diesen hier zu begleiten.

Müssen Lichtnelken geschnitten werden?

Schnittmaßnahmen sind bei Lichtnelken nicht erforderlich. Entfernen Sie regelmäßig verwelkte Blätter und Verblühtes, bewahrt die Pflanze ihre Attraktivität und die Blühfreude wird gefördert. Nach der Blütezeit, etwa Anfang Juli, können alle verwelkten Stängel entfernt werden. Dies fördert eine zweite Blüte im Spätsommer.

Vor dem Winter werden die Pflanzen bodennah zurückgeschnitten. Wünschen Sie die Selbstaussaat der Pflanzen, sollte der Rückschnitt nicht zu frühzeitig erfolgen. Da sich die Pflanzen kräftig selbst aussäen, genügt es in der Regel, einige Blütenstände bis zur Selbstaussaat zu belassen und die restlichen Stängel zurückzuschneiden, damit die Pflanze neue Kräfte für die nächste Blühphase sammeln kann.

» Tipp: Kronen-Lichtnelken sind wintergrün. Wird das Laub nicht zurückgeschnitten, stellt es eine Zierde für den ansonsten tristen winterlichen Garten dar.

Pflegetipps für die Lichtnelke im Überblick table#t151 { border-collapse: collapse; border-width: 0px; margin: 20px 0; line-height: 2.0em; text-align: left; vertical-align: top;width: 100%;border-top: 1px solid #CCEBCC;border-bottom: 1px solid #CCEBCC;border-right: 1px solid #CCEBCC;box-shadow: 0 2px 3px rgba(0, 0, 0, 0.4); } table#t151 thead tr { } table#t151 thead tr th.t151 { color: #EEF0F3; background: #006B00; background: -moz-linear-gradient(top, #006B00 0%, #008A00 100%); background: -webkit-gradient(linear, left top, left bottom, color-stop(0%,#006B00), color-stop(100%,#008A00)); background: -webkit-linear-gradient(top, #006B00 0%,#008A00 100%); background: -o-linear-gradient(top, #006B00 0%,#008A00 100%); background: -ms-linear-gradient(top, #006B00 0%,#008A00 100%); background: linear-gradient(to bottom, #006B00 0%,#008A00 100%); filter: progid:DXImageTransform.Microsoft.gradient( startColorstr="#006B00", endColorstr="#008A00",GradientType=0 ); font-size: 1.5em; letter-spacing: 0; line-height: 2.0; padding: 4px; text-transform: none; text-align: left;border-bottom: 1px solid #CCEBCC;border-left: 1px solid #006B00; } table#t151 thead tr th#t151.start { } table#t151 thead tr th#t151.end { } table#t151 tbody tr { background: none repeat scroll 0 0 #FFFFFF; } table#t151 tbody tr.table-alternate { background: none repeat scroll 0 0 #F0F5E6; } table#t151 tbody tr td#n1 { width: 30%; }table#t151 tbody tr td#n2 { width: 70%; } table#t151 tbody tr td { color: #003D00; padding: 5px; border-width: 0px; font-size: 1.0em; border-top: medium none;border-bottom: 1px solid #CCEBCC;border-left: 1px solid #CCEBCC; text-align: left; line-height: 1.2; vertical-align: top; } } table#t151 tfoot tr { } table#t151 tfoot tr td { color: #EEF0F3; background: #006B00; background: -moz-linear-gradient(top, #006B00 0%, #008A00 100%); background: -webkit-gradient(linear, left top, left bottom, color-stop(0%,#006B00), color-stop(100%,#008A00)); background: -webkit-linear-gradient(top, #006B00 0%,#008A00 100%); background: -o-linear-gradient(top, #006B00 0%,#008A00 100%); background: -ms-linear-gradient(top, #006B00 0%,#008A00 100%); background: linear-gradient(to bottom, #006B00 0%,#008A00 100%); filter: progid:DXImageTransform.Microsoft.gradient( startColorstr="#006B00", endColorstr="#008A00",GradientType=0 ); padding: 4px; font-size: 1.0em; border-width: 0px; border-top: medium none; text-align: left;border-left: 1px solid #006B00; } PflegemaßnahmeErläuterung Standortwahl❍ Die Wahl des Standortes lässt sich, auf Grund der großen Artenvielfalt, nur bedingt verallgemeinern.
❍ Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist für die meisten Arten ideal.
❍ Die Pflanzen sind im Allgemeinen recht robust und kommen auch mit widrigen Standortbedingungen recht gut zurecht.
❍ Allerdings müssen in diesem Fall Abstriche in de Wuchsfreude und Blühfreudigkeit gemacht werden.
Gießen❍ Größtenteils benötigen Lichtnelken viel Wasser.
❍ In jedem Falle sollte spätestens dann gegossen werden, wenn der Boden trocken erscheint.
❍ Einige Arten, wie die Kronen-Lichtnelke, lieben trockene Böden.
❍ Dem entspricht man mit einer eher sporadischen Bewässerung.
❍ Staunässe wird von keiner Lichtnelke vertragen.
❍ Eine Drainage schafft hier Abhilfe.
Düngen❍ Lichtnelken kommen mit organischem Dünger aus.
❍ Hierfür werden bereits bei der Pflanzung Kompost oder Hornspäne unter das Substrat gemischt.
❍ Kübelpflanzen benötigen regelmäßig Flüssigdünger, um mit reicher Blüte zu überzeugen.
❍ Die Kronen-Lichtnelke bevorzugt karge Böden und benötigt keinerlei Dünger.
Schneiden❍ Vor dem Winter werden Lichtnelken bodennah zurückgeschnitten.
❍ Nach der Blütezeit werden lediglich die verblühten Stängel zurückgeschnitten. Dies fördert eine nochmalige Blüte im September.
❍ Verwelkte Blütenköpfe und Blätter werden regelmäßig entfernt.
Überwintern❍ Lichtnelken sind winterhart und benötigen keinen zusätzlichen Schutz, sofern sie im Freiland kultiviert werden.
❍ Kübelpflanzen sind weniger robust und sollten frostfrei überwintern.
Blühfaule Lichtnelken – Was tun?

Haben Sie Ihre Lichtnelke gepflanzt und alle Pflegehinweise beachtet und dennoch zeigt sich keine Blüte, dann haben Sie meist keinen Fehler gemacht, sondern eine zweijährige Pflanze in Ihrem Besitz. Diese bildet im ersten Jahr reichlich Blattwerk aus, um im darauffolgenden Standjahr umso intensiver zu blühen.

Es kommt natürlich auch vor, dass die Pflanzen nicht blühen, weil ihren Ansprüchen an Standort und Boden nicht entsprochen wurde. Überprüfen Sie, ob die Lichtnelke einen feuchteren Standort benötigt oder aber zuviel Nässe abbekommen hat.

Lichtnelken überwintern

Alle Lichtnelken im Freiland kommen ohne Winterschutz durch die kalte Jahreszeit. Die Pflanzen gelten als absolut winterhart und vertragen auch strenge Fröste und extreme Temperaturen von -30 Grad und mehr.

Steht die Pflanze im Kübel, ist sie angreifbarer und sollte keinen Frost abbekommen. Es empfiehlt sich, die Überwinterung in einem hellen, kühlen Raum oder Wintergarten. Die Pflanzen sollten auch während des Winters nicht austrocknen und gelegentlich leicht bewässert werden.

Goldfelberich eingrenzen – So weisen Sie die Pflanze in Ihre Schranken

Do, 01/04/2018 - 09:30

Der Goldfelberich braucht keine optimalen Bedingungen um ausladend zu wachsen. Wer ihn nicht rechtzeitig in seine Schranken weist, der hat bald ein riesiges Meer aus Goldfelberichstängeln.

© photografspb – Fotolia.com

Sie wächst und wächst und wächst – dies lässt sich nicht von jeder Pflanze behaupten. Der Goldfelberich dagegen beschert auch eher unerfahrenen Pflanzenfreunden unverhofftes Gärtnerglück. Einmal angepflanzt, ist der Goldfelberich nicht mehr zu bremsen. Aus der kleinen Staude wird schnell ein üppiger Busch, der das Beet für sich einnimmt und häufig auch darüber hinaus munter weiter wächst.

Dies geschieht dann doch weniger zur Freude des Hobbygärtners und es wird nach einer Lösung gesucht, die Pflanze an einer unkontrollierten Ausbreitung zu hindern.

Wie lässt sich der Wuchs des Goldfelberich eingrenzen?

Der beste Weg, nicht eines Tages von einem Meer aus Goldfelberichstängeln überrascht zu werden, ist es, die Pflanze im Auge zu behalten. In den ersten beiden Standjahren wird sich die Wuchsfreude noch in Grenzen halten. Damit dies auch weiterhin so bleibt, sollten die Pflanzen spätestens im dritten Jahr ausgegraben und umgepflanzt werden. Dabei wird die alte Erde entfernt und die Wurzel werden entsprechend eingekürzt.

Goldfelberich umpflanzen – Schritt für Schritt erklärt

❶ Pflanze vorsichtig ausgraben
❷ Wurzelballen von alter Erde befreien
❸ neuen Standort auswählen
❹ Pflanzloch in doppelter Breite und Tiefe des Wurzelballens ausheben
❺ Pflanze vorsichtig einsetzen
❻ Pflanzloch schließen
❼ Pflanze gut angießen

Die beste Zeit für diese Maßnahme ist das Frühjahr. Die Vorteile des Umpflanzens liegen auf der Hand:

  • Verhinderung des ungehinderten Ausbreitens durch Teilung der Wurzel, bzw. Einkürzen der Wurzel
  • Bodenaustausch sichert die Nährstoffversorgung der Pflanzen und regt den Wuchs und die Blüte an
Anlegen einer Wurzelsperre – der langfristige Schutz

Wenn Sie nicht ständig mit dem Teilen und Umpflanzen des Goldfelberich beschäftigt sein wollen, gilt es, bereits bei der Pflanzung einen Schritt weiter zu denken und eine Wurzelsperre anzulegen. Dies ist einfacher als gedacht und stellt sicher, dass sich der Goldfelberich nicht länger unkontrolliert ausbreiten kann.

Was versteht man unter einer Wurzelsperre?

Wurzelsperren schränken das Wachstum der Pflanzen ein. Der Handel bietet entsprechende Produkte. Einige Hobbygärtner helfen sich auch selbst und verwenden Plastikwannen oder Reste von Teichfolie oder Dachpappe. Dies mag bedingt Erfolge versprechen, ist jedoch auf lange Sicht bei einer so wuchsfreudigen Pflanze wie dem Goldfelberich nicht wirklich von Erfolg gekrönt.

» Tipp: Gehen Sie auf Nummer sicher und greifen auf die im Handel erhältlichen Wurzelsperren zurück. Diese sind in Rollenform erhältlich und können auf die entsprechenden Maße gebracht werden. Durch ihre Materialeigenschaften bieten diese Wurzelsperren einen sicheren Schutz.

Wie sollte eine Wurzelsperre beschaffen sein?

Damit die Wurzelsperre ihren Zweck erfüllt, sollte sie einige Eigenschaften mitbringen. Denken Sie daran, dass Sie mit dem Produkt über mehrere Jahre Ihren wuchsfreudigen Goldfelberich im Zaum halten wollen.

Folgende Eigenschaften sind von Vorteil:

  • stabil und widerstandsfähig
  • resistent gegenüber Frost oder Sonnenlicht
  • stabil genug, um Mäuse, Ratten oder Maulwürfe abzuhalten
  • umweltgerecht und möglichst frei von Schadstoffen

Der Handel bietet entsprechende Produkte aus besonders robusten Kunststoffen, wie Polyethylen oder Polypropylen.

Wurzelsperren einbauen – So geht’s

❶ Wurzelsperre besorgen
❷ Standort der Pflanze eingrenzen
❸ Wurzelsperre in die Erde setzen
❹ Wurzelsperre sicher verschließen
❺ Wurzelsperre sollte einige Zentimeter aus der Erde ragen

Bevor die Wurzelsperre angebracht wird, sollten Sie den Bereich festlegen, dem Sie dem Goldfelberich freiwillig überlassen, um sich auszubreiten.

» Tipp: Schränken Sie die Pflanze nicht zu sehr ein, der Goldfelberich benötigt für seine Ausbreitung und Ausbildung eines buschigen und kompakten Wuchses einen gewissen Bereich.

Die Wurzelsperre sollte etwa einen halben Meter in die Erde ragen. Der entstandene Ring ist gut zu verschließen, um den Wurzeln keine Angriffsfläche zu bieten. Durch die Verschraubung einer Aluschiene am Ring der Wurzelsperre wird ein Auseinandertriften verhindert. Auch oberirdisch sollte die Wurzelsperre zu sehen sein und etwa zehn Zentimeter aus dem Erdboden ragen. Dadurch wird der Pflanze auch oberirdisch Einhalt geboten und es können sich keine Rhizome ausbreiten.

Zu spät? – Wurzelsperren nachträglich einbringen

Haben Sie Ihren Goldfelberich gepflanzt und zunächst mit Freude dessen Elan beim Wachsen beobachtet und stehen nun vor der Frage, wie sich der Wuchs nachträglich eingrenzen lässt?! Hier kann Entwarnung gegeben werden. Wurzelsperren können auch nachträglich eingebracht werden. Allerdings werden Sie zunächst vermutlich einige Zeit damit beschäftigt sein, alle Wurzelausläufer zu beseitigen, die sich außerhalb des Terrains, das sie der Pflanze zugedacht haben befinden. Ist dies geschehen, kann die Wurzelsperre wie eben erläutert eingebaut werden.

Wurzelsperre oder Umsetzen – die Vor- und Nachteile table#t150 { border-collapse: collapse; border-width: 0px; border-style: outset; margin: 20px 0; line-height: 2.0em; text-align: left; vertical-align: top;width: 100%;border-top: 1px solid #EEEEEE;border-bottom: 1px solid #EEEEEE;border-right: 1px solid #EEEEEE;box-shadow: 0 2px 3px rgba(0, 0, 0, 0.4); } table#t150 thead tr { } table#t150 thead tr th.t150 { color: #333333; background: none repeat scroll 0 0 #FFFFFF; font-size: 1.5em; letter-spacing: 0; line-height: 2.0; padding: 4px; text-transform: none; text-align: left;border-bottom: 1px solid #EEEEEE;border-left: 1px solid #EEEEEE; } table#t150 thead tr th#t150.start { } table#t150 thead tr th#t150.end { } table#t150 tbody tr { background: none repeat scroll 0 0 #FFFFFF; } table#t150 tbody tr.table-alternate { background: none repeat scroll 0 0 #FDFDFD; } table#t150 tbody tr td#n1 { width: 35%; }table#t150 tbody tr td#n2 { width: 35%; }table#t150 tbody tr td#n3 { width: 35%; } table#t150 tbody tr td { padding: 5px; border-width: 0px; font-size: 1.0em; border-top: medium none;border-bottom: 1px solid #EEEEEE;border-left: 1px solid #EEEEEE; text-align: left; line-height: 1.2; vertical-align: top; } } table#t150 tfoot tr { } table#t150 tfoot tr td { background: none repeat scroll 0 0 #FCFCFC; padding: 4px; border-width: 0px; color: #7a7a7a; font-size: 1.0em; border-top: medium none; text-align: left;border-left: 1px solid #EEEEEE; } MethodeVorteileNachteile UmsetzenDurch das Umsetzen des Goldfelberich entstehen keine zusätzlichen Kosten. Sie gewinnen zusätzliche Pflanzen. Der Boden muss nicht gedüngt werden, da er im Rahmen der Umpflanzung regelmäßig ausgetauscht wird. Die Pflanzen umzusetzen, ist recht aufwendig und kostet Zeit. Die Umsetzung sollte regelmäßig erfolgen und spätestens im dritten Standjahr durchgeführt werden. WurzelsperreDer Einbau einer Wurzelsperre erfolgt direkt bei der Pflanzung und ist unkompliziert. Ein nachträglicher Einbau ist ebenfalls möglich. Handelsübliche Wurzelsperren sind stabil, robust und bieten zuverlässigen Schutz.Für die Beschaffung der Wurzelsperre fallen Kosten an. Die Einbringung erfordert Zeit und Arbeitsaufwand. Bei falscher Montage oder wenn kein Markenprodukt verwendet wird, sind Wurzelsperren nicht immer zuverlässig.

Gartenhaus zur Wohlfühloase umgestalten – 6 Tipps für ein gemütliches Ambiente

Mi, 01/03/2018 - 13:37

Ein Gartenhaus muss nicht nur als Abstellraum für Gartengeräte und Fahrräder dienen. Sie können daraus im Handumdrehen auch ein Wohnzimmer im Grünen zaubern.

© Barni1 (Creative Commons CC0) – pixabay.com

Ein Gartenhaus kann viele Funktionen übernehmen: Es kann Gartengeräte und Fahrräder aufnehmen, Platz für Spielzeug bieten oder Stauraum für Gartenmöbel sein. Wer das Gartenhaus als gemütlichen Rückzugsort nutzen möchte, der braucht ein wenig mehr als vier Wände mit Dach und einer Tür. Ein eigenes Gartenhaus kann Platz für eine gesellige Kaffeetafel bieten oder beim Grillfest für den nötigen Schutz am Abend sorgen. Wie Sie aus einer tristen Gartenhütte einen wunderbaren Rückzugsort machen, zeigen wir Ihnen mit den folgenden 6 Tipps.

Tipps für ein gemütliches Ambiente im Gartenhaus Tipp 1 – Bausatzhaus aufwerten:

Eigentlich ist es ganz einfach. Sie gehen in einen Baumarkt, suchen das Gartenhaus aus und bauen es zuhause zusammen. Wer clever ist, denkt schon beim Einkauf des Gartenhauses an die Möglichkeiten, ein schlichtes Bausatz-Haus durch ein wenig Eigenleistung aufzuwerten. Wollen Sie aus einer spartanischen Sommer-Hütte ein Winterquartier machen? Dann können Sie das Häuschen von innen zusätzlich dämmen und verkleiden. Es ist auch wichtig, über den Bodenbelag nachzudenken. Bausatzhäuser haben manchmal keine Böden, so dass Sie ohnehin selber dafür sorgen müssen. Warum nicht gleich eine tolle Pflasterung einplanen? Das macht Ihr Gartenhaus zu einem ganz besonderen Ort.

Tipp 2 – Größere Fenster einplanen:

https://www.instagram.com/p/BdAGKKnBkXg/?taken-by=gartenhaus_gmbh

Manche Gartenhäuser haben zwar eine passende Grundfläche und sind auch für die Benutzung im Winter leidlich geeignet, doch die Belichtung lässt zu wünschen übrig. Kleine Fenster mögen von außen niedlich aussehen, doch wer sich viele Stunden am Tag im Gartenhaus aufhält, der ist dankbar für großzügige Glasflächen. Entscheiden Sie sich dazu, eine Seite des Gartenhauses mit einem großen Fenster zu versehen, steigert das den Nutzwert erheblich. Alternativ ist es auch möglich, den Eingangsbereich mit einer großen gläsernen Terrassentür aufzuwerten. Je nach Ausführung können Sie diese mit Insektenschutzvorrichtungen, abschließbaren Griffen und Rollläden versehen.

Tipp 3 – Einrichten wie einen Wohnraum:

Ein Gartenhaus ist umso gemütlicher, je bequemer Sie es einrichten – angefangen vom Bodenbelag über den Wandbehang bis hin zur Beleuchtung und dem Mobiliar. Wer das Gartenhaus regelmäßig nutzt, sollte besonderen Wert auf die Auswahl der Möbelstücke legen. Natürlich hängt die Wahl auch von den Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnissen im Gartenhaus ab. Ist das Gartenhaus wenig isoliert und nur für den Sommerbetrieb gedacht, dann sollten pflegeleichte Gartenmöbel mit bequemen Auflagen erste Wahl sein. Möbel aus robustem Polyurethan mit entsprechend strapazierfähigen Sitzauflagen in schönen Mustern wirken einladend. Bestücken Sie die Sitzmöbel mit bequemen Kissen. Dann wirkt es gleich noch wohnlicher.

Tipp 4 – Lampen auswählen:

https://www.instagram.com/p/BWum5CvlRCG/?taken-by=tinyhousede

Gartenliebhaber sind naturverbunden und gehen sorgfältig mit der Umwelt um. Wenn Sie Ihr Gartenhaus mit Strom ausstatten und Lichtquellen anbringen wollen, entscheiden Sie sich vorausschauend für energiesparende Leuchtmittel. Das Umweltbundesamt gibt dazu Tipps und Einkaufshilfen rund um das Thema Beleuchtungstechnik mit geringer Umweltbelastung. Bei der Auswahl der Lichtfarbe sollten Sie darauf achten, dass der Weißanteil nicht zu hoch ist. Denn ein hoher Weißanteil bedeutet eine sterile Atmosphäre. Auf die Lichtfarbe kommt es an und die sollte im Sinne des Gemütlichkeitsfaktors einen freundlichen, warmen Ton aufweisen.

Indirekte Beleuchtung wirkt in den relativ engen Gartenhäusern am besten. Ein einfacher Trick mit großer Wirkung ist, typische Saunaleuchten zu verwenden. Es gibt wunderschöne Modelle mit handgeschnitzten Motiven, die für Gemütlichkeit und sanfte Lichtausstrahlung sorgen. Noch mehr Tipps für die Beleuchtung im Garten liefert unser Beitrag „5 Beleuchtungsideen für Ihren Garten„.

Tipp 5 – Die Wandgestaltung:

Eine schlichte Gartenhütte hat rohe Dielen als Wandverkleidung und das wirkt wahrlich wenig einladend. Wer sich etwas Mühe gibt, kann aber aus einer unspektakulären Gartenhütte ein kleines Gartenparadies machen. Der Baumarkt liefert großformatige Trockenbauelemente zur Verkleidung. Diese werden auf die Unterkonstruktion aufgebracht und dienen dann als Fläche zur weiteren Bearbeitung. Bedenken Sie immer, dass die Holzhütte „arbeitet“, weil sie den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist. Deshalb ist es nicht ratsam, die Flächen komplett zu verputzen, da dann die Bildung von Rissen vorprogrammiert ist. In einer Gartenhütte ist es deshalb sinnvoll, die Trockenbauelemente mit großer Sorgfalt einzubauen, um die Fugen möglichst gleichmäßig zu halten. Malen Sie direkt auf die Elemente, streichen Sie diese in Wischtechnik oder entscheiden Sie sich für eine andere, nicht gleichmäßige Textur.

Wem das zu aufwendig ist, der greift zu Stoff und Tacker, denn Sie können die Wände großzügig mit Stoffen bespannen. Je nachdem, für welches Muster Sie sich erwärmen können, verleihen Sie dem Gartenhaus eine orientalische Ausstrahlung, sorgen für einen mehr rustikalen oder für einen filigranen Eindruck. Helle Stoffe mit eingewobenen Goldfäden wirken edel, Stoffe mit kräftigen Farbmustern eher mediterran.

Tipp 6 – Vor der Tür schon für einladendes Ambiente sorgen:

Ein Gartenhaus kann man nicht nur im Frühling und Sommer nutzen. Mit der richtigen Isolierung und der passenden Einrichtung können sie es sich auch im Herbst und Winter dort gemütlich machen. So könnte das Gartenhaus Clockhouse-44 Royal ISO Ihre Erholungsoase für Zuhause sein, die zu jeder Zeit genutzt werden kann.

A post shared by GartenHaus GmbH (@gartenhaus_gmbh) on Nov 25, 2017 at 6:06am PST

Ein Gartenhaus gliedert sich dann besonders harmonisch in den Garten ein, wenn es eingewachsen ist. Deshalb ist es eine gute Idee, direkt am Gartenhaus ein paar Kübelpflanzen aufzustellen und ein Beet anzulegen, in dem hübsche Sträucher für den nötigen Rahmen sorgen. Blühende Pflanzen im Eingangsbereich wirken zudem einladend. Auch ein Türkranz oder Deko-Elemente an den Außenwänden sorgen für Attraktivität. Doch Vorsicht: weniger ist mehr! Wer zu tief in die Dekorations-Trickkiste greift, überlädt das kleine Häuschen und es wirkt kitschig. Besser ist, sich für einige wenige Dinge zu entscheiden und diese gezielt einzusetzen.

Fazit:

Sie sehen, wie einfach es ist, aus einem einfachen Gartenhaus einen Wohlfühlort zu machen. Selbst, wenn Sie nur einen der genannten Tipps umsetzen, sorgen Sie schon für eine deutlich spürbare Verbesserung. Mit dem Ziel vor Augen, schon bald in einem von Licht und Luft durchfluteten Gartenzimmer mit Wohlfühlatmosphäre zu sitzen, darf der nächste Frühling schnell kommen.

Ruhmeskrone vermehren – So funktioniert’s per Nebenknollen und Samen

Mi, 01/03/2018 - 09:06

Die Ruhmenskrone ist eine außergewöhnliche und pflegeleichte Kletterpflanze mit feuerroten Blüten. Kein Wunder, wenn Hobbygärtner den Exot vermehren wollen. Dafür haben Sie sogar gleich 2 unterschiedliche Möglichkeiten.

© RukiMedia – Fotolia.com

Die Ruhmeskrone ist eine attraktive Tropenpflanze, die am passenden Standort bis zu zwei Meter in die Höhe rankt.

Ruhmeskronen sind recht pflegeleicht und werden auch Anfängern Gärtnerglück bescheren, denn so manche Pflegefehler werden verziehen. Die Vermehrung der Pflanzen ist auf unterschiedliche Art und Weise möglich und mit mehr oder weniger Aufwand verbunden.

❍ Die Vermehrung durch Nebenknollen

Eine recht einfache und gewinnversprechende Methode ist die Vermehrung durch Nebenknollen. Die Wurzeln der Pflanze bilden sich Jahr für Jahr neu. An den Ansätzen der Stängel entstehen Verzweigungen, dort lassen sich die Wurzeln leicht trennen. Ein idealer Zeitpunkt hierfür ist das Ende der Winterruhe, wenn das Umtopfen der Pflanze ansteht. Über den Winter hat die Pflanze dann vermehrt Nebenknollen gebildet, die nun für die Vermehrung genutzt werden können.

» Tipp: Größere Wurzelstücke zu verwenden, verspricht eine schönere Blüte.

Die einzelnen Schritte:

❶ Nebenknollen von der Hauptknolle trennen
❷ scharfes Messer benutzen
❸ Nebenknolle in Pflanzgefäß setzen
❹ Triebspitze sollte nach oben ragen
❺ heller Standort bei etwa 18 bis 25 Grad
❻ nach der Keimung setzt rasches Wachstum ein

Die länglichen Knollen sind quer liegend einzupflanzen. An den Wurzelenden werden die Knospenansätze sichtbar. Die Knospenenden sollten immer nach oben zeigen und nur wenige Zentimeter mit Erde bedeckt werden. Zunächst ist etwas Geduld gefragt, denn es kann Wochen dauern, bis ein erster Trieb sichtbar wird. Ist der Trieb erst einmal heraus, dann wird der Hobbygärtner belohnt, denn acht bis zehn Zentimeter Wachstumshöhe täglich sind keine Seltenheit.

» Achtung: Die Pflanze ist giftig. Daher sollten bei der Wurzelteilung unbedingt Handschuhe getragen werden.

❍ Die Vermehrung durch Samen

Die Aufzucht aus Samen ist möglich, stellt für den Hobbygärtner jedoch eine Herausforderung dar. Geduld und gärtnerisches Geschick sind gefragt, wenn aus den Samenkörnern junge Pflanzen heranwachsen sollen.

Da die Pflanze zur Keimung konstante Temperaturen um 20 Grad benötigt, wird ein beheizbares Kleingewächshaus benötigt. Die Samen werden in Pflanztöpfe gesetzt und leicht mit Substrat bedeckt. Bis zur Keimung können Monate vergehen. Die jungen Pflanzen sind sehr empfindlich und sollten besonders vorsichtig gegossen werden. Die Wurzeln können leicht faulen.

» Tipp: Aus Samen aufgezogene Ruhmeskronen können erst zwei bis vier Jahre nach der Keimung zur Blüte gebracht werden.

Welches Substrat sollte verwendet werden?

Für die Anzucht kann eine im Handel erhältliche Qualitäts-Pflanzerde verwendet werden. Dort sind in der Regel alle benötigten Nährstoffe enthalten. Die Erde sollte in jedem Fall locker und nährstoffreich beschaffen sein. Im Handel erhältliche Blumenerde verfügt auf der Verpackung über die Angabe des pH-Wertes. Dieser sollte zwischen 5,5 und 6 liegen.

» Tipp: Wenn Sie das Substrat selbst mischen, verwenden Sie ein Gemisch aus Gartenerde Sand, Torf und Kompost.

Wohin mit den jungen Pflanzen?

Nach der Keimung sollten die Pflanzen an einen sonnigen bis halbschattigen Standort umziehen. Da die Pflanze schnell wächst, wird ein Spalier benötigt, damit die Ranken der Ruhmeskrone einen Halt finden und die Pflanze eine ansehnliche Form gewinnt.

Die Jungpflanzen richtig gießen und düngen

Die Ruhmeskronen benötigen von Anfang an ausreichend Wasser. Es ist dafür zu sorgen, dass das Substrat nicht austrocknet. Die jungen Pflanzen sind besonders empfindlich gegen Staunässe. Damit das Wasser frei ablaufen kann, ist eine Drainage aus Kies oder Tonscherben hilfreich. Stehen die Pflanzen in einem Übertopf, ist dieser regelmäßig zu kontrollieren. Staunässe kann bereits nach wenigen Minuten schädlich für die jungen Pflanzen sein und schlimmstenfalls zur Wurzelfäule führen.

Das Gießwasser sollte Zimmertemperatur besitzen. Regenwasser wird besonders gut vertragen. Um eine hohe Luftfeuchte sicher zu stellen, sollten die Pflanzen regelmäßig eine Dusche aus Regenwasser erhalten. Bei zu trockener Luft reagieren die Pflanze schnell mit einer Braunfärbung der Blätter. Besonders bei einem Standort in der Nähe von Heizkörpern ist auf ein regelmäßiges Besprühen der Pflanze zu achten.

Wurde dem Substrat Kompost beigemischt, sind die jungen Pflanzen ausreichend mit Langzeitdünger versorgt. Während der Wachstumsperiode können die Jungpflanzen zusätzlich handelsüblichen Flüssigdünger in schwacher Konzentration erhalten.

Schädlinge bei Jungpflanzen vermeiden

Junge Ruhmeskronen sind besonders anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Wird die Pflanze größeren Temperaturschwankungen unterworfen, was zum Beispiel durch einen Standortwechsel nach der Keimung hervorgerufen werden kann, zeigen sich schnell braune Stellen an den Blättern. Steht die Pflanze dunkel, werden die Blätter schnell vertrocknen und abfallen. Leiden die jungen Pflanzen an einer Unterversorgung mit Stickstoff, können sich die Blätter ebenfalls verfärben. Pflegefehler können auch einen Befall durch Blattläuse begünstigen. Die jungen Pflanzen sind regelmäßig auf Schädlingsbefall hin zu kontrollieren. Auch Spinnmilben können die Ruhmeskrone befallen. Beide Schädlinge sind mit dem bloßen Auge sichtbar und können mit Seifenlauge, Brennnesselsud oder Knoblauchsud bekämpft werden. Die Pflanzen werden mehrmals wöchentlich eingesprüht.

Vor- und Nachteile im Überblick

table#t149 { border-collapse: collapse; border-width: 0px; border-style: outset; margin: 20px 0; line-height: 2.0em; text-align: left; vertical-align: top;width: 100%;border-top: 1px solid #EEEEEE;border-bottom: 1px solid #EEEEEE;border-right: 1px solid #EEEEEE;box-shadow: 0 2px 3px rgba(0, 0, 0, 0.4); } table#t149 thead tr { } table#t149 thead tr th.t149 { color: #333333; background: none repeat scroll 0 0 #FFFFFF; font-size: 1.5em; letter-spacing: 0; line-height: 2.0; padding: 4px; text-transform: none; text-align: left;border-bottom: 1px solid #EEEEEE;border-left: 1px solid #EEEEEE; } table#t149 thead tr th#t149.start { } table#t149 thead tr th#t149.end { } table#t149 tbody tr { background: none repeat scroll 0 0 #FFFFFF; } table#t149 tbody tr.table-alternate { background: none repeat scroll 0 0 #FDFDFD; } table#t149 tbody tr td#n1 { width: 50%; }table#t149 tbody tr td#n2 { width: 50%; } table#t149 tbody tr td { padding: 5px; border-width: 0px; font-size: 1.0em; border-top: medium none;border-bottom: 1px solid #EEEEEE;border-left: 1px solid #EEEEEE; text-align: left; line-height: 1.2; vertical-align: top; } } table#t149 tfoot tr { } table#t149 tfoot tr td { background: none repeat scroll 0 0 #FCFCFC; padding: 4px; border-width: 0px; color: #7a7a7a; font-size: 1.0em; border-top: medium none; text-align: left;border-left: 1px solid #EEEEEE; } VorteileNachteile Die Vermehrung durch Nebenknollen ist recht einfach und erfolgversprechend. Wenn man bereits eine Pflanze besitzt, lassen sich ohne großen Aufwand neue Pflanzen ziehen. Auch die Aufzucht aus Samen ist eine preiswerte Methode, diese exotische Pflanze bald sein Eigen zu nennen. Die Vermehrung durch Samen ist aufwendig und erfordert Geduld. Die Keimung ist recht langwierig. Die jungen Pflanzen sind besonders empfindlich gegen Staunässe, reagieren schnell mit Wurzelfäule oder können von Schädlingen befallen werden. Für die Aufzucht aus Samen sollte ein beheizbares Kleingewächshaus vorhanden sein.

Oleander gießen und düngen – So machen Sie es richtig

Di, 01/02/2018 - 08:38

Der Oleander ist anspruchsvoll. Regelmäßige Wasser- und Düngergaben sind notwendig, damit sich die Pflanze prächtig entwickeln kann und seine Blütenpracht entfalten kann.

© Christian Müller – Fotolia.com

Der Oleander ist bekannt für seine tollen Farben. Die Blätter leuchten in einem satten Grün und die Blüten weisen kräftige Farben auf. Wird die Pflanze richtig gepflegt, kann der Oleander seine volle Blütenpracht entfalten und wird zum absoluten Hingucker im heimischen Garten.

Die Pflege ist einfach, wenn man weiß, worauf man achten muss. Das richtige Gießen und auch der Dünger spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Das richtige Gießen des Oleanders

Der Oleander ist eine durstige Kübelpflanze. Grundsätzlich gilt, dass der Oleander vor Regen geschützt in einem Kübel gepflanzt werden soll. Den Kübel stellt man bestenfalls auf einen Untersetzter. So kann das nicht aufgenommene Wasser aufgefangen werden und der Oleander kann sich das Wasser nehmen, wenn er es braucht.

❍ Gießen im Winter

Grundsätzlich muss der Oleander zum Überwintern nach drinnen gebracht werden. Das Winterquartier, in dem es maximal 10 Grad hat, sollte ein heller Raum oder die Gartenhütte sein. Die Pflanze wird so spät wie möglich nach drinnen gebracht, denn je länger sie im Freien stehen kann, umso robuster wird sie. Oleander ist bis -5°C frostfest und kann in Vlies eingepackt an der Hausmauer stehen bleiben, bis der Dauerfrost kommt. Im Winter benötigt der Oleander weniger Wasser. Einmal wöchentlich sollte der Wasserstand beobachtet werden. Befindet sich kein Wasser im Untersetzer, ist es notwendig, den Oleander zu gießen. Sollte sich noch ausreichend Wasser im Untersetzer befinden, kann auf das Gießen verzichtet werden.

❍ Gießen im Sommer

Auch im Sommer ist es sinnvoll den Oleander auf einen Untersetzer zu stellen. Da der Oleander zu den durstigen Pflanzen zählt, muss dieser oft gegossen werden. Das Wasser, das nicht sofort aufgenommen wird, sammelt sich im Untersetzer und kann so von der Pflanze genommen werden, wenn diese Flüssigkeit benötigt. Grundsätzlich wird der Oleander jeden Tag gegossen. An heißen Sommertagen kann es notwendig sein, dass die Pflanze öfter Wasser bekommt. So kann es im Juli und im August vorkommen, dass man die Pflanze drei Mal täglich gießen muss.

Was Sie über das Gießen wissen sollten

Viele Menschen gießen ihre Pflanzen gerne mit Regenwasser. Dies sollte beim Oleander aber vermieden werden. Der Oleander liebt die kalkhaltige Erde und somit auch kalkhaltiges Wasser. Saure Böden und saures Wasser hingegen mag er nicht. Das Regenwasser macht die Erde mit der Zeit sauer, weshalb der Oleander einige Krankheiten abbekommen könnte. Häufig kommt es zu Mangelerscheinungen, denn in der sauren Erde können wichtige Nährstoffe nicht mehr aufgenommen werden. Es sollte außerdem darauf geachtet werden, dass der Oleander niemals nasse Blätter und Zweige hat. Dies könnte zum Oleanderkrebs führen, der typischerweise an den Zweigen auftreten kann.

Möchte man die Blütenbildung fördern, sollte man zu temperiertem Wasser greifen. Der Oleander mag Temperaturschwankungen nicht besonders gerne. Ist die Erde im Sommer bereits sehr heiß, sollte man daher stets warmes Wasser verwenden.

Der richtige Dünger und der passende Zeitpunkt

Der Oleander gehört zu den wenigen Pflanzen, die sehr viele Nährstoffe benötigen, um sich richtig entfalten zu können. Holt man den Oleander im Frühjahr aus seinem Winterquartier, sollte man bereits mit der Versorgung von Nährstoffen beginnen. Ein flüssiger Dünger, der für Kübelpflanzen bestimmt ist wie z.B. dieser hier, kann bereits am ersten Tag nach dem Aussetzen angewendet werden. Etwa zwei Mal pro Woche sollte der Oleander mit diesem Dünger versorgt werden.

Kann man nach ein paar Wochen erkennen, dass sich die Blätter des Oleanders dunkler färben und eine satte grüne Farbe bekommen, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um einen Langzeitdünger einzusetzen. Hierfür wählt man einen Langzeitdünger aus, der eine Wirkungszeit von 6 bis 12 Monate aufweist, wie z.B. dieser hier. Möchte man dem Oleander etwas Gutes tun, kann man zusätzlich etwas Düngekalk verwenden, denn die Pflanze mag die kalkhaltige Erde besonders gerne.

Wann sollte man den Langzeitdünger anwenden?

Der Langzeitdünger sollte ausschließlich im Frühjahr angewendet werden. Auf eine Düngung im Herbst sollte grundsätzlich verzichtet werden. Der Oleander benötigt einige Zeit, um sein Wachstum einzustellen. Hat der Oleander sein Wachstum eingestellt, bildet dieser gut ausgereifte Triebe, die verholzt sind. Dies ist wichtig, denn nur diese Triebe sind frostsicher und können den Winter gut überleben. Den Winter über ist der Oleander nicht aktiv und bildet keine neuen Triebe aus. Somit kann auf eine Düngung im Winter verzichtet werden.

Kann man zu viel Dünger verwenden?

Der Oleander benötigt sehr viele Nährstoffe, weshalb der Dünger ein wesentlicher Bestandteil der richtigen Pflege ist. Grundsätzlich kann zu viel Düngemittel die Pflanze nicht töten, eine Erkrankung der Blätter ist jedoch möglich. Die sogenannte Blattrandnekrose kann auftreten. Diese Erkrankung ist sehr einfach zu erkennen, denn die Blattränder werden sehr trocken und später auch braun. Die Anzeichen sind ähnlich wie bei einem Sonnenbrand. Kann man die Symptome der Nekrose erkennen, ist es wichtig, dass der Dünger gut ausgespült wird. Die gesamte Erde muss unter fließendem Wasser vom Düngemittel weitgehend befreit werden. Anschließend ist für das gesamte Jahr keine Düngung mehr notwendig. Der Oleander erholt sich meist recht schnell und bildet in der Regel schnell wieder neue, gesunde Blätter.

Gardenie pflanzen – Alles rund um Standort, Substrat & Pflanzung

Mo, 01/01/2018 - 09:43

Die Gardenie gehört eigentlich zu den klassischen Zimmerpflanzen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Pflanze mit den herrlich duftenden Blüten auch im Freien kultiviert werden.

© jatuphot – Fotolia.com

Die Gardenie ist weit mehr, als eine Blume für das Knopfloch. Nicht nur Romantiker geraten ins Schwärmen beim Anblick der süßlich duftenden Blüten, die aus Wachs zu bestehen scheinen und der orangen Beeren, die dem Blütenreigen im Frühsommer folgen.

In ihrer Heimat, den Tropen, kann die Gardenie Wuchshöhen von bis zu 1,5 Metern erreichen. In unseren Breiten wird die beliebte Zimmerpflanze nur etwa halb so hoch, ohne dabei jedoch etwas von ihrer Attraktivität einzubüßen.

Den passenden Standort finden

Weltweit sind über 250 Gardenien-Arten bekannt. In den Tropen und Subtropen wachsen die Pflanzen meist als Strauch, einige Arten auch als kleine Bäume. Das Klima in unseren Breiten, macht es nicht möglich, die Tropenpflanze ganzjährlich im Freiland zu kultivieren. Daher besitzt die Gardenie vorrangig Bedeutung als Zimmerpflanze.

» Tipp: Den Sommer darf die Gardenie auf Balkon oder Terrasse verbringen. Leichte Temperaturschwanken zwischen heißen Tagen und eher kühlen Nächten schaden der Pflanze nicht, sondern entsprechen den Gepflogenheiten in der natürlichen Heimat der Pflanzen und regen zudem die Blütenbildung an.

Die Gardenie benötigt einen hellen Standort. Dabei ist die volle Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Ein Ost- oder Westfenster sind dem sonnigen Südfenster vorzuziehen. Am Südfenster platziert, sollte ein Schutz vor praller Mittagssonne gegeben sein. Entsprechend ist auch der Standort im Freien während der Sommermonate zu wählen – hell, geschützt und halbschattig.

Der Aufenthalt im Freien sollte sich für die Gardenie auf die Monate Juli und August beschränken. Temperaturen unter 15 Grad bekommen der Pflanze nicht und die Gardenie wirft dann ihre Knospen ab. Gleiches passiert bei Temperaturen über 25 Grad. Ideal sind konstante Temperaturen zwischen 20 und 24 Grad, während der Blüte etwas niedriger.

» Tipp: Gardenien benötigen als Tropenpflanzen eine hohe Luftfeuchtigkeit und sollten häufiger besprüht werden.

In Kurzform:

  • hell
  • geschützt
  • warm
  • Halbschatten
  • hohe Luftfeuchtigkeit
Das ideale Substrat auswählen

Für die Gardenie eignet sich ein durchlässiges Substrat, das regelmäßig feucht gehalten wird. Die Pflanzen vertragen keine Staunässe und daher sollte im Gefäßboden eine Drainage aus Kies oder Tongranulat eingearbeitet werden. Ebenso wenig wird kalkhaltiger Boden vertragen. Daher ist es ratsam, die Pflanze nicht mit kalkhaltigem Leitungswasser, sondern mit Regenwasser zu gießen.

Als ideales Substrat erweist sich ein leicht sauerer Boden mit einem pH-Wert zwischen 5 und 6. Gartenerde kann mit Sand, Kompost oder Hornspänen vermischt werden.

In Kurzform:

  • durchlässig
  • kalkfrei
  • feucht
  • leicht sauer
Gardenien pflanzen – Schritt für Schritt erklärt

❶ beste Pflanzzeit – Frühling oder Herbst
❷ Pflanzgefäß auswählen
❸ Tonscherben auf den Gefäßboden legen
❹ Substrat in das Pflanzgefäß füllen
❺ Erde mit warmem Wasser anfeuchten
❻ Pflanze mittig in den Pflanztopf setzen
❼ Erde weiter auffüllen
❽ Wurzelballen sollte komplett mit Erde bedeckt sein

Das Pflanzgefäß sollte einen guten Abfluss für das Gießwasser gewährleisten. Ebenso ist die passende Größe wichtig. Mindestens ein bis zwei Zentimeter sollten zwischen Topfrand und Wurzelballen verbleiben, damit sich die Pflanze ausdehnen und gut anwachsen kann. Die Gardenie sollte bereits in feuchte Erde gepflanzt werden. Zwischen dem Rand des Pflanzgefäßes und der oberen Erdschicht sollten etwa zwei Zentimeter Platz verbleiben. Dann lässt sich die Pflanze besser bewässern.

Gardenien im Sommerquartier

Den Hochsommer darf die Tropenpflanze auch in unseren Breiten im Freien verbringen. Da die Zeitspanne recht kurz bemessen ist, sollte lediglich der Pflanzkübel ins Freie gestellt werden. Ein geschützter und halbschattiger Standort in der Nähe von Mauern oder Hauswänden ist dabei ideal.

Wer die Pflanze dennoch ins Freiland setzen möchte, wählt zunächst einen entsprechenden Standort aus. Das Pflanzloch sollte um einiges größer und tiefer als der Wurzelballen ausgehoben werden. Die Pflanze wird vorsichtig eingesetzt, um die Wurzeln zu schonen. Der Wurzelballen ist dabei vollständig mit Erde zu bedecken. Nach der Pflanzung wird die Gardenie gut angegossen.

» Tipp: Fallen die Temperaturen nachts über einen längeren Zeitraum unter 15 Grad, ist die Gardenie zurück ins Zimmer zu bringen.

Gardenien pflanzen im Überblick:

table#t148 { border-collapse: collapse; border-width: 0px; border-style: outset; margin: 20px 0; line-height: 2.0em; text-align: left; vertical-align: top;width: 100%;border-top: 1px solid #EEEEEE;border-bottom: 1px solid #EEEEEE;border-right: 1px solid #EEEEEE;box-shadow: 0 2px 3px rgba(0, 0, 0, 0.4); } table#t148 thead tr { } table#t148 thead tr th.t148 { color: #333333; background: none repeat scroll 0 0 #FFFFFF; font-size: 1.5em; letter-spacing: 0; line-height: 2.0; padding: 4px; text-transform: none; text-align: left;border-bottom: 1px solid #EEEEEE;border-left: 1px solid #EEEEEE; } table#t148 thead tr th#t148.start { } table#t148 thead tr th#t148.end { } table#t148 tbody tr { background: none repeat scroll 0 0 #FFFFFF; } table#t148 tbody tr.table-alternate { background: none repeat scroll 0 0 #FDFDFD; } table#t148 tbody tr td#n1 { width: 50%; }table#t148 tbody tr td#n2 { width: 50%; } table#t148 tbody tr td { padding: 5px; border-width: 0px; font-size: 1.0em; border-top: medium none;border-bottom: 1px solid #EEEEEE;border-left: 1px solid #EEEEEE; text-align: left; line-height: 1.2; vertical-align: top; } } table#t148 tfoot tr { } table#t148 tfoot tr td { background: none repeat scroll 0 0 #FCFCFC; padding: 4px; border-width: 0px; color: #7a7a7a; font-size: 1.0em; border-top: medium none; text-align: left;border-left: 1px solid #EEEEEE; } MaßnahmeErläuterung StandortwahlGardenien stehen gern hell, aber nicht vollsonnig. Ein nach Westen oder Osten hin ausgerichtetes Blumenfenster sind ideal. Für hohe Luftfeuchtigkeit ist zu sorgen. Die Temperaturen sollten konstant Werte um 20 bis 24 Grad aufweisen. Auch im Winter darf die Temperatur nicht unter 15 Grad fallen. BodenbeschaffenheitEin durchlässiger Boden ist besonders wichtig. Gardenien vertragen keine Staunässe und keinen Kalk. Das Substrat kann mit Kompost und Hornspänen aufgewertet werden. PflanzungDie Gardenie sollte ein ausreichend großes Pflanzgefäß erhalten. Der Wurzelballen ist bei der Pflanzung zu schonen. Eine Drainage aus Tonscherben im Gefäßboden schützt vor Staunässe. Vorsicht mit den Blüten!

Wer sich an den attraktiven Blüten erfreuen möchte, sollte die Gardenie während der Pflanzung besonders sorgsam behandeln. Ähnlich des Jasmins sind die Blüten besonders empfindlich und können abgeworfen werden, wenn die Pflanze unter Stress steht, falsch gegossen wird oder mit dem Substrat nicht zurecht kommt.

» Tipp: Während der Blütenbildung benötigt die Gardenie konstante Temperaturen (Zimmertemperatur) und einen geschützten Standort.

Kletterfeigen überwintern – So bekommen Sie die Pflanze durch die kalte Jahreszeit

So, 12/31/2017 - 09:59

Kletterfeigen sind von Natur aus sehr pflegeleichte und anspruchslose Zimmerpflanzen, die unter den richtigen Bedingungen im Sommer sogar draußen gehalten werden können. Aber Vorsicht: im Winter gehört die Pflanze nach drinnen.

© simona – Fotolia.com

Meterlange Ranken machen die Kletterfeige zum Blickfang im Wohnzimmer oder im Wintergarten. Die mit dem Gummibaum verwandte Tropenpflanze erglimmt dabei nicht nur Rankgitter, auch in der Blumenampel oder als Bodendecker zeigt sich die Kletterfeige wandelbar und pflegeleicht.

Werden einige Pflegehinweise beachtet, erweist sich die Kletterfeige als dankbare und pflegeleichte Zimmerpflanze. Auch bei der Überwinterung offenbart sich die Pflanze als flexibel und unproblematisch.

So flexibel können Kletterfeigen überwintert werden

Generell kann die Kletterfeige ganzjährlich warm stehen. Somit muss während der Wintermonate keine Veränderung vorgenommen werden. Die Pflanze verbleibt am Blumenfenster und wird bei Zimmertemperatur weiter kultiviert.

Ebenso ist es möglich, die Pflanzen in einem hellen und kühlen Raum bei etwa fünf bis zehn Grad zu überwintern.

» Tipp: Buntlaubige Kletterfeigen sollten im Winter nicht kälter als zehn Grad stehen.

Die Pflanzen passen sich während der kalten Jahreszeit ihrem jeweiligen Standort an. Ganzjährlich bei Zimmertemperatur kultiviert, legt die Pflanze keine Winterpause ein und wächst unvermindert weiter. Bei einer kühlen Überwinterung wird das Wachstum eingestellt.

Dieses natürliche Verhalten der Pflanzen hat Auswirkungen auf die Pflege der Kletterfeige:

table#t147 { border-collapse: collapse; border-width: 0px; border-style: outset; margin: 20px 0; line-height: 2.0em; text-align: left; vertical-align: top;width: 100%;border-top: 1px solid #EEEEEE;border-bottom: 1px solid #EEEEEE;border-right: 1px solid #EEEEEE;box-shadow: 0 2px 3px rgba(0, 0, 0, 0.4); } table#t147 thead tr { } table#t147 thead tr th.t147 { color: #333333; background: none repeat scroll 0 0 #FFFFFF; font-size: 1.5em; letter-spacing: 0; line-height: 2.0; padding: 4px; text-transform: none; text-align: left;border-bottom: 1px solid #EEEEEE;border-left: 1px solid #EEEEEE; } table#t147 thead tr th#t147.start { } table#t147 thead tr th#t147.end { } table#t147 tbody tr { background: none repeat scroll 0 0 #FFFFFF; } table#t147 tbody tr.table-alternate { background: none repeat scroll 0 0 #FDFDFD; } table#t147 tbody tr td#n1 { width: 20%; }table#t147 tbody tr td#n2 { width: 40%; }table#t147 tbody tr td#n3 { width: 40%; } table#t147 tbody tr td { padding: 5px; border-width: 0px; font-size: 1.0em; border-top: medium none;border-bottom: 1px solid #EEEEEE;border-left: 1px solid #EEEEEE; text-align: left; line-height: 1.2; vertical-align: top; } } table#t147 tfoot tr { } table#t147 tfoot tr td { background: none repeat scroll 0 0 #FCFCFC; padding: 4px; border-width: 0px; color: #7a7a7a; font-size: 1.0em; border-top: medium none; text-align: left;border-left: 1px solid #EEEEEE; } PflegeKletterfeige bei ZimmertemperaturKletterfeige bei Überwinterung Gießen und DüngenWird die Pflanze bei Zimmertemperatur überwintert, ändert sich nichts an den Pflegegewohnheiten. Die Kletterfeigen werden wie gewohnt bewässert und können etwa alle zwei Monate eine Düngergabe erhalten. Im kühlen Winterquartier wird das Wachstum deutlich heruntergefahren. Während der Winterruhe benötigt die Kletterfeige deutlich geringere Wassergaben. Der Boden sollte dabei aber nicht komplett austrocknen. Bei einer kühlen Überwinterung wird nicht gedüngt. Kletterfeigen im Sommerquartier

Die Kletterfeige kann im Sommer durchaus auch im Freien kultiviert werden. Im Kübel auf Balkon oder Terrasse sind die Pflanzen besonders dekorativ. Dabei wird ein heller und warmer Standort, wenn möglich ohne direkte Sonneneinstrahlung, gewählt. Spätestens, wenn die Temperaturen nachts unter zehn Grad fallen, wird es für die Tropenpflanze Zeit, ins Haus geholt zu werden. Die Pflanze kann dann sofort in das kühle Winterquartier umziehen. Sollen die Kletterfeigen während der kalten Jahreszeit einen Platz am warmen Blumenfenster im Wohnzimmer erhalten, sollten die Kletterfeigen erst schrittweise an die Temperaturänderung gewöhnt werden.

Pflegefehler im Winterquartier vermeiden

Die Überwinterung bedeutet zugleich auch Stress für die Pflanze. Selbst wenn Kletterfeigen bei Zimmertemperatur überwintert werden, lauern einige Gefahren, die die Rankpflanze schwächen und schädigen können.

Im Winter werden Kletterfeigen mit verschiedenen Gegebenheiten konfrontiert:

  • trockene Heizungsluft
  • zu niedrige Luftfeuchtigkeit
  • zu warmer Standort
  • zu kalter Standort
  • Boden zu trocken
  • Boden zu nass
Was ist bei der Überwinterung bei Zimmertemperatur zu beachten?

Wird auch der Standort der Pflanze nicht direkt verändert, im Winter ändert sich für die Kletterfeige dennoch so einiges. Die Pflanzen müssen mit trockener Heizungsluft zurecht kommen. Wenn ein Standplatz nicht unmittelbar neben der Heizung gefunden wird, wäre dies für die Pflanzen durchaus vorteilhaft. Weiterhin sollte für eine gleichbleibend hohe Luftfeuchtigkeit gesorgt werden. Die Pflanzen sind also öfter zu besprühen. Der Wurzelballen ist gleichmäßig feucht zu halten. Der Boden darf nicht austrocknen, es darf im Winterquartier aber auch nicht zu Staunässe kommen. Da die Pflanze unvermindert weiter wächst, können Kletterfeigen auch im Winter gedüngt werden. In vier- bis achtwöchigen Abständen Flüssigdünger in geringer Konzentration zu verabreichen, ist dabei ausreichend.

Die Überwinterung bei Zimmertemperatur in Stichworten:

  • Standplatz direkt über der Heizung vermeiden
  • Pflanze regelmäßig besprühen
  • gleichmäßig bewässern
  • hin und wieder düngen

Was ist zu vermeiden?

  • trockene Heizungsluft
  • überheizte Zimmer
  • zu geringe Luftfeuchtigkeit
  • Temperaturschwankungen
  • Zugluft
Was ist beim kühlen Überwintern zu beachten?

Die Temperaturschwankung bedeutet zunächst Stress für die Pflanze. Daher sollte die Gewöhnung an das Winterquartier schrittweise erfolgen. Bei kühlen Temperaturen stellen die Pflanzen ihr Wachstum ein und verfallen in eine Art Winterruhe. Es werden folglich weniger Nährstoffe gebraucht. Das Gießen darf dennoch nicht vollständig unterbleiben, da der Wurzelballen nicht austrocknen darf. Die oberste Erdschicht darf jedoch antrocknen. Führen Sie am besten eine Fingerprobe durch, bevor Wassergaben verabreicht werden. Eine Düngung ist bei der Überwinterung im Kühlen nicht notwendig. Die Temperaturen sollten auch im Winterquartier konstant sein und keinesfalls in die Nähe des Gefrierpunktes fallen. Optimal sind Temperaturen um acht Grad. Der Standort sollte hell, aber nicht vollsonnig sein, denn auch die Wintersonne kann der Pflanze schaden und die Blätter verbrennen.

Die Überwinterung im Kühlen in Stichworten:

  • Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad
  • deutlich weniger gießen
  • nicht düngen

Was ist zu vermeiden?

  • Temperaturen unter fünf Grad
  • direkte Wintersonne
  • Zugluft
  • Dünger verabreichen
  • zu intensiv bewässern
Welche Pflegefehler können im Winterquartier auftreten?

Wird bei der kühlen Überwinterung das Gießverhalten nicht angepasst, kann es schnell zu Staunässe kommen. Kann das Gießwasser nicht abfließen, greift dies die Wurzeln an und diese beginnen schnell zu faulen. Wer schnell reagiert, kann die Pflanze durch Umpflanzen und anpassen des Gießverhaltens vielleicht noch retten.

Wird zu wenig gegossen, ist Ballentrockenheit die Folge. In diesem Fall welken und vertrocknen die Blätter und fallen letztlich ab. An den Blättern lässt sich erkennen, ob die Kletterfeige mit ihrem Winterquartier zufrieden ist. Zeigen die Blätter Verfärbungen oder vertrocknen, ist meist zuwenig gegossen worden oder es fehlt der Kletterfeige an der notwendigen Luftfeuchtigkeit.

» Tipp: Buntlaubige Arten ziehen ein wärmeres Winterquartier vor. Bei Temperaturen unter zehn Grad verliert die Blattzeichnung ihre Intensität und vergrünt.

Seiten